Kerstins Bücherreich

„Der Bücherwurm liest sogar die Bücher, die er rezensiert.“ Gabriel Laub (1928-98)

Category: All Age/Jugend

 

Autor:

Caleb Roehrig
Verlag: cbj
ISBN-10: 3570173348
Klappenbroschur: 414 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Gelungenes Debüt – jedoch ohne große Überraschungen

Zum Inhalt:

Flynn ist wie vor den Kopf gestoßen, als am Vorabend von Halloween die Polizei vor seinem Haus steht und ihm mitteilt, dass seine Freundin January als vermisst gilt. Seit sie durch die Neuverheiratung ihrer Mutter die Schule wechseln musste, hatten sie nur noch wenig Kontakt und ihr letztes Zusammentreffen endete im Streit. Denn obwohl er January sehr mag, gehen seine Gefühle in eine andere Richtung, was er jedoch weder seiner Umgebung noch sich selbst eingestehen will.

Flynn kann Januarys Verschwinden jedoch nicht einfach so hinnehmen und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei lernt er Seiten seiner (Ex)-Freundin kennen, die er nie für möglich gehalten hätte. Dass sie Opfer eines Verbrechens wurde, wird zunehmend wahrscheinlicher. Schließlich gerät Flynn selbst in Lebensgefahr, als er dem Täter zu nahe kommt, der inzwischen erneut zugeschlagen hat.

Meine Meinung:

Caleb Roehrigs Debütroman ist ein solider Jugendthriller, der durchaus gut zu unterhalten weiß, aber schlussendlich keine wirklich großen Überraschungen bietet.

Die Story insgesamt und auch Flynns „Problem“ sind nicht neu, aber der Autor erzählt die Geschichte mit viel Herzblut und Einfühlungsvermögen. Obwohl es anfangs ein paar mehr mögliche Verdächtige gibt, die mit Januarys Verschwinden zu tun haben könnten, findet sich dann doch recht schnell der wahre Täter. Hier hätten mir ein paar mehr Umwege und Fallstricke gefallen.

Warum Fynn in seinen Ermittlungen hier eher Erfolg hat als die Profis – sprich Polizei – erschließt sich mir nicht. Dennoch bleibt die Spannung aufgrund einiger Cliffhanger auf einem hohen Niveau und es fällt leicht, am Buch dranzubleiben. Gegen Ende geht es auch richtig zur Sache, da braucht es beim jugendlichen Leser schon etwas Nervenstärke.

Die Aufklärung zu Januarys Verschwinden erfolgt erst ganz am Ende, gestaltet sich jedoch genau so, wie ich sie mir bereits am Anfang ausgemalt hatte und von daher wenig überraschend. Wahrscheinlich bin ich für diese Art Jugendthriller dann doch schon ein wenig zu alt bzw. zu thrilleraffin. Der Zielgruppe – Lesern ab vierzehn Jahren – wird jedoch durchaus spannende Unterhaltung geboten. Der Roman punktet mit einer sympathischen Hauptfigur, die altersentsprechend, also auch schon mal recht naiv, handelt, aber mutig seinen Weg geht.

Daher kann ich „Niemand wird sie finden“ uneingeschränkt dem jugendlichen Thriller-Einsteiger empfehlen.

Ich danke dem cbj-Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplares.

Kerstin at Sonntag, Juni 11th, 2017 | Filed under: All Age/Jugend,Roehrig, Caleb,Thriller/Krimi | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Janet Clark
Verlag: cbj
ISBN-10: 3570173666
Gebundene Ausgabe 391 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Indianerlegenden und erste Liebe – Auftakt gelungen

Zum Inhalt:

Die großen Ferien stehen vor der Tür, worauf sich die 16-jährige Josie aber nicht wirklich freuen kann, denn das bedeutet für sie nur wieder viel Arbeit auf der familieneigenen Pferde-Ranch. Doch dann begegnet sie Ray, dessen grüne Augen ihr fortan nicht mehr aus dem Kopf gehen. Als er auch noch als Hilfsarbeiter auf der Ranch anheuert, spielen ihre Gefühle völlig verrückt. Doch bald schon geschehen auf der Ranch und auch in Angels Keep, wo ihre Freunde leben, mysteriöse Ereignisse, wofür es scheinbar keine Erklärung gibt. Nie hätte Josie geahnt, was für ein aufregender Sommer vor ihr liegt …

Meine Meinung:

„Ewig dein“ ist mein erstes Jugendbuch von Janet Clark und der Auftakt einer spannenden Dilogie mit Mystery-Elementen. Dass es mit der Geschichte weitergeht, empfinde ich auch als unbedingt notwendig, denn zu viele Fragen bleiben am Ende offen.

Ich-Erzählerin Josie berichtet rückblickend über die Ereignisse des Sommers und spricht dabei den Leser öfter mal direkt an. Das ist anfangs etwas eigenartig, aber man gewöhnt sich schnell daran. Josie ist ein nettes Mädchen, das sich viel für die Familie und ihre Freunde einsetzt. Sie war mir direkt sympathisch. Der geheimnisvolle Ray hat natürlich ebenfalls seine Stärken. Auch wenn seine Gefühlslage nicht ganz so präsent ist, taugt er dennoch als Liebesromanheld. Die Nebenfiguren wie Freunde, Bruder sowie Vater von Josie sind gut charakterisiert und entwickeln sich während der Geschichte weiter.

Als altes Pferdemädchen hat mich natürlich auch das Setting – der Roman spielt die meiste Zeit auf der Pferderanch – begeistert. Wer jetzt aber eine seichte Liebesgeschichte mit Pferden erwartet, liegt falsch. Durch die Einbeziehung der im angrenzenden Reservat lebenden Yowama (ein Indianerstamm, auch Greenies genannt) bringt die Autorin jede Menge Geheimnisvolles, sprich Mythen und Legenden ins Spiel, was dem Roman eine große Spannung und Sogwirkung verleiht. Dazu trägt auch der flüssige und sehr angenehm zu lesende Schreibstil bei.

Das Einzige, was mich ein wenig gestört hat, ist der Beginn der Liebesgeschichte. Gerade zu Anfang haben Josie und Ray nicht wirklich viel miteinander zu tun und bumm sind die großen, unsterblichen Gefühle da. Woher diese kommen, bleibt im Dunkeln. Da es eines der Hauptthemen ist, gibt es hierfür leider einen Punkt Abzug.

Auf Josies Dilemma näher einzugehen, würde zu viel verraten, nur so viel, sie hat wirklich keine leichte Entscheidung zu treffen. Was den Thrill-Teil anbelangt, so legt die Autorin verschiedene Spuren und bietet auch überraschende Wendungen. Dennoch bleibt, wie schon gesagt, so einiges offen und ich bin wirklich sehr gespannt, worauf das Ganze noch hinauslaufen und wie die Zukunft von Josie und Ray aussehen wird. Daher hoffe ich auch, dass Band 2 nicht zu lange auf sich warten lässt.

Ich danke dem cbj-Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplares.

Kerstin at Montag, Mai 15th, 2017 | Filed under: Abenteuer,All Age/Jugend,Clark, Janet,Fantasy/Paranormal,Thriller/Krimi | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Anna Pfeffer
Verlag: cbj Verlag
ISBN-10: 3570174069
Gebundene Ausgabe 250 Seiten
Persönliche
Wertung:
,5

 

Zauberhafter Mädchenroman, erste Liebe inbegriffen

Zum Inhalt:

Flo leidet unter der von ihr so bezeichneten Flolitis, einer Art Black-out, der sie immer überkommt, wenn sie vor der Klasse sprechen soll bzw. eine schlagfertige Antwort auf einen fiesen Kommentar gefragt ist. Zum Glück sind da ihre Freundinnen Anouk und Julia. Als sie aber erfährt, dass Anouk Ben geküsst haben soll, für den sie schon seit Jahren heimlich schwärmt, wird die Freundschaft auf eine harte Probe gestellt. Flo schreibt sich ihren Frust auf einer Kummerkastenseite von der Seele. Unbeabsichtigt landet die entsprechende Mail im Netz, wird alsbald in der Schule verbreitet und ein Shitstorm bricht erst über Anouk, in deren Namen die Nachricht verfasst war, und schließlich über Flo selbst herein. Das einzig Positive daran – Ben schenkt ihr plötzlich Aufmerksamkeit und will sie sogar im Team der Schülerzeitung.

Meine Meinung:

Das zweite Jugendbuch von Anna Pfeffer, zwei Autorinnen, die auch unter Rose Snow sehr schöne Liebes- und Fantasyromane schreiben, war für mich ebenso ein Muss wie ihre erste Veröffentlichung im Genre – „Für dich soll’s tausend Tode regnen“. Die Zielgruppe sind hier eindeutig weibliche Teenager ab ca. 12 Jahre. So dreht sich im Roman auch hauptsächlich alles um den Schulalltag, die Sorgen und Nöte der jungen Mädchen, Freundschaften und natürlich die erste Liebe.

Auch wenn ich schon ein wenig älter bin, habe ich mich sofort in der Zeit zurückkatapultiert gefühlt. Eine Zeit, in der der große Schwarm zwischen Popstar und Klassenkameraden, Nachbarjungs oder Typen aus der Oberstufe beinahe wöchentlich wechselt. Wenn das Herz wild pocht, weil ER ihr einen Blick schenkt. Den Autorinnen gelingt es wunderbar, sich in die schüchterne Flo hineinzudenken, der im entscheidenden Augenblick stets die Worte fehlen. Besonders die in Klammern gehaltenen gedanklichen Kommentare sind oft zum Brüllen komisch.

Es werden aber auch ernste Themen angesprochen wie Umweltschutz und vor allem Cybermobbing, wobei Letzteres sogar noch ein weniger heftiger kritisiert hätte werden können. Denn was die Betroffenen hier teilweise erleben, könnte bei weniger standfesten Personen viel schlimmere Auswirkungen haben.

Alles in allem ist das Buch aber ein Plädoyer an die Freundschaft, um die es sich immer zu kämpfen lohnt. Man begleitet die Mädchen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden und verzeiht alle Fehler, die sie dabei begehen. Das Ende ist hochromantisch und verleitete selbst mich als Ü40-Leserin zu einem Seufzer. Für Teenager eine unbedingte Leseempfehlung.

Ich danke dem cbj-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin at Donnerstag, April 13th, 2017 | Filed under: All Age/Jugend,Pfeffer, Anna | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Kate Lynn Mason
Verlag: feelings
ASIN: B01MFBWSV7
E-Book: 308 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Rückkehr nach Connemara

Zum Inhalt:

Vor drei Jahren floh Ashley Brennan Hals über Kopf aus ihrer Heimat Connemara und begann in Dublin ein Studium. Ihr damaliger Freund und große Liebe Logan Savage hatte sie zutiefst enttäuscht und auch eine Entzweiung mit ihrem Vater verursacht. Dieser braucht nach einer schweren Krankheit nun Schonung und so bittet Ashleys Zwillingsschwester Skye sie, nach Hause zu kommen, um im familieneigenen B&B mitzuhelfen. Mit unguten Gefühlen kehrt sie heim und steht direkt dem Mann gegenüber, den sie nie mehr wiedersehen wollte. Logan Savage. Und es kommt noch schlimmer. Er ist jetzt der Mann an Skyes Seite. Wie soll sie damit umgehen, wenn ihr Herz in seiner Gegenwart auch nach drei Jahren noch immer verrücktspielt?

Meine Meinung:

Die für ihre stets bezaubernden Settings bekannte Autorin Kate Sunday entführt den Leser dieses Mal mit einer New Adult Romance und unter dem Pseudonym Kate Lynn Mason ins wunderschöne Irland, speziell in den Westen der Insel nach Connemara in der Grafschaft Galway. Bereits das Cover bietet dafür den passenden Anreiz. Und es gelingt der Autorin auch ein weiteres Mal, den Schauplatz absolut lebendig zu gestalten. Die windumtosten Küsten, grünen Landschaften, Schafe, die die kleinen Straßen kreuzen sowie heimelige Cottages entstehen äußerst bildhaft vor den Augen der Leser.

Die Geschichte wird aus Sicht von Ashley erzählt und wechselt ab und an in die Vergangenheit vor drei Jahren, um so Stück für Stück zu enthüllen, was damals Schlimmes passiert ist. Diese Wechsel halten die Spannung recht lang aufrecht. Der Bezug nur auf Ashley hatte sowohl Vor- als auch Nachteile. Einerseits kann man ihre Gefühlswelt dadurch natürlich unheimlich gut nachvollziehen, obwohl ihre Gedanken dermaßen um Logan kreisen, dass es nach einer Weile und vielen ähnlichen Begegnungen auch ein wenig nervt. Ich hätte mir gewünscht, auch mal etwas aus Sicht von Logan zu lesen. Der Bad Boy wird zwar heiß beschrieben, aber so richtig nah bin ich ihm nicht gekommen.

Insgesamt blieb das Ganze auch recht vorhersehbar, ein paar mehr Konflikte bzw. überraschende Wendungen hätten mir gefallen. Auch löste sich das doch recht komplizierte Beziehungskonstrukt für meinen Geschmack ein wenig zu einfach und auch schnell auf. Das soll es aber auch an Kritik gewesen sein.

Der wirklich sehr einnehmende Schreibstil der Autorin, der Emotionen unheimlich gut übermitteln kann, reißt sehr viel wieder raus. Man spürt das Prickeln zwischen den Protagonisten auf jeder Seite und es liegt stets Sex in der Luft, obwohl das Buch fast ohne sexuelle Handlungen auskommt.

Die Nebenfiguren, wenn auch aufgrund der Kürze des Romans nicht ganz so detailliert ausgearbeitet, sind sehr interessant und vielversprechend. Hier bietet sich doch einiges Potenzial für Folgegeschichten, denn ich würde gern lesen, wie auch Skye oder Ashs Freundin Tara ihr Glück finden. Und Maire als gute Seele des Hauses ist sowieso eine besondere Perle. Ich mochte auch die irischen Einschübe von ihrer Seite sehr gern.

Insgesamt war dieser „Heartbreaker“ eine sehr schön zu lesende Liebesgeschichte für zwischendurch, die mit einem zauberhaften Setting und erfrischenden Charakteren aufwarten kann.

Ich danke Droemer Knaur bzw. feelings herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin at Sonntag, April 9th, 2017 | Filed under: All Age/Jugend,Frauen,Liebesroman,Mason, Kate Lynn | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Veronica Roth
Verlag: cbt
ISBN-10: 3570164985
Gebundene Ausgabe 604 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Düsterer Kampf ums Überleben in ferner Galaxie

Zum Inhalt:

Der Hohe Rat der Neun regiert über die neun Planeten einer fernen Galaxie. Dabei wird der Eisplanet Thuvhe von zwei Völkern bewohnt. Den friedliebenden Thuvhesi und den stets gewaltbereiten Shotet. Ausgewählte Menschen verfügen über besondere Lebensgaben, die ihr Schicksal bestimmen. Dieses Schicksal, auch durch verschiedene Orakel vorhergesagt, scheint unabänderbar. Dies will der tyrannische Herrscher von Shotet, Ryzek, jedoch nicht wahrhaben. Indem er die Brüder der Familie Kereseth, die Thuvhesi Akos und Eijeh, entführen und ihren Vater töten lässt, will er mithilfe ihrer Lebensgaben sein Schicksal beeinflussen.

In der Gefangenschaft trifft Akos schließlich auf Cyra, die Schwester von Ryzek. Diese hat die schreckliche Lebensgabe, ständig unter Schmerzen zu leiden und diese auch auf andere übertragen zu können. Dadurch wurde sie zum Mittel der Folter für ihren gewaltbereiten Bruder. Akos kann mit seiner Gabe ihre Schmerzen lindern und die beiden kommen sich näher. Vorrangig ist Akos jedoch daran interessiert, gemeinsam mit seinem Bruder in die Heimat zurückzukehren. Dabei wird entscheidend sein, ob er in Cyra eine Verbündete oder Gegnerin findet.

Meine Meinung:

Ich muss zugeben, ich habe für den neuen Roman von Veronica Roth wieder überdurchschnittlich lang gebraucht, was trotz Zeitmangel ein Zeichen dafür ist, dass er mich nicht unbedingt durchgehend zu fesseln wusste. Zuerst einmal liegt das wohl an dem extrem komplexen Weltenmodell, das die Autorin hier geschaffen hat. Bis hin zu Maßeinheiten wimmelt es quasi von fremdartigen, teilweise schwer über die Lippen gehenden Begriffen, die auch nicht alle im anhängenden Glossar erklärt werden. Da muss man als Leser erst mal seinen Platz finden, sich quasi eingewöhnen.

An kreativen Ideen fehlt es dabei nicht und die Ausgangsstory ist durchaus interessant. Da es sich im Buch überwiegend um Schmerz und Kampf dreht, liegt über dem Ganzen eine etwas düstere Grundstimmung. Die Charaktere sind bis zu den Nebenfiguren großartig ausgearbeitet. Beide Hauptfiguren konnten mein Herz gewinnen, wobei Cyra als Ich-Erzählerin einem noch etwas näher kommt. Sie ist es auch, die die größte Entwicklung durchmacht. Zwar ist sie von Beginn an mutig und trägt ihr schreckliches Schicksal nahezu klaglos, jedoch erst durch Akos ist sie in der Lage, dagegen zu rebellieren. Auch dieser wächst mit der Zeit über sich hinaus und versucht das Beste aus seiner Lage zu machen. Die Annäherung der beiden geht ganz zaghaft, fast schleichend vonstatten, was ich sehr schön fand. Hier hat die Autorin genau das richtige Maß gefunden.

Was Schmerz, Folter und Opfer angeht, darf man nicht zimperlich sein, hier wird aus den Vollen geschöpft. Ein wenig hat mir gefehlt, dass man vom titelgebenden Rat der Neun so gut wie gar nichts erfährt. Zwischenzeitlich hätte auch ein wenig Straffung dem Buch sicher ganz gut getan, es passiert nicht wirklich viel in der ersten Hälfte, aber auf den letzten 200 Seiten nimmt die Handlung dann Fahrt auf und es geht quasi Schlag auf Schlag. Hier zündet die Autorin zum Schluss auch noch zwei Informationsbomben, die es wahrlich in sich haben. So weckt sie natürlich extrem die Neugier auf die Fortsetzung des Zweitteilers und es bleibt zu hoffen, dass da noch einiges auf den Leser zukommt.

Wenn auch in einer fernen Galaxie spielend, so ist „Rat der Neun – Gezeichnet“ doch eher ein Fantasy-Epos denn Science Fiction. Ehre, Loyalität, Familiensinn, Machtstreben, Rebellion und ein klein wenig Liebe sind die Hauptthemen. Leser von Dystopien oder auch epischen Fantasy-Romanen, die vor dem komplexen Weltenbild nicht zurückschrecken, werden an Cyras und Akos‘ Geschichte sicher Gefallen finden.

Ich danke dem cbt-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin at Sonntag, Februar 19th, 2017 | Filed under: All Age/Jugend,Fantasy/Paranormal,Roth, Veronica,Science Fiction | RSS 2.0 | TB | 1 Comment

 

Autor:

Adriana Popescu
Verlag: cbj
ASIN: B01NCKX5AT
E-Book: ca. 42 Seiten (inkl. Leseprobe)
Persönliche
Wertung:

 

 

Wunderbares Sequel zu “Paris, du und ich”

Eine Inhaltsangabe schenke ich mir hier mal. Adriana Popescu hat ihren Lesern ein wunderbares Weihnachtsgeschenk (und das im wahrsten Sinne, denn diese Kurzgeschichte gibt es gratis) gemacht, indem sie an den Schauplatz ihres Jugendromans „Paris, du und ich“ zurückgekehrt ist.

Das Wiedersehen mit Jean-Luc sowie Emma und Vincent, die offenbar nach wie vor glücklich in Paris leben, hat mir direkt gleich mal die Tränen in die Augen getrieben, wie auch dem alten Mann, der seit langer Zeit mal wieder einen Weihnachtsfeiertag nicht allein verbringen muss.

So lässt er sich auch nicht lange bitten und erzählt den beiden, wie seine große Liebesgeschichte mit Clara im Paris von 1950 angefangen hat. Dies weiß die Autorin gewohnt gefühl- und liebevoll in Worte zu packen, sodass der Leser meint, dabei gewesen zu sein. Leider endet die wirklich kurze Kurzgeschichte viel zu schnell, es folgt noch eine Leseprobe zu „Ein Sommer und vier Tage“ (was wohl ein neues Cover bekommen hat?) und man ist schlagartig wieder im Hier und Jetzt. Sehr schade!

Dennoch habe ich den kurzen Ausflug nach Paris sehr genossen und empfehle jedem, der sie noch nicht kennt, die Geschichte von Emma und Vincent zu lesen.

Kerstin at Dienstag, Dezember 20th, 2016 | Filed under: All Age/Jugend,Liebesroman,Popescu, Adriana | RSS 2.0 | TB | No Comments


Autor:

Jay Asher
Verlag: cbt
ISBN-10: 3570164792
Klappenbroschur: 314 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

Perfekt in die Weihnachtszeit passender Jugend-Liebesroman

Zum Inhalt:

Sierras Familie gehört eine Weihnachtsbaumplantage in Oregon und jedes Jahr fahren sie nach Thanksgiving nach Kalifornien, um ihre Bäume an den Mann zu bringen. Schon seit Kindestagen ist Sierra dabei und hilft, so gut sie kann. Dieses könnte ihr letztes Mal sein, denn die Branche tut sich schwer. Für den einen Monat hat Sierra gewiss nicht vor, etwas mit einem Jungen anzufangen, doch dann begegnet ihr Caleb. Nicht nur sein unwiderstehliches Grübchen hat es ihr angetan, auch dass er Weihnachtsbäume an Hilfsbedürftige verschenkt, wärmt ihr Herz. Doch da ist auch ein Gerücht, welches ihr eigentlich jeden Kontakt mit ihm verbieten sollte …

Meine Meinung:

„Dein Leuchten“ ist Jay Ashers dritter Jugendroman. Mit leisen Tönen erzählt er hier die wunderbar romantische Geschichte der ersten Liebe zwischen Sierra und Caleb. Der Hintergrund mit dem Weihnachtsbaumverkauf und den ganzen Traditionen drumherum macht das Buch natürlich zu einem perfekten Vorweihnachtsbuch und versetzt in besinnliche Stimmung.

Sierra ist ein taffes Mädchen, die sehr verantwortungs- und familienbewusst ist, aber auch ihre eigene Meinung durchzusetzen weiß. So hört sie auch nicht auf Gerüchte von anderen, sondern macht sich lieber selbst ein Bild. Sie erkennt, dass Caleb es wert ist und kämpft um ihn und ihre Liebe. Es ist sehr schön, wie die beiden sich langsam, ja fast zaghaft, annähern. Beide haben ihre Zweifel, Caleb aufgrund seiner Vergangenheit, Sierra, weil sie nicht glauben kann, dass ihre Liebe die Entfernung, die zwischen ihnen liegt, überdauern kann.

Es gibt einige sehr romantische Szenen, die den Leser bestimmt in die eigene Jugend zurückversetzen, so sie denn schon länger her ist. Auch ein wenig Humor blitzt ab und an auf. Ansonsten kommt der Roman ohne größere Konflikte aus, plätschert oft auch ein wenig vor sich hin. Große Spannung oder gar Dramatik sollte daher nicht erwartet werden.

Allerdings vermittelt er sehr schön die Botschaft, die natürlich auch perfekt zur Weihnachtszeit passt, dass jeder eine zweite Chance verdient hat und es sich für die wahre Liebe zu kämpfen lohnt.

Ich danke dem cbt-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin at Sonntag, November 27th, 2016 | Filed under: All Age/Jugend,Asher, Jay,Liebesroman | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Robert Domes
Verlag: cbj
ISBN-10: 3570403289
Taschenbuch 352 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Eines der schwärzesten Kapitel deutscher Geschichte

Zum Inhalt:

Ernst Lossa gehört zu einer Familie fahrender Händler, die im Sommer 1933 durchs bayerische Land zieht. Als die Mutter schwer erkrankt, während der Vater für Geschäfte unterwegs ist, werden ihr die Kinder entrissen. Ernst und seine drei Geschwister landen im Waisenhaus. Der gerade mal Vierjährige entwickelt sich zu einem schwierigen Kind, der einen Hang zum Diebstahl nicht verleugnen kann. Nachdem die Nonnen irgendwann überfordert mit ihm sind, wird er in ein Erziehungsheim abgeschoben. Eine Psychiaterin verpasst ihm hier den Stempel „asozialer Psychopath“, was ihn schließlich in eine psychiatrische Anstalt in Kaufbeuren bringt. Hier endet das viel zu kurze Leben des nicht einmal 15jährigen Ernst mit der Todesspritze. Im Rahmen des Euthanasie-Programmes des Nationalsozialismus wird er als „unwertes Leben“ aus dem Weg geräumt.

Meine Meinung:

Der Journalist und Autor Robert Domes nimmt sich in diesem Buch des Themas Euthanasie im Dritten Reich an – eines der schwärzesten Kapitel der deutschen Geschichte. Über fünf Jahre hat er akribisch recherchiert, Zeitzeugen befragt und so die kurze Lebensgeschichte des Ernst Lossa für die Nachwelt zu Papier gebracht. Sein Einzelschicksal wird zum Präzedenzfall, war er doch weder geistig noch körperlich behindert. Aber er war unbequem, im Weg, ein notorischer Dieb, eigensinnig und hatte die falschen Wurzeln, auf jeden Fall aber genug Voraussetzungen, um vom NS-System verfolgt und gnadenlos zum Schweigen gebracht zu werden. Er steht dabei für die mindestens 200.000 überwiegend namenloser Opfer, die zwischen 1939 und 1945 von den Nazis auf verschiedenste Art ermordet wurden.

Robert Domes hat aus Ernsts Geschichte keine trockene Dokumentation gemacht, sondern einen biografischen Roman geschrieben. Dabei wählt er eine Perspektive, die den Leser zu ca. neunzig Prozent direkt an Ernsts Seite stellt. Er erlebt hautnah mit, was der Junge fühlt, denkt und auch erleiden muss. Das ist nicht immer einfach, das Grauen in dieser Zeit war unvorstellbar. Aber es gibt auch schöne Momente, in denen Ernst glücklich ist. Wenn er an die Zeit mit seiner Familie zurückdenkt, die Streiche mit seinen Freunden, seine erste Verliebtheit. Er ist kein Held, einfach ein normaler Junge, der sich zeit seines Lebens nach Liebe und Aufmerksamkeit sehnt. Der intelligent genug ist, das Grauen zu durchschauen, was ihn wahrscheinlich auch das Leben gekostet hat.

Das Buch kann Jugendlichen wie Erwachsenen gleichermaßen empfohlen werden, die sich für dieses Thema interessieren. Gerade für Jugendliche, denen das Vokabular im Zweiten Weltkrieg nicht mehr so präsent sein dürfte, erklärt ein Glossar im Anhang leicht verständlich alle Begriffe. Jede der Figuren des Romanes hat tatsächlich existiert, wenn die Namen auch teilweise verfälscht wurden. Gerade diese Authentizität macht die Geschichte umso schockierender, je länger man sich damit beschäftigt. Dennoch finde ich es äußert wichtig, dieses dunkle Kapitel nicht totzuschweigen, vor allem in einer Zeit, wo das braune Geschwür wieder zunehmend Nahrung bekommt. Das Thema ist aktuell wie nie.

Auch wenn ich den Film zum Buch, der Ernsts letzte Jahre in Kaufbeuren behandelt und damit nur einen ganz kleinen Teil dieses Roman, noch nicht gesehen habe, möchte ich bereits eine Empfehlung auch dafür aussprechen. Seht euch „Nebel im August“ unbedingt an. Diese Neuauflage des Buches vom Oktober 2016 enthält zahlreiche exklusive Filmfotos.

Ich danke dem cbj-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin at Freitag, November 18th, 2016 | Filed under: All Age/Jugend,Biografie,Domes, Robert,Historisch | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Yvonne Richter
Verlag: Fabulus-Verlag
ISBN-10: 3944788289
Gebundene Ausgabe 295 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

Kindgerechte Dystopie mit einigen Schwächen

Inhalt:

Es ist nicht leicht, in der Welt der Castingindustrie zu überleben. Neben Geld muss sogar Wohnraum, Nahrung und Kleidung in teilweise hirnrissigen Castings erspielt werden. Lovis findet in Jo und einigen anderen Jugendlichen Gleichgesinnte, die dem System den Kampf ansagen wollen. Nach und nach gelingt es ihnen, das Räderwerk ein wenig ins Stocken zu bringen. Mit weiteren Freunden und auch erwachsenen Helfern gründen sie eine Gemeinschaft, die sie unabhängig vom Castingrummel machen soll. Doch man ist ihnen bereits dicht auf den Fersen.

Meine Meinung:

Als großer Fan der Panem-Trilogie hat mich der Klappentext von „Casting“ sehr angesprochen, da mir diese dystopische Welt, betrachtet man die unzähligen Casting-Formate im TV, gar nicht mal so unrealistisch erschien. Leider konnte mich Yvonne Richter mit ihrem Buch nicht wirklich überzeugen.

Die Grundidee ist sehr originell, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass dieses System tatsächlich funktionieren würde. Allerdings ist das Buch auf eine Leserschaft ab 10 Jahren ausgelegt, die sich über die Hintergrunde und Zusammenhänge wahrscheinlich nicht detailliert den Kopf zerbricht. Ich persönlich hätte mir auch ein paar Informationen erhofft, wie es dazu kommen konnte.

Größtes Manko des Buches ist für mich allerdings die Sprache. Zwar gewöhnt man sich nach einer Weile an die ungewöhnlichen Namen, aber gerade bei den Juroren – u. a. Kroko Flanell, Kami Katze oder Quassel Strippe – ist mir das einfach zu gewollt komisch. Dann gibt es noch weitere Wortfindungen wie Kaltfrisch (Kühlschrank), Redfon (vermutlich Telefon/Handy) und die ganzen Verbindungen mit Cast wie Castidaten, Castrolleure, Castiener u. v. m. Wenn man wie ich die deutsche Sprache liebt, dann rollen sich da wirklich die Fußnägel auf, und auf Dauer nervt es einfach. Die jugendlichen Leser könnten das durchaus witzig finden, bleibt zu hoffen, dass sie es nicht in ihren Sprachgebrauch übernehmen.

Die Figuren sind nicht schlecht gestaltet, eine wirkliche Nähe zu ihnen bekommt man jedoch nicht. Auch komisch, dass sich in dieser Ellenbogengesellschaft, wo jeder ums eigene Überleben kämpfen muss, plötzlich so viele Gleichgesinnte finden und kein Verräter drunter ist. Großgeschrieben wird hier jedoch die Freundschaft, gegenseitige Unterstützung und der Gemeinschaftssinn, was sicher positiv zu bewerten ist.

Es gibt während der Castings ein paar spannende Momente und auch auf das Ende zu, aber insgesamt plätschert die Story eher so vor sich hin. Zu guter Letzt finde ich es auch relativ unrealistisch, dass ein offenbar seit Jahrzehnten etabliertes System durch ein paar kleine Streiche, die fast ausnahmslos gelingen, ins Wanken und schließlich von heut auf morgen aus den Fugen gerät. Die Mitwirkenden der Casting-Industrie wirken allesamt ein wenig trottelig, was es dann schon wieder nachvollziehbar macht, allerdings nicht, wie es so weit kommen konnte.

Ich schwanke bei diesem Buch wirklich sehr bei der Bewertung, da es mich persönlich nicht begeistern konnte. Allerdings für die jungen Leser der Zielgruppe dürfte dieses Abenteuer einer Gruppe enger Freunde mit der einfach zu lesenden Sprache durchaus eine nette Abwechslung sein, daher vergebe ich drei Sterne.

Ich danke dem Fabulus-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Kerstin at Sonntag, Oktober 16th, 2016 | Filed under: Abenteuer,All Age/Jugend,Richter, Yvonne | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Anna Snoekstra
Verlag: HarperCollins
ISBN-10: 3959670354
Klappenbroschur: 304 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Subtiles Versteckspiel um verschwundenen Teenager

Inhalt:

Eine junge Rumtreiberin, dem lieblosen Zuhause entflohen, wird beim Diebstahl erwischt. Um ihre wahre Identität zu verschleiern, behauptet sie kurzerhand, die vor 11 Jahren verschwundene Rebecca Winter zu sein. In einer Nachrichtensendung hatte sie festgestellt, dass sie dieser verblüffend ähnlich sieht. Anfangs genießt sie die ungewohnte Zuwendung der über ihre Rückkehr überaus glücklichen Familie. Doch von Tag zu Tag wird es schwieriger, vor Familie, Freunden und der Polizei Rebeccas Rolle zu spielen. Als sie hinter einige Geheimnisse von Rebecca kommt und selbst bedroht wird, entsteht der Wunsch in ihr, wenigstens die Wahrheit hinter dem Verschwinden von Rebecca aufzudecken, was sie in tödliche Gefahr bringt.

Meine Meinung:

Der Thriller von Anna Snoekstra hat mich wirklich in seinen Bann gezogen. Die Autorin schafft es, bis zur letzten Seite eine subtile Spannung und geheimnisvolle Atmosphäre aufzubauen, sodass man das Buch unmöglich vor der Auflösung zur Seite legen kann.

Die echte und falsche Rebecca (ihr wahrer Name bleibt ein Geheimnis) sind keine wirklichen Sympathieträger, halt Teenager mit Ecken und Kanten, die rebellieren, unkluge Entscheidungen treffen, aber auch von ihrer Umwelt nicht gerade rücksichtsvoll behandelt werden. Von daher konnte ich mit ihnen auch ganz gut klarkommen.

Die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt. Einerseits erhält der Leser Einblick in die Tage vor Rebeccas Verschwinden im Jahr 2003, ihre Sorgen und Probleme. Den größeren Teil nimmt das Handeln der „falschen“ Rebecca im Jahr 2014 ein. Neben der Zeitangabe am Kapitelbeginn wird zudem die Vergangenheit in der dritten Person erzählt, die Gegenwart aus der Ich-Perspektive. Daher fällt es wirklich leicht, beide Ebenen voneinander abzugrenzen. Sie bauen auch sehr geschickt aufeinander auf, sodass die Spannung wirklich nie abreißt.

Da ich keine volle Punktzahl vergeben konnte, gibt es auch ein paar kleinere Kritikpunkte. Die falsche Rebecca kommt mir oft sehr unreif vor, halt wirklich wie ein Teenager und vor allem sehr hormongesteuert. Sie passt gut in die Rolle der 16-jährigen Rebecca, allerdings nicht in die einer 27-jährigen Frau, die sie inzwischen sein sollte. Die Handlungsweise der Polizei, die „Bec“ so schnell vom Haken lässt, erscheint ebenfalls ein wenig unglaubwürdig.

Die Autorin legt geschickt einige Spuren mittels zwielichtigen Nebenfiguren, sodass es mehrere Möglichkeiten für einen Tatverdächtigen gibt. Die tatsächliche Auflösung ist wirklich eine Überraschung und absolut unvorhersehbar. Allerdings verlaufen einige Handlungsstränge durch das relativ abrupte Ende dann doch im Sande, wo ich mir etwas mehr Erklärungen gewünscht hätte. Auf die Bilder im Kopf von einer bestimmten Szene hätte ich auch ganz gut verzichten können, aber das gehört wohl leider zur Täterbeschreibung dazu.

Insgesamt jedoch hat der Roman durchaus zu fesseln verstanden und eine gewisse Sogwirkung entwickelt. Für Freunde des subtilen Thrills daher eine klare Leseempfehlung.

Mir wurde „Ihr letzter Sommer“ aus dem HarperCollins Verlag von als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Bestellen kannst du es auf direktem Weg hier.

Kerstin at Dienstag, Oktober 11th, 2016 | Filed under: All Age/Jugend,Snoekstra, Anna,Thriller/Krimi | RSS 2.0 | TB | No Comments
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