Kerstins Bücherreich

„Der Bücherwurm liest sogar die Bücher, die er rezensiert.“ Gabriel Laub (1928-98)

Category: Nybørg, Ernest

 

Autor:

Ernest Nybørg
Verlag: Verlag Edition AV
ISBN-10: 3868411305
Taschenbuch: 308 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Der Chemiker des Todes

Inhalt:

Bei Recherchen zu den Attentaten von London im Jahr 2005 entdeckt die Journalistin Lena Halberg beunruhigende Parallelen zu weiteren Terroranschlägen rund um den Globus. Ist ein gewissenloser Chemiker Urheber verschiedenster Bomben und was hat der israelische Geheimdienst damit zu tun? Einmal Blut geleckt will sie der Sache auf den Grund gehen und entkommt in Israel nur durch einen besonderen Freund einem brutalen Verhör. Zurück in England gerät sie hautnah in die Machenschaften der Profiteure des Terrors. Kann sie einen weiteren Anschlag verhindern?

Meine Meinung:

Endlich ist er da, der letzte Band der Trilogie um die Journalistin Lena Halberg, die wieder ohne Rücksicht auf persönliche Befindlichkeiten alles daran setzt, den Verflechtungen von Politik, Geheimdiensten und Rüstungsindustrie auf die Spur zu kommen. Bereits die ersten beiden Bände haben mich restlos begeistert und ich bin schon ein wenig traurig, vielleicht nichts mehr über Lenas weiteres Wirken lesen zu dürfen. Die Bücher sind in sich abgeschlossen, aber um Lenas persönliche Entwicklung besser nachzuvollziehen würde ich doch die Einhaltung der Reihenfolge empfehlen.

Bereits der Prolog, in dem eine später sehr wichtige Figur hautnah am Anschlag in der Piccadilly-Line Anteil nimmt, jagt dem Leser das kalte Grausen über den Rücken. Der Autor versteht es wirklich, den Terror, der nun seit Jahren immer öfter unser Leben bestimmt, zu verbildlichen.

Trotz aller erlittenen Verluste und Rückschläge kämpft Lena unverzagt für die Wahrheit und gegen schier übermächtige Gegner. Kam sie mir im letzten Band noch ein wenig kalt vor, so darf sie jetzt Emotionen zeigen, was mir sehr gut gefallen hat.

Wie schon gehabt gibt es am Ende des Buches Ausschnitte aus Pressemitteilungen, die verdeutlichen, dass die rein fiktionale Handlung des Buches vielleicht gar nicht so fiktional ist. Die ganzen Verflechtungen von Politik und Geheimdiensten wirken so realitätsnah, dass man sich oft selbst daran erinnern muss, dass man einen Roman und kein Sachbuch liest.

Für politisch interessierte Thrillerleser beweist Ernest Nybørg mit dem Abschluss seiner Trilogie einmal mehr, dass er sich hinter den großen Namen des Genres keineswegs verstecken muss. Klare Empfehlung von mir und ein Name, den man sich merken sollte.

Kerstin at Donnerstag, März 23rd, 2017 | Filed under: Nybørg, Ernest,Thriller/Krimi | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Ernest Nybørg
Verlag: Verlag Edition AV
ISBN-10: 3868411283
Taschenbuch: 304 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Warlords ohne Skrupel – wenn nur der Profit zählt

Inhalt:

Im Zuge ihrer letzten großen Enthüllung entdeckte die Journalistin Lena Halberg Hinweise auf die Zahlung von Geldern an die Attentäter des 11. September in New York. Keine Frage, dass sie der Spur nachgeht. Schon bald wird klar, dass auch in diesem Fall der Industrielle Arthur Bronsteen mit seinem Rüstungskonzern seine Finger mit im Spiel hatte. Lena deckt auf, dass er außerdem dabei ist, ein illegales Waffengeschäft abzuziehen, während er sich in der Öffentlichkeit als großer Wohltäter feiern lässt. Schnell tritt sie den falschen Leuten auf die Füße und nicht nur sie muss fortan um ihr Leben bangen.

Meine Meinung:

Mit „New York ‘01“ ist nunmehr der zweite Teil einer Trilogie erschienen, in der die Journalistin Lena Halberg den Verflechtungen von Politik, Geheimdiensten und Rüstungsindustrie auf die Spur kommt.

Wieder versteht es der Autor ausgezeichnet, den Leser mit auf eine spannende Jagd nach Informationen und der Suche nach der Wahrheit zu nehmen. Dabei lässt er zwar einige Verschwörungstheorien, die sich noch immer um die Attentate vom 11. September ranken, mit einfließen, es wird jedoch betont, dass es sich hier im Buch um reine Fiktion handelt. Aber allein der Gedanke, dass einigen Dingen vielleicht ein Körnchen Wahrheit zugrunde liegt, ist so ungeheuerlich, dass es einem kalt den Rücken runterläuft.

Als moralisch denkender Mensch mag man sich gar nicht vorstellen, in wie vielen Bereichen Korruption, Machtmissbrauch und absolute Skrupellosigkeit an der Tagesordnung zu sein scheinen. Und dennoch, wenn man das aktuelle Weltgeschehen betrachtet, ist es wohl leider wirklich so oder so ähnlich.

Die Figur der Lena ist noch immer äußerst mutig, manchmal sogar ein wenig naiv im Hinblick auf ihre Gegner. Eigentlich sollte sie inzwischen besser wissen, dass diese auch nicht vor Mord zurückschrecken. Leider muss sie in der Hinsicht sehr persönliche Erfahrungen machen, wo ich mir etwas mehr Emotion von ihr gewünscht hätte. Die etwas nähere Vorstellung der Nebenfigur Hawk hat mir sehr gut gefallen.

Wie bereits der erste Teil der Trilogie hält der Roman, was er verspricht. Spannungsgeladene Unterhaltung mit großem Realitätsbezug vor den Hintergründen unfassbarer Verbrechen an der Menschheit. Da fällt das Warten auf den abschließenden Band der Trilogie, der im März 2017 erscheinen wird und das Attentat von London 2005 zum Mittelpunkt hat, nicht leicht.

Ich danke dem Verlag Edition AV für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Kerstin at Samstag, April 2nd, 2016 | Filed under: Nybørg, Ernest,Thriller/Krimi | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Ernest Nybørg
Verlag: Verlag Edition AV
ISBN-10: 3868411259
Taschenbuch 306 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Die schmutzige Seite der Macht

Inhalt:

In der Nacht von Lady Dianas Tod, in Paris 1997, stirbt auch ein engagierter Fotograf, der Lebenspartner der jungen Journalistin Lena Halberg. Sie reist sofort an den Ort des Geschehens, trifft dort jedoch nur auf eine Mauer des Schweigens. Jahre später stößt sie auf ein Indiz, welches die Anwesenheit ihres Freundes bei Dianas Unfall nahelegt. Hat er etwas gesehen, wofür er sterben musste? Die Geschichte lässt sie nicht mehr los und sie dringt immer weiter vor in einen Dschungel aus Korruption und Machtmissbrauch in höchsten Kreisen der Regierung, der sie selbst auf die Abschussliste ihrer Gegner bringt. Nur die schnellstmögliche Veröffentlichung konkreter Beweise kann ihr Leben retten.

Meine Meinung:

„Paris ‘97“ ist der Auftakt einer Trilogie, in der die Journalistin Lena Halberg den Verflechtungen von Politik, Geheimdiensten und Rüstungsindustrie auf die Spur kommt. Aufhänger bildet dabei im ersten Teil der sicher jedem noch allzu präsente tragische Unfalltod von Lady Diana in Paris.

Ohne die allseits gängigen Verschwörungstheorien unnötig zu befruchten, schafft es der Autor Ernest Nybørg hervorragend, eine Geschichte um dieses Ereignis zu spinnen, die sich zu einem rasanten Wettlauf um Leben und Tod steigert. Langeweile kommt in diesem Buch wahrlich nicht auf. Schlag auf Schlag wird der Leser mit neuen Fakten konfrontiert, atemlos muss er miterleben, wie unliebsame Gegner brutal ausgeschaltet werden und sich skrupellose Politiker über sämtliche moralischen Grundwerte hinwegsetzen. Dass hier die Fiktion wahrscheinlich nur einen hauchdünnen Schritt von der Realität entfernt ist, macht das Ganze besonders beklemmend.

Die Figuren sind ausnahmslos sehr plastisch herausgearbeitet, wirken unglaublich lebendig. Allen voran die taffe Heldin, die sich auch in größter Gefahr nicht den Mund verbieten lässt, im Gegensatz zu ihrem duckmäuserischen Freund, dem seine Karriere über alles geht. Ich könnte mir den Stoff sehr gut in der Umsetzung als Film vorstellen.

Politisch Interessierte kommen bei diesem rasanten Thriller auf jeden Fall auf ihre Kosten, aber er sei auch jedem, der spannungsgeladene Lektüre bevorzugt, wärmstens empfohlen. Die Andeutungen im Epilog zu den Anschlägen vom 11. September machen ganz klar Lust auf den zweiten Teil der Trilogie – „New York ‘01“ – der im Frühjahr 2016 im selben Verlag erscheint.

Kerstin at Sonntag, Januar 17th, 2016 | Filed under: Nybørg, Ernest,Thriller/Krimi | RSS 2.0 | TB | No Comments
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