Kerstins Bücherreich

„Der Bücherwurm liest sogar die Bücher, die er rezensiert.“ Gabriel Laub (1928-98)

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Nachdem ich im letzten Jahr gar kein Jahresfazit abgegeben habe, möchte ich diesmal wenigstens kurz auf mein Lesejahr 2016 zurückblicken. Wenn ich mir den Bericht von Anfang 2015 so ansehe (http://www.kerstins-reich.de/buecherreich/?p=1862) so hat sich leider, was meine Vorhaben betrifft, nicht allzu viel verändert.

Ich habe zwar mit 79 Büchern und 23883 Seiten einiges mehr gelesen, das heißt aber nur, dass ich mehr gearbeitet habe, wieder bei viel zu vielen Rezensionsexemplaren hier geschrien habe und mein SUB keine nennenswerte Entlastung erfahren hat. Im Einzelnen sieht das so aus:

- Gesamt: 79
- Korrektorat/Lektorat: 25
- Rezensionsexemplare: 38
- SUB: 16

Von den gekauften Printbüchern habe ich die meisten gelesen, bei E-Books dagegen sieht das anders aus. Da sind so viele neu bei mir eingezogen, dass ich sie wahrscheinlich nicht mal in zwei Jahren schaffen könnte. Es geht aber auch zu einfach, dass man sie mit einem Klick auf dem Kindle hat. Smiley Die Bibliothek, wo ich eigentlich unheimlich gern bin, habe ich auch wieder nur ein einziges Mal aufgesucht.

Das neue Jahr hat lesetechnisch auch nicht wirklich glorreich begonnen. Ich habe fast drei Wochen für die zwei Bücher gebraucht, die ich um den Jahreswechsel herum begonnen habe. Und es stehen auch bereits wieder 4 Reziexemplare an, die gelesen werden wollen. Das heißt, der letzte Fitzek und Strobel, die ich schon längst gelesen haben wollte, werden wohl noch warten müssen, wobei inzwischen jeweils bald schon Neues von ihnen erhältlich sein wird.

Genretechnisch waren es überwiegend Liebesromane, die ich las, ein paar Sachbücher durch die Korrekturen für Lübbe, und auch ein paar Thriller. Mein absolutes Lieblingsbuch jedoch – und das sticht diesmal dermaßen hervor, dass ich es nicht unerwähnt lassen möchte – war ein Jugendbuch, und zwar “Mein bester letzter Sommer” von Anne Freytag. Kein Buch hat mich dermaßen mitgerissen und emotional durchgerüttelt wie dieses.

Empfehlen möchte ich euch auch “Wellenglitzern” von Marie Merburg. Dieses erscheint am 16. März bei Lübbe. Ein wunderbarer Ostsee-Liebesroman voller Humor und Gefühle und natürlich das tolle Setting nicht zu vergessen. Und soeben habe ich die Korrektur des dritten Teils der Lena Halberg-Trilogie von Ernest Nyborg beendet. Dieser erscheint auch im März und es geht darin, wie schon in den ersten beiden Teilen, die ich letztes Jahr las, um die Journalistin Lena Halberg, die den Verflechtungen von Politik, Geheimdiensten und Rüstungsindustrie auf die Spur kommt, indem sie u. a. den Unfall von Lady Diana und die Attentate vom 11. September 2001 sowie London 2005 näher untersucht. Für politisch Interessierte auf jeden Fall sehr zu empfehlen.

Mehr möchte ich dann auch zu meinem Lesejahr 2016 gar nicht sagen. Ich wünsche mir ein wenig mehr private Lesezeit und gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich in diesem Jahr mal ein paar schon fast vergessene Leseschätze aus meinen Regalen zur Hand nehmen kann. In diesem Sinne, all meinen Lesern noch ein gesundes Jahr mit vielen tollen Büchern!

Kerstin at Donnerstag, Januar 5th, 2017 | Filed under: Allgemein | RSS 2.0 | TB | No Comments

Es passiert ja relativ selten, dass sich jemand zu einer Lesung in unser kleines Zittau verirrt. Umso größer war meine Freude, als ich feststellte, dass der Autor Robert Domes eingeladen war, seinen biografischen Roman über das kurze Leben des Ernst Lossa – “Nebel im August” – im Rahmen einer Lesung in unserer Christian-Weise-Bibliothek vorzustellen. Ich war nämlich gerade dabei, das Buch zu lesen und wollte es mir natürlich nicht nehmen lassen, eine Signatur zu erhalten und vor allem den Autor und seine Beweggründe kennenzulernen.

lesung_domesDie Lesung war in drei Teile gegliedert. Zuerst berichtete Herr Domes, wie die Idee zu diesem Roman entstanden ist und über seine ausführliche Recherchearbeit. Zum Beispiel wurde er in diversen Ämtern und Heilanstalten vorstellig, interviewte Zeitzeugen und diverse Verwandte von Ernst Lossa, um sich ein umfassendes Bild seines Lebens zu machen. Mit seinem großen rhetorischen Talent und der dabei doch so ruhigen und eindringlichen Art fesselte der Autor seine Zuhörer von der ersten Minute an. Man merkte deutlich, wie sehr ihn persönlich Ernsts Geschichte auch nach der langen Zeit noch nahegeht.

Es folgte ein Lesungsabschnitt, wo Herr Domes einige Schlüsselszenen des Romans in eindrucksvoller Weise wiedergab. Auch hier wusste er absolut zu begeistern, den er brachte den Text, auch durch Einsatz verschiedener Stimmelemente, so lebendig rüber, dass selbst ich, die ja alles bereits gelesen hatte, ihn noch mal völlig anders wahrnahm. Danach hatte sicher nicht nur ich einen Kloß im Hals und auch der Autor brauchte einen Moment, um zurück ins Hier und Jetzt zu finden.signatur_domes

Den Schluss bildete eine Fragerunde, wo sich einige Zuhörer mit Beiträgen aus ihrer persönlichen Vergangenheit einbrachten. Denn auch hier in der ostsächsischen Region gab es nicht wenige Anstalten, in denen ähnliches Grauen stattfand, wie Ernst und Tausende andere Patienten es erdulden mussten. Das alles war sehr interessant und bewegend. Herr Domes berichtete in dem Rahmen auch noch, dass er oft für Schulklassen mit bis zu 100 Teilnehmern liest und es ihm ein großes Anliegen ist, das Thema Euthanasie im Dritten Reich nicht totzuschweigen. Seine Aktionen, die er teilweise unternommen hat, um die Opfer zu ehren, rührten dabei nicht nur mich zu Tränen.

Ich bin sehr froh, an dieser nachdenklich machenden und berührenden Lesung teilgenommen zu haben. Natürlich habe ich mir auch mein Buch signieren lassen. In der kommenden Woche werde ich mir dann auch noch den Film “Nebel im August” ansehen und darüber berichten. Ich danke dem Veranstalter, der Hillerschen Villa, und der Christian-Weise-Bibliothek für diese Möglichkeit.

Kerstin at Samstag, November 19th, 2016 | Filed under: Allgemein,Domes, Robert,Historisch | RSS 2.0 | TB | No Comments

Aus gesundheitlichen Gründen stehe ich leider nicht mehr als einen Messetag durch und in diesem Jahr sollte es der Freitag sein. An meiner Seite, wie so oft, meine liebe Mama. Die Anreise mit der Bahn klappte erstaunlich gut, auch wenn es schwerfiel, bereits um 6 aus dem Bett zu kriechen. Am Messegelände angekommen noch schnell die Akkreditierung erledigt, um dann rechtzeitig zu unserem ersten Treffen mit Arno Strobel zu arno_ursulakommen. Auf dem Weg hatte ich noch das Vergnügen, die zwei entzückenden Mädels von Rose Snow kurz zu begrüßen, die es aber leider sehr eilig hatten. Ich hoffe, wir finden demnächst in Berlin bei der LLC mehr Zeit füreinander.

Arno wartete bereits auf uns und es gab ein freudiges Wiedersehen. Ich bin ja bereits einige Jahre Testleser seiner Thriller, aber nur in Leipzig haben wir mal die Möglichkeit, uns persönlich zu begegnen. Der Zufall wollte es, dass Silvia Borowski, mit der ich schon eine Weile bei Facebook befreundet bin, mit ihrem Mann gerade bei ihm stand. Es war toll, sich endlich mal Aug in Aug gegenüberzustehen. Als wir dann eine Weile allein mit Arno am Schwatzen waren, kam zufällig noch Ursula Poznanski des Weges. Damit konnte ich nicht rechnen und ich ärgerte mich ein wenig, dass ich neben “Die Flut” nicht auch “Fremd”, was sie ja mit sky_muttiArno zusammen geschrieben hat, zum Signieren im Gepäck hatte. Dafür hat das Kennenlernen dieser sympathischen Autorin mir so richtig Lust gemacht, endlich mal wieder eins ihrer Bücher zu lesen. Ich kenne nämlich bisher nur “Erebos” und habe noch einige ungelesen im Schrank.

Im Anschluss war ein wenig Zeit und ich beschloss, mal bei Lübbe vorbeizuschauen, für die ich ja in schöner Regelmäßigkeit als Korrektor tätig bin. Das Timing war super, denn gerade war Sky du Mont am Stand. Meine Mama verehrt diesen sehr und konnte ihr Glück kaum fassen. Umgehend erwarb sie sein Buch “Steh ich jetzt unter Denkmalschutz? -Älterwerden ist nichts für Spaßbremsen”, was nebenbei bemerkt hervorragend zu ihr passt, und durfte auch ein Foto mit dem Schauspieler machen lassen. Auch wenn ich noch nicht ganz zur Zielgruppe gehöre, werde ich das Buch ebenfalls lesen, denn bereits die ersten Seiten sind umwerfend komisch.

Nach diesem aufregenden Moment war es Zeit für einen kleinen Mittagssnack, der traditionsgemäß wieder ein Crepe mit Eierlikör sein musste. Mhhmmm! Auf der Messe rast die Zeit irgendwie wie verrückt und so mussten wir uns sundayschnellstmöglich zum Stand von Droemer Knaur begeben, wollten wir die Lesung bzw. Buchvorstellung von Kate Sunday nicht verpassen. Auf dem Weg bzw. vor Ort begegneten mir einige der bookshouse-Autorinnen, die mir von meiner Tätigkeit bei dem Verlag bzw. durch Facebook natürlich ein Begriff waren. Obwohl Kate sehr aufgeregt war, hat sie ihre Lesung bravourös gemeistert und kam im Interview als genau die liebenswerte Person rüber, als die ich sie schon vor einiger Zeit kennengelernt habe (ich durfte einst ihr erstes Buch bei bookshouse lektorieren und seitdem sind wir in regelmäßigem Kontakt). Ich hatte dann im Anschluss auch noch einen Interview-Termin mit ihr, wo es einiges Interessantes zu erfahren gab. Schriftlich festgehalten wird dies noch gesondert an dieser Stelle, sobald ich ihr bei feelings erschienenes Buch “Whispering Love – Frühling in Maine” ausgelesen habe, welches ich bereits in Empfang nehmen durfte und mir natürlich signieren ließ.

            lesung_kate   kate_ich

miez_ichfitzekAm Rande des Treffens lernte ich auch noch Monika und Kerstin vom Lesenden Katzenpersonal kennen. Fast hätte es ja schon mal im letzten Jahr in Berlin mit uns geklappt, aber das sollte nicht sein. Umso schöner war es jetzt. Und sie machten auch ihr obligatorisches Foto mit Fräulein Maunz (oder war es doch Herr Miez?) mit mir, was ich mir jetzt einfach mal geklaut habe. Ich denke, sie werden es mir verzeihen! Smiley Am Nachbarstand war der von mir hochverehrte Sebastian Fitzek gerade am Signieren. Leider hatte ich mein “Joshua-Profil” nicht im Gepäck, der Rucksack ließ mich auch so schon fast zusammenbrechen. Zudem war die Schlange schon wieder endlos und ich hätte weder die Zeit gehabt, mich anzustellen, noch wäre das ohne größeren Rückenschaden abgegangen. Also musste dieses kleine Foto von der Seite reichen. Ich hoffe, ich schaffe es mal zu einer Lesung von ihm, dann schleppe ich alles noch Unsignierte mit.

Endlich fand sich eine Lücke, mich mal kurz mit meiner langjährigen Freundin Claudia Fiedler zu treffen, die mir erzählte, dass es um 16 Uhr eine Lesung mit Marcel Feige geben sollte. Da ich ihn schon im Jahr davor in Berlin bei einer Lesung kennenlernen wollte, die leider krankheitsbedingt abgesagt wurde, war ich total aufgeregt und wollte probieren, meinen 16 Uhr-Termin, denn da war eigentlich ein Besuch bei Anne Freytag geplant, etwas vorzuziehen. Das klappte auch ganz wunderbar, denn sie sowie die bezaubernde Adriana Popescu, die direkt auf uns losstürmte und uns voller Begeisterung von ihrem neuen “Baby” erzählte, waren bereits am Stand von Heyne fliegt. So konnten wir Fotos schießen, Anne hat mein mitgebrachtes Exemplar von “Mein bester letzter Sommer” signiert und wir sind noch vor 16 Uhr verschwunden. Das ging leider alles viel zu schnell, ich hätte gern noch etwas mehr mit Anne geplaudert, denn ein Treffen mit ihr und Adriana ist jedes Mal eine unvergessliche Erfahrung. Mit Anne konnte ich nur ein Selfie machen, aber wie ihr sehen könnt, dafür habe ich absolut kein Talent.

          adriana_mutti      selfie_anne

Nun sind wir also straffen Schrittes Richtung Halle 2 zur Lesebude, und was war? Die Lesung ist ausgefallen. Ich vermute mal, der arme Marcel ist krank geworden. Mal wieder. Da kann man natürlich nichts machen, aber ich war schon sehr traurig, zumal ich mir gern seine Biographie über Mahatma Gandhi mitgenommen hätte. Das mit uns scheint echt ein Karma-Ding zu sein. Wir kommen einfach nicht zusammen.

So, inzwischen war auch die Luft raus bei uns und wir machten uns langsam auf den Weg Richtung Hauptbahnhof, nicht ohne uns noch ein Eis zu genehmigen. Meine Mom hatte sogar noch den Elan, sich ein paar neue Mustang-Schuhe zu kaufen. Ich konnte nach einem Abend-Imbiss nur noch sitzen bleiben und lesen, was sonst. Die Heimfahrt war dann mal wieder ein typisches Bahn-Abenteuer – Verspätung, Verspätung, Verspätung. So sind wir schließlich kurz vor 12 todmüde, aber doch irgendwie glücklich zu Hause gelandet. Wenn ich nächstes Jahr doch wieder fahren sollte, was ich mir diesmal schwer überlege, dann nur, wenn sich ein Fahrer findet. Denn irgendwie möchte man diese Erlebnisse ja doch nicht missen. Nun freue ich mich aber erst mal auf die LoveLetter Convention am 23./24. April in Berlin.

Kerstin at Sonntag, März 20th, 2016 | Filed under: Allgemein,Popescu, Adriana,Sonntag, Anne,Strobel, Arno,Sunday, Kate | RSS 2.0 | TB | 1 Comment

Unseren zweiten Conventiontag ließen wir dann ein wenig geruhsamer angehen. Zuerst musste auch das Gepäck am Heimreisebahnhof “Alexanderplatz” – zurück ging es leider mit dem Zug – was für eine Schinderei – deponiert werden. Gegen halb 10 trudelten wir dann auch wieder auf dem Gelände der Sprachenschule ein und genehmigten uns als Erstes wieder ein fantastisches Frühstück in der Cafeteria. Gegen Ende trafen wir dort auch auf Susan Elizabeth Phillips, die uns ganz lieb anlächelte. Aufgrund meiner fehlenden Englisch-Kenntnisse vermied ich die susanne_ichKonversation, aber es war schon toll, diese großartige Autorin mal leibhaftig zu treffen.

Da ich am Sonntag nicht mehr wirklich viele Fotos gemacht habe, möchte ich hier noch zwei der herzlichendreamteam Begegnung mit Susanne Schomann und ihrem Sohn Lennart Graupner nachreichen. Diese beiden sind ein echtes Dreamteam.

Bestens gesättigt war uns anschließend nach einer kleinen Lesestunde und so besuchten wir die Lesungen von

Miranda J. Fox aus “Eine Zugfahrt ins Glück”

Bianca Iosivoni aus “Vertrauen” und

Julia Hanel aus “Zwei fürs Leben”

Besonders letztere war äußerst amüsant und ich musste das Buch, das sich übrigens als Gratisexemplar in der Convention-Tasche befand und erst im Juni offiziell erscheint, danach sofort beginnen. Ich bin inzwischen fast durch und muss sagen – es ist großartig!

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Danach hatte ich noch ein paar sehr nette Gespräche im Garten, die gleich mit der Mittagspause verbunden wurden. Hier gab es auch ein freudiges Wiedersehen mit Jeanine Krock, die trotz ganz offensichtlicher Beschwerden extra für den Sonntag noch angereist war. Wir besuchten dann auch ihren gemeinsamen Workshop mit Kristina Günak zum Thema: “Die Heldenreise – Von Struktur und Inhalt beim Plotten”

Nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten lief dieser reibungslos, teilweise sehr witzig und am Beispiel von “Pretty Woman” auch extrem anschaulich ab.

Im Anschluss eine kleine Verschnaufpause mit Käffchen und schon ging es an die größte Herausforderung für uns zwei Rückengeplagte – die Signierstunde/n. Komischerweise hielten sich an diesem Wochenende meine Schmerzen in annehmbaren Grenzen, was natürlich auch an der morgendlichen Einnahme von Schmerzmitteln liegen konnte.

Die Signierstunde war dann auch perfekt durchorganisiert und da bereits im Vorfeld der Sitzplan und die mitgebrachten Signierexemplare bekannt waren, konnte man sich großartig darauf vorbereiten. Ich und meine Mama haben tatsächlich drei Runden geschafft und dies ist unsere gemeinsame Ausbeute.

ausbeute

Insgesamt 22 Bücher, wobei hier auf dem Bild das von Julia Hanel fehlt. Ich wollte mich dieses Jahr schon aus Platzgründen eigentlich etwas mehr zurückhalten, aber wenn man erst mal da ist … Allerdings waren wir da wirklich noch genügsam. Auf dem Bahnhof traf ich dann noch LLC-Besucher, die allein mehr als 30 Bücher im Gepäck hatten. Doch irgendjemand muss die Taschen ja auch nach Hause tragen und mehr ging einfach nicht.

Mein Fazit: Die LLC 2015 war ein weiteres Mal ein unvergessliches Erlebnis. Unsere nunmehr 4. Convention war wie ein Nachhause-Kommen. Allein die ganzen Wiederbegegnungen mit so lieben Menschen sind einfach unbezahlbar. Über allem hing das ganze Wochenende so ein Wohlgefühl, (fast) jeder strahlte pures Glück aus und ich werde alles daransetzen auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

Ein ganz großes Kompliment den Veranstaltern. Es wurde auf so viele Kritikpunkte aus dem letzten Jahr prompt reagiert, wie eben die bessere Vorbereitung der Signierstunden oder auch eine Möglichkeit, Garderobe abzugeben. Das wir dies erst zu spät mitbekommen haben, kann nur uns angelastet werden. Ich habe absolut nichts auszusetzen. Zu guter Letzt ist wohl noch dem lieben Gott, oder wer auch immer dafür verantwortlich ist, zu danken, dass das Wetter so fantastisch durchgehalten hat. Aber bei so viel Glücksseligkeit blieb demjenigen wohl keine andere Wahl.

DANKE LLC – Wir kommen wieder!

Kerstin at Samstag, Mai 9th, 2015 | Filed under: Allgemein,LoveLetter | RSS 2.0 | TB | No Comments

Monatelang wurde daraufhin gefiebert, endlich war es wieder so weit. Convention-Wochenende in Berlin. Durch meine liebe Freundin Sylvia, die am Freitag Tickets für eine Revue im Friedrichstadtpalast in Berlin hatte, konnten wir diesmal ganz entspannt im Auto anreisen. Kurzerhand und um meiner lieben Mama, die mich wie immer begleitete, ein weiteres Highlight zu gönnen, besuchten wir ebenfalls die Show “The WYLD” und haben es nicht bereut.

Da am kommenden Samstag gleich als Erstes einer der für mich wichtigsten Termine angesetzt war, hieß es zeitig aus den Federn kommen. Zum Glück logierten wir diesmal in Laufweite und kamen auch rechtzeitig an. Die “Anmeldung” und Ausgabe der Taschen ging auch superflott vonstatten, sodass sogar noch Zeit für einen Kaffee – gesponsert von Amazon Publishing – blieb.britta

adrianaDann aber fix ins “Q & A” (Questions and Answers) mit Adriana Popescu, Britta Sabbag & Anne Sonntag. Diese Konstellation versprach viel Humor und wir wurden nicht enttäuscht. Auch wenn die Mädels aufgrund der frühen Stunde ihre Anlaufschwierigkeiten hatten, kamen sie schnell in Fahrt und brachten die zahlreichen Besucher permanent zum Lachen. Der Name war hier nicht wirklich Programm, nur wenige Fragen aus dem Publikum schafften es zu den Damen. Vielmehr lieferten sie sich mal wieder einen Schlagabtausch der besonderen Art, an dem vor allem Insider ihre Freude hatten.anne

Im Anschluss konnte ich mir von Britta noch mein mitgebrachtes “Stolperherz” sowie die “Lieblingsgefühle” von Adriana signieren lassen.

Dann war es aber Zeit für ein ausgiebiges Frühstück, welches wir, wie schon im letzten Jahr, in der Cafeteria des Hauses einnahmen. Ein weiteres Mal muss ich sagen, es ist einfach fantastisch, was einem da für 6,00 Euro alles geboten wird.

qa_kris_sandraUm 11 Uhr besuchten wir dann das nächste Q & A mit Kristina Günak & Sandra Henke. Die beiden stellten sich vorwiegend gegenseitig Fragen, beantworteten aber auch auf sehr mutti_sandraliebenswürdige Art Fragen aus dem Publikum. Auch hier nutzte ich die Gelegenheit, mir nach der Veranstaltung “Töte und lebe!” von Sandra signieren zu lassen. Dabei entstand auch ein hübsches Erinnerungsfoto von ihr mit meiner Mama.

Danach wollte ich gern beim “Meet & Greet” im Garten auf Nancy Salchow treffen, deren neuestes Buch ich ebenfalls im Gepäck hatte, aber leider war sie nicht da. Stattdessen lief uns Tina Folsom über den Weg und ich zückte schnell meinen letzten “Scanguards”-Roman, der noch unsigniert war.

Wir beschlossen dann, noch vor dem großen Andrang, etwas zu essen und entschieden uns für einiges aus dem reichlichen Grillangebot des Caterings. Während des Tages sah man natürlich viele bekannte Gesichter, befreundete Blogger wie auch Autoren, die ebenfalls auf der LLC unterwegs waren. So gab es u. a. ein fröhliches Wiedersehen mit Kyra Dittmann, Rose Snow, Sabine Landgraeber und Ruth Adelmann.

panel_socialmediaNach der Mittagspause verschlug es uns dann in die Aula zum Panel “Social Media und die neue Nähe zum Autor – Fluch oder Segen?”. Hier kamen Emily Bold, Susanna Ernst, Sandra Henke, Bianca Iosivoni und Sebastian Rothfuss (Blanvalet) zu Wort. Die Quintessenz des Panels muss wohl lauten, dass Social Media zwar ein Zeitkiller, aber dennoch unverzichtbar für einen Autor in der heutigen Zeit ist.

Im Anschluss wollten wir gern ein Blind Date besuchen, welches aber restlos überfüllt war. Deshalb verbrachten wir noch einige Zeit im Garten, wo es u. a. zu netten orlowski_krisGesprächen mit Kristina Günak und Britta Orlowski kam und diesem entzückenden Foto!

Um 17 Uhr starteten wir dann einen zweiten Versuch beim Blind Date und lernten die durchweg unheimlich sympathischen Autorinnen Julia Hanel, Katja Piel, Miranda J. Fox und Andrea Hackenberg kennen. Dies bildete den perfekten Abschluss des ersten Tages.

Ziemlich erledigt wankten wir anschließend ins Hotel, wo erst mal die hübsche blaue Convention-Tasche genauer untersucht wurde. Absolute Highlights darin waren ein orangefarbener Schirm von Mira, ein klasse pinkfarbenes T-Shirt vom Piper Verlag und das süße Kosmetiktäschchen von Heyne. Ich liebe aber auch die Lippenpflegestifte und all die anderen schönen Dinge.

Den Abend ließen wir beim Italiener direkt vorm Hotel lecker ausklingen und fielen schließlich geschafft ins Bett.

Kerstin at Samstag, Mai 9th, 2015 | Filed under: Allgemein,LoveLetter | RSS 2.0 | TB | No Comments

blogger_lesefreundeHeute ist der “Welttag des Buches” – quasi ein Feiertag für alle Bibliophilen wie mich. Und wie schon im letzten Jahr möchte ich wieder meine Lesefreude teilen und etwas auf meinem Blog verlosen.

Mit nur einem kleinen Kommentar könnt ihr in den Lostopf hüpfen für folgende Bücher:

“Der Holundergarten” von Susanne Schomann (Mira)

Inhalt: Niemals hätte Luisa damit gerechnet, dass Rafael Brix noch einmal in sein Heimatdorf in der Lüneburger Heide kommen würde. Zu schrecklich sind die Vorwürfe, die bis heute auf ihm lasten. Doch ein Todesfall hat ihn zurück nach Lunau geführt, zurück in Luisas Leben. Noch immer umgibt ihn eine dunkle, rebellische Aura. Und genau das lässt Luisas Herz wie damals schneller schlagen. Dabei weiß sie genau, dass sie ihn nicht begehren darf. Denn Rafael will ihr alles nehmen: ihr geliebtes Zuhause und ihre Arbeit. Luisa fühlt sich hin- und hergerissen zwischen Verzweiflung, Wut … und einer noch immer brennenden Leidenschaft.

“Irbis – Gebundene Herzen” von Amelia Blackwood (Sieben Verlag)

Inhalt: Für Irbis ist nichts mehr, wie es war. Eingesperrt und erkrankt an der Blutseuche, weil er gegen das heilige Gesetz verstoßen hat. Wäre Blue nicht gewesen, hätte man ihn zum Tod verurteilt. Irbis ist nicht sicher, ob das nicht besser gewesen wäre, denn er ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Den charmanten, starken Krieger gibt es nicht mehr, er scheint für immer verloren. Am tiefsten Punkt seiner Existenz begegnet ihm Devina. Die junge Frau stellt seine Welt auf den Kopf, und er verspürt das erste Mal seit Langem wieder Lebensmut. Das Problem ist, dass Devina ein Mensch ist und das Urteil der Vizekönige ist eindeutig: Er muss sich sein Leben lang von Menschen fernhalten. Doch wie kann er ihr nahe sein, ohne gegen das Urteil zu verstoßen? Es würde seinen Tod bedeuten.

“Kuss des Schattenwolfes” von Janin P. Klinger (Sieben Verlag)

Inhalt: Für Jason und Serena läuten die Hochzeitsglocken. Doch privates Glück und ihre Liebe füreinander verschont sie nicht vor Jokers finsteren Machenschaften. Als Jase zudem ein fataler Fehler unterläuft, der nicht nur seine Karriere als Polizist aufs Spiel setzt, sondern ihn auch psychisch unter enormen Druck setzt, beschließt er, Joker ein für allemal das Handwerk zu legen. Da Joker es auf Werwölfinnen abgesehen hat, versucht Jase, seine Frau aus der Sache herauszuhalten. Doch Serena lässt sich nicht davon abbringen, an der Seite des Mannes zu kämpfen, den sie liebt, und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach ihrem schlimmsten Feind.

Alle Bücher sind neu und ungelesen. Die vom Sieben Verlag sind sogar in Folie eingeschweißt.

llctascheUnd zu guter Letzt habe ich noch einen besonderen Leckerbissen für euch. Ich verschenke die hübsche, lilafarbene Tasche der dritten LoveLetter Convention von 2014. Da hinein werde ich auch noch ein paar Goodies packen aus drei Jahren LLC (Lesezeichen, Leseproben, Buttons …).

Was müsst ihr tun?

Antwortet einfach mit einem kurzen Kommentar auf den Beitrag und schreibt mir, welches Buch euch warum am meisten Freude machen würde oder warum ihr die Tasche gerne in eurem Besitz hättet. Alternativ könnt ihr auch eine Mail an: kerstin.thieme@korrektorat-thieme.de senden.

Die Gewinner werden per random.org ermittelt und nach der Verlosung von mir per E-Mail benachrichtigt, um die Anschrift abzufragen. Auslosen werde ich am 30. April 2015, ab 12 Uhr mittags. Beiträge danach können nicht mehr berücksichtigt werden. Da ich mich vom 1. – 3. Mai in Berlin bei der LLC aufhalten werde (dann gibt es gleich noch ein paar ganz neue Goddies für die Tasche), versende ich die Gewinne am 4. bzw. 5. Mai. Bis dahin habt ihr also auch Zeit, euch zu melden. Passiert dies nicht, lose ich neu aus.

Hinweis: Eure Adresse verwende ich einzig zu dem Zweck, euch das Buch zuzusenden. Sie wird an niemanden sonst weitergegeben und von mir nicht über die Verlosung hinaus gespeichert. Ich hafte nicht für auf dem Postweg beschädigte oder verschwundene Sendungen (Versand der Bücher aus Kostengründen per Büchersendung und nur innerhalb Deutschlands).

Solltet ihr bei Facebook sein und mich dort noch nicht entdeckt haben, würde ich mich sehr über ein Like freuen: https://www.facebook.com/KerstinsBuecherreich

Ich drücke allen Teilnehmern von Herzen die Daumen!

Kerstin at Donnerstag, April 23rd, 2015 | Filed under: Allgemein,Gewinnspiel | RSS 2.0 | TB | 32 Comments

Gerade bin ich auf eine interessante Neuerscheinung aufmerksam geworden, die ich euch gern vorstellen möchte. Erschienen ist das Buch beim Verlag Romance Edition Anfang April.

Lina Roberts, die ich bereits durch ihre “Pay in Love-Reihe” kennenlernen durfte, entführt den Leser mit

“Küsse in Florenz”

in die Toskana und sorgt garantiert für Lesespaß an regnerischen Aprilabenden.

Das E-Book könnt ihr unter anderem hier erwerben:

✿ Amazon: http://amzn.to/19XdPZ4
✿ Weltbild : http://bit.ly/19R2l8Z
✿ BeamBooks: http://bit.ly/1NIsUup

Damit ihr aber wenigstens wisst, worum es geht, hier der Klappentext:

Als wäre die misslungene Examensprüfung nicht Grund genug, den Kopf in den Sand zu stecken, ertappt Anna Weissert ihren Langzeitfreund auch noch beim Fremdgehen. Um die Scherben ihres Lebens zu sortieren, reist Anna nach Florenz, wo sie Enrico begegnet. Der verteufelt heiße Italiener schafft es nicht nur, für sündhafte Zerstreuung zu sorgen, sondern auch, ihr neue Perspektiven aufzuzeigen. Alles könnte perfekt sein, wäre Enrico der Typ Mann, der an die Liebe glaubt …

Wenn ihr schon mal reinlesen wollt, könnt ihr dies hier tun.

Und zum Schluss noch kurz etwas über die Autorin:

Lina Roberts ist ein Winterkind des Jahres 1969. Dennoch liebt sie den Frühling, sonnige Tage am Meer und die quirligen Metropolen Berlin, Kairo und Bangkok. Wenn sie nicht gerade schreibt, liest sie gern oder hängt träumend ihren Fantasien nach.

Unter anderem Namen hat sie bereits einen Roman und einige Kurzgeschichten veröffentlicht. Als Lina Roberts schreibt sie romantische Liebesromane mit prickelnder Erotik.

Kerstin at Mittwoch, April 8th, 2015 | Filed under: Allgemein,Roberts, Lina | RSS 2.0 | TB | No Comments

In diesem Jahr hat es für mich aus familiären und Zeitgründen leider nur für einen Messetag gereicht, und das obwohl ich zum ersten Mal einen Blogger-Presseausweis nutzen durfte. Ich wäre ja selbst gar nicht auf die Idee gekommen, aber mein Mann hat mich akkreditieren lassen. Er hat mich dann auch pünktlich nach Leipzig gebracht, denn ganz wollte ich mir das Spektakel natürlich nicht entgehen lassen. Allerdings hat er sich dann während des Tages die meiste Zeit von meiner Seite gestohlen.messe_maike

Vom Pressezentrum ging es erst mal zurück zum Eingang, denn mein Mann brauchte ja auch noch ein Ticket. Und Überraschung – direkt vor den Kassen stieß ich doch tatsächlich auf M. L. Busch. Wir werden in nächster Zeit im Bereich Korrektorat zusammenarbeiten und wollten unbedingt die Chance nutzen, uns persönlich zu treffen. Eigentlich war das für ca. 14 Uhr geplant, aber tatsächlich sind wir uns danach nicht mehr begegnet. Umso großartiger war dieser Zufall. Das Foto von uns ist allerdings ein wenig verwackelt ausgefallen.

lesung_arno02Danach stand für mich als Erstes um 11 Uhr die Lesung von Arno Strobel aus seinem neuen Jugendthriller “Schlusstakt” an. Es war toll den Autor, mit dem ich nunmehr schon einige Jahre freundschaftlich verbunden bin, mal wieder persönlich zu treffen. Natürlich habe ich mir auch direkt das Buch besorgt und dieses sowie mein mitgebrachtes Exemplar von “Das Dorf” signieren lassen. Hier ein paar Eindrücke davon:

 

     

 

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Danach begab ich mich zur Lesung von Poppy J. Anderson, Hannah Kaiser und Kirsten Wendt. Während ich den Damen lauschte hielt ich Ausschau nach dem sympathischen Autorinnen-Duo Rose Snow, mit dem ich mich hier verabredet hatte. Nach der Lesung ergab sich dann auch die Möglichkeit zu einem außerordentlich netten Gespräch mit den Österreicherinnen. Sie hatten sogar ein kleines Präsent für mich im Gepäck und wir werden voraussichtlich im Herbst zusammenarbeiten. Ich freue mich sehr, sie bereits im Mai auf der LoveLetter Convention wiederzusehen.

Zu diesem Zeitpunkt machten sich bereits meine Bandscheiben bemerkbar, die es momentan nicht zulassen, dass ich längere Zeit irgendwo am Stehen bin. Der richtige Moment also für einen Snack in Form meines heißgeliebten Crêpe mit Eierlikör, mein Traditionsessen auf der LBM.

Bis zum nächsten anvisierten Termin blieb ein wenig Zeit und so schaute ich beim Blogger-Treff am Forever/Midnight/Vorablesen-Stand von Ullstein vorbei. Wie es einmal mehr der Zufall wollte, traf ich dort Stephanie Linnhe. Mit ihr war ich bereits über Facebook in Kontakt gekommen, u. a. auch durch ihre Veröffentlichungen für bookshouse. Wir hatten ein sehr nettes Gespräch – herzlichen Dank dafür – und bleiben sicher in Kontakt.

fotomitannikaDanach begab ich mich zum Meet & Greet mit Annika Bühnemann. Eigentlich war ich ein wenig zu früh dran, aber Annika nahm sich direkt Zeit für mich und wir plauderten sehr nett. Ich bewundere sie ja unendlich, neben ihrer Autorentätigkeit vor allem auch für ihre tollen Blogbeiträge unter www.vomschreibenleben.de und ihre YouTube-Videos. Sie strahlt stets so eine positive Energie aus, dass es einem gleich besser geht.

Leider nahm ab da die Intensität meiner Schmerzen extrem zu und ich war nicht sicher, ob und wie ich die Signierstunde von Sebastian Fitzek noch überstehen sollte. Dabei hatte ich extra seine letzten beiden Bücher “Noah” und “Passagier 23” für diesen Zweck den ganzen Tag mit mir rumgeschleppt (oder eher mein Mann).

Bereits eine Dreiviertelstunde vor dem Termin machte ich mich also zum Signierstand neben der Autorenbuchhandlung auf. Und natürlich standen da bereits die ersten Erwartungsfrohen mit Fitzek-fitzekBüchern in der Hand. Noch war nicht klar, an welchem der drei Tische er Platz nehmen sollte. Ich hatte wieder einmal Glück, dass mein Mann sich gerade vor dem entsprechenden Tisch platzierte, als der Zettel aufgehängt wurde. So konnte ich seinen Platz mit meinem tauschen und stand nun direkt 2 Meter vor dem Tisch. Dennoch sollte es noch ca. 15 Minuten nach Erscheinen von Sebastian dauern, bis ich ihm meine Bücher vorlegen konnte. Für ein Foto wäre weder Zeit noch Platz gewesen, denn inzwischen hatte sich eine riesige Schlange durch die halbe Halle gebildet. Fitzek ist halt echt ein Popstar unter den Thrillerautoren. Total glücklich, dieses Ziel erreicht zu haben, begab ich mich dann fast schon auf dem Zahnfleisch gehend oder eher humpelnd, denn inzwischen gabs auch die ersten Blasen an den Füßen, zum Auto und auf den Weg nach Hause.

Alles in allem hatte ich sehr schöne Begegnungen, aber natürlich war die Zeit wieder viel zu kurz. Der Samstag ist nun auch der Tag mit den meisten Besuchern, sodass das Wechseln zwischen den Hallen zur Herausforderung wird. Sehr gern hätte ich noch bei diversen Verlagen vorbeigeschaut, aber das war einfach nicht drin. Vielleicht bekomme ich es ja im nächsten Jahr mal organisiert, dass ich 2 bis 3 Tage in Leipzig sein kann.

Nun freue ich mich aber sehr drauf, viele Autoren und Verlagsmitarbeiter sowie befreundete Leser/-innen Anfang Mai in Berlin auf der LoveLetter Convention zu treffen, diesmal in wesentlich kleinerem Rahmen und mit nicht so langen Laufwegen. Ich hoffe, mein Rücken hält durch.

Kerstin at Mittwoch, März 18th, 2015 | Filed under: Allgemein | RSS 2.0 | TB | No Comments

blogtourplan

Herzlich willkommen zu Tag 6 der Blogtour zum neuen Roman von Susanne Schomann  – Der Holundergarten”. Ihr habt diese Woche schon über die erste große Liebe, die Lüneburger Heide, den Floristenberuf sowie Holunder als Pflanze lesen dürfen. Silke schließlich hat auf erfrischende Art ein Protagonisteninterview geführt.

Ich möchte euch heute die Autorin hinter den Büchern etwas näher vorstellen. Susanne war so nett, mir dazu auch ein sehr interessantes Interview zu geben. Lasst euch überraschen.

 

Allgemeine Infos:schomann_foto

Susanne Schomann wurde 1958 in Hamburg geboren und ist dort auch zur Schule gegangen. Sie wuchs als einziges Kind ihrer Eltern, aber dennoch in einer großen Familie mit vielen Cousins und Cousinen auf. Kaum in der Schule, entdeckte sie auch schon ihre Leidenschaft für Bücher und ihr Vater bezeichnete sie oft liebevoll als seine “Leseratte”.

Nach ihrer Ausbildung war sie über mehrere Jahre als Sekretärin und als Sachbearbeiterin im kaufmännischen Bereich tätig.

Nach der Geburt ihres ersten Sohnes gab sie ihren Beruf auf, um ganz für ihn, und bald darauf auch für seinen kleinen Bruder da sein zu können. Als ihre Söhne schließlich beide zur Schule gingen, nutzte sie die gewonnene freie Zeit, um ihrer großen Leidenschaft, dem kreativen Schreiben, intensiver nachzugehen.

Die Autorin ist seit 1981 glücklich verheiratet und lebt zusammen mit ihrem Mann und ihren beiden erwachsenen Söhnen in ihrer Heimatstadt. Susanne Schomann ist Mitglied der Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren DeLiA.

 

Wie lernte ich Susanne kennen:

Von 2009 bis 2013 war ich im Rezensenten-Team des Magazins LoveLetter. Dort erhielt ich 2012 die Möglichkeit, Susannes zweiten Roman “Sophies Melodie” zu lesen. Zuvor hatte ich noch nie von ihr gehört. Das Buch hat mich von Beginn an restlos begeistert und ist auch heute noch mein absoluter Liebling von ihr. Susanne hatte sich sehr über meine Rezension gefreut und es entstand ein netter Austausch über Facebook.

Als angekündigt wurde, dass Susanne zur LoveLetter Convention 2013 kommen würde, war ich sehr gespannt, sie persönlich kennenzulernen und besorgte mir direkt noch ihren Debütroman. Was dann geschah, hat mich allerdings doch sehr verblüfft. Ganz schüchtern, wie ich nun mal bin, trat ich während einer Panel-Pause auf sie zu und bat sie darum, die Bücher zu signieren. Und Susanne? Die fiel mir direkt um den Hals und drückte mich. Selten habe ich solch eine Wärme und Herzlichkeit auf den ersten Blick verspürt. Wann immer wir uns während dieses Wochenendes noch über den Weg liefen, immer war da dieses zauberhafte Lächeln.

Nach diesem sympathischen Zusammentreffen wunderte ich mich keineswegs mehr, warum mich die Autorin mit ihren Büchern immer so sehr in ihren Bann zieht, mich aufs Äußerste mitfühlen und -leiden lässt. Natürlich habe ich auch die nächsten beiden Bücher von ihr für den LoveLetter rezensiert. Die Rezensionen dazu sind leider nur im Heft nachzulesen, aber meine Meinung zu ihren bisherigen Lunau-Romanen könnt ihr hier und hier nachlesen.

Ich freue mich sehr, Susanne persönlich zu kennen und hoffe auf eine lang andauernde Freundschaft.

 

Autoreninterview:

Liebe Susanne,

ich freue mich sehr, dich im Rahmen der Blogtour in Form eines kleinen Interviews etwas aushorchen zu dürfen.

Und ich freue mich erst, liebe Kerstin! Dann schieß mal los, ich bin schon sehr gespannt auf deine Fragen.

 

Mit “Der Holundergarten” ist nun bereits dein sechstes Buch beim Mira-Taschenbuch-Verlag (MIRA) erschienen. Meist sind es zwei pro Jahr gewesen. Das schafft man doch nur als Vollzeitautorin. Oder gehst du nebenbei noch einem Beruf nach?

Ich bin, und das im wahrsten Sinne des Wortes, Vollzeitautorin. Für eine andere Tätigkeit hätte ich bei meiner Arbeitsweise überhaupt keine Zeit mehr übrig. Zwar kann ich ausgesprochen schnell plotten und das Schreiben an sich fällt mir leicht, aber ich bin ein richtiger Kontroll- und Überarbeitungsfreak. Am liebsten würde ich meine Romane immer und immer wieder überarbeiten, aber es gibt ja so etwas wie Abgabetermine und man muss sich irgendwann trennen. Das ist jedes Mal ein schwerer Abschied.

 

Der Weg zum großen Publikumsverlag ist ein steiniger. Wie bist du zu MIRA gekommen, gab es Rückschläge? Wie lange dauerte es von der ersten Idee, Nägel mit Köpfen zu machen, bis zur Veröffentlichung?

Für diese Antwort muss ich ein bisschen ausholen. Es hat einige Jahre gedauert, ehe ich überhaupt den Mut aufbrachte, mich mit meinen Geschichten in die Öffentlichkeit zu trauen. Als ich es dann tatsächlich versuchte, gab es natürlich jede Menge Rückschläge. Ich bin ausgesprochen autodidaktisch veranlagt, also suchte ich mir alle möglichen Informationen zusammen, wie und in welcher Form man sich an einen Verlag wenden sollte. Ich sammelte und lernte, brachte mir z. B. auch selbst bei, wie man ein Exposé schreibt usw. Erst dann legte ich los und schrieb nach und nach einige Verlage an. Das ewige Warten auf eine Antwort, wenn sie denn überhaupt mal kam, zermürbte mich allerdings auf die Dauer und ich war kurz davor, die Sache wieder aufzugeben, um weiterhin nur für mich und vielleicht ein paar Freundinnen zu schreiben. Ganz aufzuhören, wäre aber nicht infrage gekommen, denn das Schreiben macht mich einfach glücklich und füllt mich aus. Dann “traf” ich im Netz eher zufällig auf die amerikanische Liebesromanautorin Connie Mason und wir freundeten uns virtuell ein bisschen an. Von ihr kam der dringende Rat, mir eine Agentur zu suchen. Eher durch Zufall stieß ich schon kurz darauf auf den Namen meiner jetzigen Agentur Interpill Media, die auch noch hier in meiner Heimatstadt Hamburg ansässig ist. Ich schrieb einen Brief, schickte ein Exposé und eine Leseprobe meines Romans “Bernsteinsommer” mit. Schon wenige Tage später wurde ich angerufen. Ingo Stein, der Inhaber von Interpill Media, war sofort überzeugt von meiner Arbeit und außerdem der festen Meinung, dass ich bei MIRA genau richtig untergebracht wäre. Kurz darauf unterschrieb ich tatsächlich den Vertrag und konnte mein Glück kaum fassen. (Und dies war jetzt die Kurzversion! Bis auf das glückliche Ende, hat sich die gesamte Entwicklung nämlich über viele Jahre hingezogen.)

 

Ich denke, du fühlst dich jetzt bei MIRA sehr wohl. Hast du je mit dem Gedanken gespielt, dich in die Riege der Selfpublisher einzureihen? Eventuell ja mit einem abweichenden Genre?

 

Nein, bisher noch nicht. Ehrlich gesagt, wüsste ich auch gar nicht, wie ich das zeitlich hinbekommen sollte. Und ja, ich fühle mich bei MIRA tatsächlich sehr wohl! Allein, wenn ich sehe, wie viel Mühe sich der Verlag mit der Gestaltung meiner Cover gibt, bin ich schon glücklich. Dieses spezielle Design haben sie extra für mich entwickelt. Ich liebe alle meine Cover! Ich finde, sie haben einen sehr hohen Wiedererkennungswert, aber das nur nebenbei.

Ein abweichendes Genre ist aber trotzdem immer ein Thema. Im Augenblick rennen mir die Ideen sozusagen nach. Auf der einen Seite ist das ganz wunderbar, auf der anderen Seite kostet das jede Menge Nerven. ;)

 

Deine Romane enthalten immer einen kleinen Krimi- oder zumindest sehr dramatischen Teil, was mir persönlich sehr gut gefällt. Ich finde, das hebt dich von anderen Autoren des Genres ab. Ist dir genau das ein Bedürfnis und wirst du deiner Linie in der Hinsicht treu bleiben?

 

Nicht nur als Autorin, sondern auch als Leserin, finde ich die “normalen” Liebesromane oft sogar ein wenig eintönig. Es lief (fast) immer nach einem bestimmten Muster ab: Mann und Frau treffen aufeinander, sie verlieben sich, Oh Gott, Intrige! – kurze Trennung, und schwupps dann kommt das Happy End. Ich mag es hingegen sehr viel mehr, wenn Spannungselemente die Handlung auflockern, vielleicht sogar Nebenstränge zur Liebesgeschichte ablaufen, die dann aber wieder auf eine gewisse Art und Weise mit ihr in Verbindung stehen und sich am Ende der Kreis schließen kann. Ich würde also stets für diese Elemente in meinen Romanen kämpfen und habe es auch schon getan, denn ich glaube, dass sie meinen persönlichen Stil ausmachen. Manchmal kann es sehr anstrengend sein, die Genre-Schubladen in Deutschland nicht zu sprengen, falls du weißt, was ich meine. Die Briten, aber besonders die Amerikaner gehen grundsätzlich viel lockerer damit um.

 

Darf man eventuell sogar mal mit einem Krimi von dir rechnen? Wenn ich dein privates Umfeld bedenke, dürfte es an Inspiration da ebenfalls nicht fehlen. Und MIRA verlegt ja auch erfolgreich Krimis, wenn man sich zum Beispiel die Zucker-Reihe von Laura Wulff ansieht.

 

Meine liebe Kerstin, du weißt natürlich ganz genau, dass Autoren selten bis nie über ihre geheimsten Pläne reden. Nur so viel: Bereits seit meinem ersten Buch werde ich immer wieder gefragt, ob ich nicht endlich mal einen Krimi, evtl. auch speziell für Frauen, schreiben möchte. Durch meinen Mann, den Kriminalisten, habe ich tatsächlich jede Menge Recherche-Möglichkeiten, die ich natürlich auch schon ausgenutzt habe. Also – wer weiß schon, was die Zukunft bringt.

 

Dein erstes Buch habe ich leider noch nicht ganz geschafft zu lesen, aber von den anderen ist bisher “Sophies Melodie” mein absoluter Liebling. Ich weiß, es ist wie die Frage nach dem Lieblingskind, die ein Autor fast unmöglich beantworten kann. Aber hast du vielleicht auch einen Favoriten unter deinen Büchern?

 

Eigentlich ist immer mein aktuelles Buch mein Favorit. Das liegt, denke ich, in der Natur der Sache. Man geht ja gerade sehr in der Geschichte auf, lebt, leidet und liebt mit seinen Charakteren.

Wenn ich aber sagen müsste, ob ich zu einem meiner Bücher eine ganz spezielle Beziehung habe, dann müsste ich wohl “Eine Spur von Lavendel” nennen und zwar aus vielerlei Gründen. Das Manuskript war eines meiner ersten. Ich habe insgesamt volle zehn Jahre immer wieder daran geschrieben, bis ich einigermaßen zufrieden war und habe es dann trotzdem noch einmal vollkommen überarbeitet, bevor es endlich erschien. Man könnte sagen, der Roman ist ganz klar ein echtes Herzensprojekt. Es gibt auch persönliche Gründe, warum das so ist, aber die behalte ich natürlich für mich.

 

Bleiben wir gleich beim Thema. Wer ist dein liebster Held in deinen Büchern? Und welche weibliche Figur hat dein Herz am meisten bezaubert?

 

Ein Lieblingsheld? Halleluja! Das ist für mich wohl die Frage, die am schwierigsten zu beantworten ist. Wer meine Romane kennt, weiß, dass ich mit meinen Kerlen immer ganz speziell umgehe. Im Grunde liebe ich sie alle auf ihre Weise. Sie sind so unterschiedlich und das ist mir auch äußerst wichtig. Jeder von ihnen hat seine besonderen Ecken und Kanten. Auch das gehört für mich unbedingt dazu, denn so wirken sie menschlicher, normaler und man kann sich viel besser in sie hineinfühlen. Ein attraktiver Mann ist einfach nur ein attraktiver Mann, doch ein Mann mit einer Vergangenheit und den entsprechenden Erfahrungen, die ihn geprägt und beeinflusst haben, zeigt Charakter – und ja, auch die Charakterschwächen gehören für mich dazu. Ich muss etwas zugeben: Über meine Helden könnte ich stundenlang referieren, über jeden einzelnen!

Aber wenn du schon Constantin Afra aus “Sophies Melodie” ansprichst, liebe Kerstin, dieser Mann hat mich einige schlaflose Nächte und jede Menge Nerven gekostet! Er war unglaublich anstrengend, der Gute. ;)

Habe ich eine Lieblingsheldin?

Diese Frage müsste ich eigentlich ähnlich beantworten wie die Frage nach einem Lieblingshelden. Mir war immer wichtig, dass sie eine erkennbar eigene und ernstzunehmende Persönlichkeit hat. Es muss vor allem von Anfang an klar sein, dass allein sie die Frau für diesen einen Mann ist. Die Bezeichnung “Heldin” nehme ich in meinen Romanen meist wörtlich, denn im Grunde sind es die Heldinnen, die ihren Mann retten, glücklich machen, sein Leben wieder ins Reine bringen. Klar, auf den ersten Blick sieht das oft genau andersherum aus. Der Held rettet die Heldin vielleicht aus Gefahren, klärt Dinge auf, löst Rätsel, oder was auch immer, doch meine Heldin rettet ihn in jeder erdenklichen Weise. Ich mag starke Frauen, denen man vielleicht nicht immer sofort ansieht, wie stark sie tatsächlich sind. Ja, ich liebe auch alle meine Heldinnen, aber Luisa Milchert aus “Der Holundergarten” hat mich völlig verzaubert, das muss ich zugeben. Sicher, sie ist reizend, süß, lustig, herrlich romantisch veranlagt und sehr emotional, dennoch ist sie wohl auch die stärkste Heldin, die ich bisher erschaffen habe. Unerschütterlich hält sie an ihrer Liebe, an diesem außerordentlichen Mann fest. Sie macht diese Liebe nicht ein einziges Mal davon abhängig, ob sie erwidert wird. Luisa hat mich in jeder Weise beeindruckt, gerührt und zutiefst berührt. Als ich das Manuskript abgeben musste, habe ich stundenlang geheult.

 

Im ersten Buch der Lunau-Reihe hast du dem Arzt Kjell Loewenthal den süßen Hund Sigmund Freud, genannt Siggi, an die Seite gestellt. Ich habe eine große Tierliebe aus deinen Zeilen herausgelesen. Hast du selbst auch einen vierbeinigen Mitbewohner?

 

Ich liebe Tiere sehr. Mein Sohn Lennart besitzt zwei entzückende und wunderschöne Huskys. Ihnen und dem vor Jahren verstorbenen, und ebenfalls sehr geliebten, Schäferhund meiner besten Freundin ist “Wilder Wacholder” gewidmet. Das kann man vorne im Buch lesen. Ich selbst habe schon lange keinen eigenen Vierbeiner mehr. Mein Mann und ich besitzen ein großes Aquarium, das muss jetzt reichen. Vor vielen Jahren besaß ich einen riesigen Karthäuser-Kater, den ich über alles geliebt habe. Nachdem er wegen einer Krankheit eingeschläfert werden musste, brach bei mir eine schwere Katzenhaar-Allergie aus. Damit war das Thema Lieblingstier leider vom Tisch.

 

Da es ja drei Musketiere in Lunau gab, steht als Held für den dritten Band wohl schon Philip fest. Wann dürfen denn die Leser mit seiner Geschichte rechnen? Darf man hoffen, dass es noch weitere Lunau-Romane geben wird, oder kehrst du der Lüneburger Heide danach erst mal den Rücken? Wahrscheinlich ein Geheimnis, das du noch nicht ausplaudern darfst ?

 

Ja, Philip Freiherr von Hoven (ein toller Name, oder?) wird der Held im dritten Lunau-Roman sein. An seiner Geschichte schreibe ich gerade. Im Mai werde ich das Manuskript abgeben. Der Roman wird dann Mitte November, offizieller Termin ist der 1. Dezember, erscheinen.

Diese drei Kerle sind so unterschiedlich, wie man es sich nur vorstellen kann, aber praktisch schon ihr ganzes Leben lang die besten Freunde. Es ist eine wahre Freude, sie im dritten Buch wieder zusammenzubringen. Philip und seine Heldin (mehr verrate ich noch nicht) machen mir jede Menge Spaß und ich genieße auch die Szenen, in denen die anderen beiden Paare vorkommen. Auch ich fühle mich in Lunau sehr, sehr wohl. Ob es allerdings noch mehr Geschichten geben wird, die dort spielen, hängt vor allem davon ab, ob die Leser dies wollen (und fordern! ;) ).

 

Auf den Büchern steht in deiner Vita immer, dass dich Autorinnen wie Nora Roberts oder auch Julia Quinn zum Schreiben inspiriert haben. Gibt es auch Namen, die es erst später auf den Markt geschafft haben, die du in deinem Bücherregal nicht mehr missen möchtest?

 

Ich liebe die Vampir-Reihe von Lara Adrian und die außerordentlich kreativen Romane von Gena Showalter, obwohl paranormale Romane eigentlich so gar nicht meins sind und ich auch nicht den Wunsch verspüre, selber welche zu schreiben.

Ich mag auch die typisch amerikanischen Thriller von Sandra Brown sehr. Ehrlich gesagt, seit ich selbst veröffentliche, lese ich kaum noch die Bücher von Nora Roberts. Die letzten beiden habe ich sogar abgebrochen. Keine Ahnung, warum sie mich nicht mehr fesseln konnten. Vor einigen Jahren, habe ich ihre Romane regelrecht verschlungen. Ich denke, alles hat seine Zeit. Julia Quinn hingegen bringt mich noch immer zum Lachen. Sie hat wirklich einen wunderbaren Humor.

 

Sind deine Figuren völlig frei erfunden oder bedienst du dich auch schon mal an Eigenschaften von Freunden oder Bekannten?

 

Die Charaktere und ihre persönlichen Hintergründe, Vergangenheiten etc. sind allesamt frei erfunden.

Dennoch, habe ich mal gesagt, dass jeder meiner Helden auf die eine oder andere Weise mit meinem wunderbaren Mann zu tun hat. Das wird wohl auch immer so bleiben. Manchmal ist es nur eine wirklich klitzekleine Kleinigkeit, ein spezieller Blick, ein besonderes Lächeln, oder die Art mit Menschen, seinem Beruf und natürlich mit mir umzugehen. Manchmal ist es etwas ausgeprägter. Eine Charaktereigenschaft, eine Verwundung, eine Schwäche, eine besondere Stärke usw. Was es bei dem jeweiligen Helden genau ist, bleibt natürlich mein Geheimnis.

 

Bei der LoveLetter Convention in Berlin bist du mittlerweile eine feste Größe und auch dieses Jahr im Mai bei der 4. Ausgabe wieder dabei. Worauf freust du dich besonders?

 

Einfach auf alles! Vor allem auf den direkten Austausch mit den Lesern, aber auch auf die Gespräche mit den anderen Autoren. Mit den Jahren haben sich durch die LLC sogar einige Freundschaften ergeben. Das ist eine Veranstaltung, die einfach großartig für alle Beteiligten ist. Die neue Location ist fantastisch. Wir können nur hoffen, dass das Wetter wieder so toll mitspielt wie im vergangenen Jahr. Ich freue mich so sehr darauf! Und übrigens, wer die Lunau-Romane mag, sollte in diesem Jahr unbedingt meinen Beitrag im Veranstaltungskatalog lesen! ;)

 

Du bist auch Mitglied der Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren (DeLiA). Was für Vorteile bringt dir persönlich diese Mitgliedschaft, hat es dir beim Schreiben geholfen? Würdest du angehenden Autoren (es muss wohl zumindest ein Buch bei einem Verlag veröffentlicht worden sein) zu einem Beitritt raten?

 

Die Vorteile liegen vor allem im persönlichen Austausch mit Kollegen und Kolleginnen. Es gibt DeLiAs und DeLiAner, die spezielle Schwerpunkte haben, das kann schon mal bei Recherchefragen helfen. Auch in anderen Bereichen wird sich gerne gegenseitig geholfen. Man darf nicht vergessen, wir sind ja auch selbstständig. Da kommen manchmal auch Fragen auf, die nicht unbedingt etwas mit dem Schreiben an sich zu tun haben. Überdies bin ich wirklich sehr stolz darauf, eine DeLiA zu sein. Das mag komisch klingen, aber so empfinde ich das. Die Frage, ob ich zu einem Beitritt raten würde, kann ich eigentlich nicht beantworten, denn das muss jeder Autor, jede Autorin für sich entscheiden. Ich kenne auch Autoren, die bewusst keiner Vereinigung beitreten wollen.

 

Eine Frage, die ich immer wieder gern stelle: Was liegt momentan (in Buchform) auf deinem Nachttisch? Oder liest du gar nicht ?fremd?, wenn du mitten in einem intensiven Schreibprozess steckst?

 

Solange ich so intensiv schreibe wie jetzt, lese ich tatsächlich so gut wie gar nicht.

Auf meinem Nachttisch liegt ohnehin niemals ein Buch. Im Bett habe ich nämlich noch nie gelesen. Das ist mir schlicht zu unbequem. Wenn ich aber lese, dann stundenlang und ziemlich exzessiv. Das heißt, ich setze mich in meinen Lieblingssessel und stehe da nur nochmal kurz auf, um z. B. neuen Kaffee zu holen. Das nächste Buch, das ich lesen möchte, ist “Hinter den Spiegeln” von Ulrike Schweikert, einfach weil ich Wien sehr mag und der Roman dort spielt. Natürlich steht auch der dritte Zucker-Krimi von Laura Wulff bereits auf meiner Wunschliste. Doch erst einmal wird mein dritter Lunau-Roman fertig geschrieben. Dann gönne ich mir eine kleine Pause.

 

Liebe Susanne, ganz herzlichen Dank für die Beantwortung der Fragen, deine Zeit und Geduld. Damit hast du meinen Lesern und mir eine große Freude bereitet.

 

Liebe Kerstin, für dich immer wieder gerne! Ich bedanke mich von Herzen für dein Interesse an meiner Arbeit!

blogtourgewinnspiel

Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen. Schreibt mir doch als Kommentar, wie euch das Interview mit Susanne gefallen hat und ob ihr Neues über sie darin erfahren habt, und schon landet ihr im Lostopf.

Je mehr Blogs ihr während der Tour besucht und kommentiert, desto mehr Lose könnt ihr sammeln. Also ran an die Tasten. Teilnehmen könnt ihr bis zum 08. März 2015 um Mitternacht und am 09. März wird dann ausgelost. Viel Glück dabei!

Gewinnspielbedingungen:
Teilnahme ab 18 Jahren. Keine Barauszahlung des Gewinns. Kein Ersatz beim Verlust auf dem Postweg. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet und anschließend wieder gelöscht.

Morgen könnt ihr übrigens bei Claudia leckere Rezepte mit Holunder entdecken und zum Schluss gibt es bei Britt ein Interview mit dem Mira Verlag. Also schaut gern vorbei! Eure Kerstin!

Kerstin at Freitag, März 6th, 2015 | Filed under: Allgemein,Gewinnspiel,Liebesroman,Schomann, Susanne | RSS 2.0 | TB | 5 Comments

K-haus024Das neue Jahr ist nun schon wieder ein paar Tage alt, und ich hoffe alle, die sich ab und an auf diese Seite verirren, sind gesund und munter in dieses gestartet. Ich habe mir eine kleine, dringend benötigte Auszeit genommen, aber nun ist es an der Zeit, mal auf mein Lesejahr 2014 zurückzublicken.

Eines vorab: Ich erfasse meine gelesenen Bücher seit 2005 und ich habe mit 65 gelesenen Büchern in 2014 zwar nicht die geringste Anzahl an Büchern zu verzeichnen, mit nur 17.797 jedoch die mit Abstand geringste Seitenanzahl. Das hängt u. a. mit der vor allem im ersten Halbjahr enorm gestiegenen Arbeitsbelastung zusammen. Das ärgert mich schon ein wenig, und so ist es eins meiner Ziele, mir in diesem Jahr mehr Lesezeit zu verschaffen. Auffällig war jedoch, dass meine Bücherregale quasi keine Entlastung erfahren haben, ein Grund, mir die gelesenen Titel mal im Einzelnen näher anzusehen.

Von den 65 Büchern waren 29 Rezensionsexemplare, 14 von verschiedenen Verlagen, 15 direkt vom Autor.

Weitere 15 Bücher habe ich sehr intensiv gelesen, weil ich sie lektoriert bzw. korrigiert habe. Eigentlich sind es hier sogar zwei mehr, die ich aber bereits früher schon einmal gelesen habe, da es sich um eine Neuauflage handelt. Da es sich hier um Arbeit handelt, müsste ich diese Bücher eigentlich noch abziehen und hätte somit nur 50 Bücher ganz entspannt gelesen in 2014.

Tatsächlich gekaufte Bücher waren es wahrscheinlich eine ganze Menge, ich möchte da gar nicht an unzählige E-Books denken. Allein im Dezember und Anfang Januar sind da 21 zusammengekommen. Zum Glück halte ich die Eingänge nicht schriftlich fest. Smiley Gelesen habe ich davon allerdings nur 13 Stück. Diese setzen sich aus 5 Hardcovern, 2 Taschenbüchern und 6 Kurzromanen im E-Book-Format zusammen.

Zu guter Letzt habe ich noch 8 Bücher gelesen, die ich bei Gewinnspielen gewonnen, eingetauscht bzw. aus der Bibliothek (nur 1!, schade um die Bibliotheksgebühr) ausgeliehen habe.

Bei fast allen aufgeführten Büchern handelt es sich um Neuerscheinungen des Jahres 2014. Es ist also kein Wunder, dass in meinen Regalen keine Lücken entstanden sind. Das muss nun in 2015 definitiv anders werden. Mein großes Ziel ist, endlich mal den SUB anzugehen, vielleicht auch einiges auszusortieren, was ich eh nie mehr lesen werde, denn die Lebens- und damit Lesezeit nimmt stetig ab. Ja, auch darüber mache ich mir langsam Gedanken. Eine erneute Zählung meiner Büchersammlung habe ich noch nicht vorgenommen, aber irgendwann in diesem Jahr steht das auch an.

Challenge an mich also: Mindestens ein Buch im Monat, das schon länger als 1 Jahr in meinem SUB schlummert. Weniger Rezi-Exemplare annehmen, mehr Lesezeit organisieren (auch wenn das heißt, dass ich auf einige Serien werde verzichten müssen).

Anfang 2016 werde ich an dieser Stelle berichten, ob ich Erfolg hatte.

Kerstin at Montag, Januar 5th, 2015 | Filed under: Allgemein | RSS 2.0 | TB | No Comments
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