Kerstins Bücherreich

„Der Bücherwurm liest sogar die Bücher, die er rezensiert.“ Gabriel Laub (1928-98)

Category: Thriller/Krimi

 

Autor:

Michael E. Vieten
Verlag: Abacus Verlag
ASIN: B01DA4I2V6
E-Book: 305 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Eisige Schönheit des Grauens

Inhalt:

Christine Bernard hat sich inzwischen im Trierer Kriminalkommissariat eingelebt und arbeitet gut mit ihren Kollegen zusammen. An einem eigentlich freien Abend, den sie mit ihrem neuen Freund verbringen wollte, wird sie hinzugezogen, weil ihr als Frau mehr Einfühlungsvermögen zugetraut wird, denn es geht um ein vermisstes Kind. Am nächsten Tag wird eine gefrorene Kinderleiche gefunden. Die kleine Rosalia scheint ein schreckliches Ende genommen zu haben. Doch ist sie es wirklich? Es stellt sich heraus, dass das gefundene Kind bereits seit 12 Jahren tot ist. Die fieberhafte Suche nach Rosalia geht weiter und Christine gibt alles, denn noch könnte das Kind am Leben sein …

Meine Meinung:

Auch der zweite Ermittlerkrimi um Christine Bernard hat mir wieder gut gefallen. Zum Verstehen ist es nicht notwendig, den 1. Band gelesen zu haben, denn der dortige Fall wird kurz angerissen und auch Christines Werdegang bleibt nicht im Dunkeln. Durch solide Ermittlungsarbeit wird der Täter schlussendlich zur Strecke gebracht, auch wenn zahlreiche Alleingänge der Kommissarin diese mehr als einmal in Lebensgefahr bringen, was jedoch für Spannungshöhepunkte auch zwischendurch sorgt. Aber auch sonst wird es keine Minute langweilig.

Christine erscheint mir in diesem Band jedoch sehr starrsinnig und bekommt meines Erachtens durch die männliche Obrigkeit ein paar zu viele Freiheiten. Ohne diese Verbohrtheit und Fixierung auf einen Täter hätte durch etwas aufmerksamere Recherche schon viel eher ein anderer Verdächtiger feststehen können, was allerdings das Buch um einiges verkürzt hätte.

Wohltuend sind die nicht mehr so häufigen Perspektivwechsel sowie Wertungen der eigenen Person. Mit der oft ausführlichen Darstellung der Namen inkl. Titel hatte ich allerdings nach wie vor ein wenig Probleme, denn sie behindern den Lesefluss. Sehr schön finde ich die einfließende Sozialkritik, die einmal mehr dem Leser deutlich vor Augen führt, dass auch im reichen Deutschland Menschen täglich um ihren Lebensunterhalt kämpfen müssen.

Der Fall an sich ist natürlich schrecklich, kommt jedoch ohne größere Gewaltszenen aus und ist daher auch für etwas zartbesaitetere Leser geeignet. Die Kollegen neben Christine bleiben nach wie vor etwas blass.

Insgesamt wieder ein flüssig geschriebener Ermittlerkrimi, der ein schreckliches Verbrechen aufklärt und eine äußerst engagierte Kommissarin an den Rand ihrer Kräfte bringt. Ich bin auf den nächsten Fall von Christine Bernard schon sehr gespannt.

Ich danke dem Autor bzw. dem Abacus Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin at Montag, Juli 31st, 2017 | Filed under: Thriller/Krimi,Vieten, Michael E. | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Michael E. Vieten
Verlag: Abacus Verlag
ASIN: B00YP6L47I
E-Book: 284 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Packendes Psychoduell zwischen Soziopath und Kommissarin

Inhalt:

Die attraktive Kriminalkommissarin Christine Bernard ist neu bei der Trierer Kriminalpolizei und muss sich unter vorwiegend männlichen Kollegen behaupten. Nach dem Verlust ihrer Eltern sowie ihres Lebenspartners stürzt sie sich geradezu in die Arbeit. In ihrem ersten großen Fall geht es um die vermisste Andrea Schröder und deren sechs Töchter. Der Ehemann ist schnell Hauptverdächtiger und seine Lebensumstände mehr als fraglich. Er wird verhaftet, will aber nur von Christine Bernard verhört werden. Schnell entwickelt sich zwischen ihm und der noch unerfahrenen Kollegin ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel. Den Täter zu überführen, verlangt der Kommissarin alles ab und bringt sie nicht nur einmal in Lebensgefahr.

Meine Meinung:

Der erste Ermittlerkrimi um Christine Bernard bietet solide Psychospannung, überrascht mit unerwarteten Wendungen und ist durchgängig spannend. Es ist erschreckend zu lesen, wie Lebensumstände und stetige Ablehnung schlussendlich einen Menschen, der sicher ursprünglich nichts Böses wollte, zu einem Außenseiter und schließlich skrupellosen Täter werden lassen. Einige seiner Äußerungen haben mich echt zum Nachdenken angeregt.

Stilistisch gab es für mich ein paar Stolpersteine im Roman. Die zu häufig wechselnden Perspektiven, manchmal von Satz zu Satz, oder auch die Darstellung der Namen, mal komplett, dann nur Vorname, dann wieder nur Nachname und das bis zum Ende, gefielen mir nicht so. Auch sollten Perspektivfiguren keine Wertungen zu sich selbst vornehmen, wobei mir auf die Attraktivität von Christine besonders viel Augenmerk gelegt wurde. Schlussendlich hat auch das Korrektorat ein paar zu viele Schnitzer übersehen, die das Lesevergnügen ein wenig trübten.

Abgesehen von diesen kleineren Kritikpunkten machen es aber die Handlung und auch die Figuren wieder wett. Christine ist taff, mutig und entschlossen. Oftmals ein wenig übereifrig, was Alleingänge angeht, aber das darf man durchaus ihrer Unerfahrenheit und dem Ermittlungseifer zuschreiben. Ihre männlichen Kollegen bleiben etwas blass, aber das kann sich in den nächsten Bänden ja noch ändern. Gespannt bin ich auch auf die Entwicklung der weiblichen Nebenfiguren (Ärztin, Psychologin) und wie es mit Christines Liebesleben weitergeht.

Das Cover ist sehr atmosphärisch und passt ausgezeichnet zum Inhalt. Die Darstellung der Polizeiarbeit erscheint mir recht realistisch und zeugt von ausgiebiger Recherche des Autors. Ich werde auf jeden Fall auch die nachfolgenden Bände lesen und bewerten.

Fans solider Kriminalromane, die in menschliche Abgründe blicken und durch psychologische Spannung punkten, kann ich „Der Fall Siebenschön“ aus der Reihe Christine Bernard durchaus empfehlen.

Ich danke dem Autor bzw. dem Abacus Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin at Sonntag, Juli 23rd, 2017 | Filed under: Thriller/Krimi,Vieten, Michael E. | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Jeff Menapace
Verlag: Heyne Verlag
ISBN-10: 3453677099
Taschenbuch: 336 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Ein letztes Spiel muss noch gespielt werden

Zum Inhalt:

Amy Lambert und ihre Kinder leiden noch immer sehr unter dem Verlust des Ehemannes und Vaters. Von den größten Schuldgefühlen wird auch Domino Taylor geplagt, der Patricks Tod nicht verhindern konnte. So ist er auch weiter für die Lamberts da, beschützt und umsorgt sie, obwohl die Gefahr eigentlich gebannt sein sollte. Was er nicht ahnt, Monica Kemp hat überlebt und sich ein finales Spiel für ihn ausgedacht, um den Tod ihres Vaters zu rächen.

Meine Meinung:

Nachdem ich bereits Band 1 und 2 der Trilogie mit Vergnügen gelesen hatte, durfte auch der Abschluss nicht fehlen. Allerdings ist hier der Klappentext irreführend, denn die Lamberts sind nur Randfiguren. Der Autor konzentriert sich in diesem Band auf Domino und Monica, die sich einen erbarmungslosen Showdown liefern.

Ein paar Dinge haben sich mir nicht wirklich erschlossen, wie das Überleben von Monica oder auch die Beziehung zwischen Domino und Ben. Auch habe ich ein wenig bedauert, dass Calebs Verhalten zum Ende des ersten Bandes doch nicht mehr aufgegriffen wurde. Aber es bestände natürlich eine Möglichkeit hier Jahre später noch mal anzusetzen, denn noch ist er ja recht klein.

Insgesamt hat mich die Handlung von der ersten Seite an gepackt. Die vielen kurzen Kapitel verführen natürlich auch zum regelrechten Verschlingen der Seiten. Monicas Plan, sich eine Helferin an die Seite zu holen, fand ich toll, aber dass zwei derartige Charaktere, wenn sie nicht verwandt sind, zu Problemen führen können, hätte sie sich eigentlich denken können. Hier wurde ihr ihre übergroße Selbstüberschätzung zum Verhängnis. Kelly fand ich richtig schön böse.

Domino mutiert fast zum Übermenschen, aber als Elitesoldat sei ihm das zugestanden. Die Spiele, die er im Labyrinth absolvieren musste, erinnern stark an Saw und haben mich ob Monicas Einfallsreichtum schon sehr begeistert. Das Ende kommt ein wenig abrupt und hinterlässt daher auch einen etwas unbefriedigenden Eindruck. Aber es ist alles schlüssig, nachvollziehbar und der Seelenfrieden für die Lamberts nun endgültig wiederhergestellt.

Wie auch schon bei den Vorgängerbänden sollte man als Leser nicht zimperlich sein, was brutale Morde und Foltermethoden betrifft. Nicht umsonst erschien die Trilogie bei Heyne Hardcore.

Ich kann die Reihe als Gesamtwerk dem Thriller-/Horror-Leser durchaus empfehlen, auch wenn es bei allen drei Bänden kleinere Abstriche zu machen gilt. Die Grundidee überzeugt und alle Bücher bieten spannende Unterhaltung mit originellen Ideen.

Ich danke dem Heyne Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin at Donnerstag, Juli 20th, 2017 | Filed under: Menapace, Jeff,Thriller/Krimi | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

L.U. Ulder
Verlag: Knaur
ASIN: B01K62X22E
E-Book: 444 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Atemlose Jagd auf einen so triebhaften wie intelligenten Täter

Zum Inhalt:

Björn Liebermann verlässt seiner Freundin zuliebe, die in Berlin ihren Traumjob ergattert, Hamburg und findet sich dort vertretungsweise in der Mordkommission wieder, obwohl er eigentlich eine Stelle bei der Bandenkriminalität angestrebt hatte. Er nimmt sein Schicksal an und hat es auch gleich mit einem kniffligen, bestialischen Mord an einer Prostituierten zu tun. Ein Verdächtiger ist bald gefunden, aber Björn hat ein ungutes Gefühl dabei. Monate später stellt sich für ihn und die anderen Ermittler heraus, dass sie einem Serientäter auf den Leim gegangen sind, der äußerst intelligent und vorausschauend agiert. Die weitere Ermittlung entwickelt sich zum Albtraum.

Meine Meinung:

„Ein dunkler Trieb“ ist mein erster Thriller von L.U. Ulder und es wird bestimmt nicht der letzte sein. Nur selten konnte mich eine Handlung derart konsequent ans Buch fesseln. Durch geschickte Wendungen und auch größere Zeitsprünge, die immer wieder Überraschungen bieten, bleibt es durchgehend interessant, vielfach und vor allem zum Ende hin aber auch nervenzerreißend spannend. Langeweile kommt sicher zu keinem Zeitpunkt auf.

Durch die wechselnden Perspektiven, wobei vor allem die Ermittler und der Täter zu Wort kommen, bekommt der Leser auch einen recht guten Eindruck in alle Gedankengänge. Björn ist eine sympathische Hauptfigur, die mit Elan und Durchsetzungsvermögen das Problem angeht. Wenn er auf persönlicher Ebene Rückschläge hinnehmen muss, so wird dies nicht überdramatisiert. Auch die restlichen Figuren des Ermittlerteams sind vielschichtig und sehr wirklichkeitsnah.

Der Täter ist ausgesprochen intelligent, was ich sehr mag, und kann dementsprechend sehr lange seinem schrecklichen Werk nachgehen. Dies ist natürlich für die Opfer weniger schön und man sollte auch nicht allzu zartbesaitet sein, was die Morde angeht. Zwar fließt das Blut nicht in Strömen, aber die perfide Tötungsweise und einige Beschreibungen gehen schon recht arg ins Detail. Für meinen Geschmack aber genau im richtigen Maß.

Sehr gut dargestellt fand ich auch die Ermittlerarbeit insgesamt. Hier wimmelt es nicht von großen Zufällen, vielmehr bekommt man einen realistischen Eindruck in die Tätigkeit der Polizei, die nicht auf den CSI-Wunder-Methoden mancher Krimi-Serien basiert. Ich glaube, der Autor, der auch im Hauptberuf mit Kriminalität zu tun hat, kann dadurch viel Authentizität und Glaubwürdigkeit vermitteln.

Zusammenfassend hat der Thriller all meine Erwartungen erfüllt. Nicht zu lange Kapitel mit teilweise fiesen Cliffhangern sorgen für einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Dazu ein wirklich bösartiger Killer, der seine dunklen Triebe lange Zeit unentdeckt ausleben kann, eifrige Ermittler mit kleinen Schwächen und ein rasanter Showdown lassen mich diesen Pageturner uneingeschränkt weiterempfehlen.

Ich danke dem Autor bzw. Droemer Knaur herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin at Dienstag, Juli 11th, 2017 | Filed under: Thriller/Krimi,Ulder, L.U. | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Kelley Armstrong
Verlag: Heyne
ISBN-10: 3453318579
Taschenbuch: 588 Seiten
Persönliche
Wertung:
Serienzuge-hörigkeit: 1. Band – Cainsville-Thriller

 

Mystery-Spannung, wie man sie sich wünscht

Zum Inhalt:

Das Leben der behütet und wohlhabend aufgewachsenen Olivia Taylor-Jones nimmt eine überraschende Wende, als sie erfährt, dass sie adoptiert wurde und ihre leiblichen Eltern als Serienkiller-Paar Berühmtheit erlangt haben. Adoptivmutter wie auch Verlobter wenden sich von ihr ab und auf der Flucht vor der überall lauernden Presse landet Olivia – nicht ganz zufällig – in einem kleinen Vorort von Chicago – in Cainsville, ihrem früheren Heimatort.

Ein mysteriöses Städtchen mit keiner Kirche, dafür aber jede Menge Gargoyles. Auch die Bewohner benehmen sich äußerst geheimnisvoll. Olivia besucht ihre Mutter im Gefängnis, die ihre Unschuld beteuert und sie bittet, sich besonders den letzten Mordfall noch einmal genau anzusehen und eine Berufungsverhandlung anzustreben. Zu Hilfe kommt ihr dabei der zwielichtige Anwalt Gabriel Walsh, zu dem sie anfangs überhaupt keinen Draht findet, der jedoch bald unverzichtbar für sie wird. Gelingt es ihr, die Wahrheit über die Morde herauszufinden?

Meine Meinung:

„Dunkles Omen“ ist der Auftakt einer neuen Reihe – Cainsville-Thriller – der Erfolgsautorin Kelley Armstrong, die mit den Otherworld-Büchern bekannt wurde. Da mich vor vielen Jahren bereits „Die Nacht der Wölfin“ extrem in ihren Bann gezogen hatte, habe ich mich gern darauf eingelassen und wurde nicht enttäuscht. Die Handlung verbindet Thriller- mit mystischen bis paranormalen Elementen und würde wohl am besten ins Genre Mystery-Thriller passen.

Zum Großteil wird aus Sicht von Olivia in Ich-Form erzählt, aber es kommen auch verschiedenste Einwohner bzw. Randfiguren zu Wort, die alle ihren Teil dazu beitragen, Olivia zu lenken. Wohin das Ganze noch führen wird, ist momentan noch überhaupt nicht abzusehen.

Olivia hat mir als Figur sehr gefallen. Mutig bricht sie aus ihrer Komfortzone aus und gibt alles, um auf eigenen Beinen zu stehen. Während Gabriel zu Beginn natürlich alles andere als sympathisch rüberkommt, so macht er doch eine Wandlung durch bzw. man merkt, dass wesentlich mehr hinter ihm steckt. Das erkennt auch Olivia und schließlich werden sie sogar Partner. Dass es auch irgendwann zu amourösen Verwicklungen zwischen beiden kommt, scheint ziemlich sicher.

Die Ermittlungen der beiden bieten immer wieder überraschende Wendungen und auch wenn es sich in der Mitte des Romans ein klein wenig zieht, entschädigt dafür doch der enorm spannende Showdown zum Schluss. Die ganzen mystischen Elemente wie die Hellseherin des Ortes, die Omen, die Olivia plötzlich zu erkennen glaubt sowie auch die ihren Eltern angelasteten Morde, die Anzeichen von druidischen Ritualen zeigen, ziehen den Leser unweigerlich in einen Sog, dem nur schwer zu entkommen ist.

Wie heißt es so schön auf einer der letzten Seiten: „Ein paar Fragen mochten beantwortet sein, aber noch mehr waren gerade erst aufgekommen.“ Dies ist sehr treffend ausgedrückt und ausnahmsweise stört es mich mal nicht, denn es bedeutet noch eine lange Reise voller Geheimnisse mit Olivia und Gabriel, auf die ich mich bereits sehr freue.

Ich danke dem Heyne Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin at Samstag, Juli 1st, 2017 | Filed under: Armstrong, Kelley,Fantasy/Paranormal,Thriller/Krimi | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Daniel Cole
Verlag: Ullstein
ASIN: B01N671WIS
E-Book: 481 (Printausgabe)
Persönliche
Wertung:

 

 

Interessanter Ansatz, aber für mich nicht überzeugend genug

Zum Inhalt:

Detective William Oliver Layton-Fawkes, auch Wolf genannt, ist nach seiner Suspendierung, die ihm ein Ausraster im Gericht beschert hat, wo er einen Tatverdächtigen fast tötete, wieder im aktiven Polizeidienst. Sein nächster Fall hat es in sich. Gegenüber seiner Wohnung wird eine sogenannte Ragdoll gefunden, eine Art Flickenpuppe, zusammengenäht aus Leichenteilen von sechs verschiedenen Opfern. Wolf und sein Team versuchen fieberhaft, die Opfer zu identifizieren und vor allem einen Zusammenhang zwischen ihnen zu finden. Gleichzeitig wird seiner Exfrau, einer Journalistin, eine Art Todesliste zugespielt mit Namen von weiteren Opfern und deren Todeszeitpunkt. Der letzte Name auf der Liste ist der von Wolf. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn der irre Killer ist ihnen immer einen Schritt voraus.

Meine Meinung:

Der Einstieg in den Roman und auch der große Hype, der um ihn gemacht wurde, machten mich neugierig genug, das Buch lesen zu wollen. Wie gesagt, fand ich den Beginn sehr ansprechend, die Idee mit der Ragdoll und auch der Todesliste für einen Thriller passend.

Doch sehr schnell ließ das Interesse auch wieder nach und ich musste mich zeitweise echt etwas quälen weiterzulesen. Die Ermittler handeln allesamt ziemlich eigenbrötlerisch, von Teamarbeit keine Spur, sodass der Killer ein fast zu leichtes Spiel hat. Zudem sind sie teilweise angesichts der Gefahr grob fahrlässig, was letzten Endes auf Kosten der Opfer geht, die zum Teil intelligent eingefädelte Tode sterben.

Wirklich sympathisch war mir keine der Figuren, am ehesten noch Edmunds, der sich so richtig in den Fall verbeißt und all die altgedienten Herren überflügelt mit seinem Einsatz. Durch die Vielzahl der Personen, die für den Fall Bedeutung haben, kommt oftmals leichte Verwirrung auf, was nicht dadurch besser wird, dass sie oft auch noch abwechselnd mit Vor- oder Nachnamen bezeichnet werden.

Die Auflösung war nicht uninteressant, besaß für mich jedoch zu viele Logiklöcher. Vom Killer erfährt man wenig, seine Motivation erschien mir etwas suspekt. Auch sehe ich nicht wirklich, dass hier zwingend eine Serie draus werden muss. Denn das, was Wolf sich schlussendlich in diesem Fall leistet, sollte eigentlich endgültig ausreichen, ihn nicht mehr als Ermittler arbeiten zu lassen, was vorher schon fragwürdig war. Aber bei Scotland Yard ist wohl so einiges möglich.

Insgesamt für mich ein Thriller, der mich zwiespältig zurücklässt. Die Idee ist nicht schlecht, die Umsetzung weist einige Mängel auf. Zu viele Nebensächlichkeiten spielen eine Rolle und bremsen die Handlung aus, was auf Kosten der Spannung geht. Daher von mir nicht wirklich eine Empfehlung, es gibt sicher lohnenderen Lesestoff für Thrillerfans.

Ich danke dem Ullstein Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin at Montag, Juni 26th, 2017 | Filed under: Cole, Daniel,Thriller/Krimi | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Caleb Roehrig
Verlag: cbj
ISBN-10: 3570173348
Klappenbroschur: 414 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Gelungenes Debüt – jedoch ohne große Überraschungen

Zum Inhalt:

Flynn ist wie vor den Kopf gestoßen, als am Vorabend von Halloween die Polizei vor seinem Haus steht und ihm mitteilt, dass seine Freundin January als vermisst gilt. Seit sie durch die Neuverheiratung ihrer Mutter die Schule wechseln musste, hatten sie nur noch wenig Kontakt und ihr letztes Zusammentreffen endete im Streit. Denn obwohl er January sehr mag, gehen seine Gefühle in eine andere Richtung, was er jedoch weder seiner Umgebung noch sich selbst eingestehen will.

Flynn kann Januarys Verschwinden jedoch nicht einfach so hinnehmen und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei lernt er Seiten seiner (Ex)-Freundin kennen, die er nie für möglich gehalten hätte. Dass sie Opfer eines Verbrechens wurde, wird zunehmend wahrscheinlicher. Schließlich gerät Flynn selbst in Lebensgefahr, als er dem Täter zu nahe kommt, der inzwischen erneut zugeschlagen hat.

Meine Meinung:

Caleb Roehrigs Debütroman ist ein solider Jugendthriller, der durchaus gut zu unterhalten weiß, aber schlussendlich keine wirklich großen Überraschungen bietet.

Die Story insgesamt und auch Flynns „Problem“ sind nicht neu, aber der Autor erzählt die Geschichte mit viel Herzblut und Einfühlungsvermögen. Obwohl es anfangs ein paar mehr mögliche Verdächtige gibt, die mit Januarys Verschwinden zu tun haben könnten, findet sich dann doch recht schnell der wahre Täter. Hier hätten mir ein paar mehr Umwege und Fallstricke gefallen.

Warum Fynn in seinen Ermittlungen hier eher Erfolg hat als die Profis – sprich Polizei – erschließt sich mir nicht. Dennoch bleibt die Spannung aufgrund einiger Cliffhanger auf einem hohen Niveau und es fällt leicht, am Buch dranzubleiben. Gegen Ende geht es auch richtig zur Sache, da braucht es beim jugendlichen Leser schon etwas Nervenstärke.

Die Aufklärung zu Januarys Verschwinden erfolgt erst ganz am Ende, gestaltet sich jedoch genau so, wie ich sie mir bereits am Anfang ausgemalt hatte und von daher wenig überraschend. Wahrscheinlich bin ich für diese Art Jugendthriller dann doch schon ein wenig zu alt bzw. zu thrilleraffin. Der Zielgruppe – Lesern ab vierzehn Jahren – wird jedoch durchaus spannende Unterhaltung geboten. Der Roman punktet mit einer sympathischen Hauptfigur, die altersentsprechend, also auch schon mal recht naiv, handelt, aber mutig seinen Weg geht.

Daher kann ich „Niemand wird sie finden“ uneingeschränkt dem jugendlichen Thriller-Einsteiger empfehlen.

Ich danke dem cbj-Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplares.

Kerstin at Sonntag, Juni 11th, 2017 | Filed under: All Age/Jugend,Roehrig, Caleb,Thriller/Krimi | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Janet Clark
Verlag: cbj
ISBN-10: 3570173666
Gebundene Ausgabe 391 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Indianerlegenden und erste Liebe – Auftakt gelungen

Zum Inhalt:

Die großen Ferien stehen vor der Tür, worauf sich die 16-jährige Josie aber nicht wirklich freuen kann, denn das bedeutet für sie nur wieder viel Arbeit auf der familieneigenen Pferde-Ranch. Doch dann begegnet sie Ray, dessen grüne Augen ihr fortan nicht mehr aus dem Kopf gehen. Als er auch noch als Hilfsarbeiter auf der Ranch anheuert, spielen ihre Gefühle völlig verrückt. Doch bald schon geschehen auf der Ranch und auch in Angels Keep, wo ihre Freunde leben, mysteriöse Ereignisse, wofür es scheinbar keine Erklärung gibt. Nie hätte Josie geahnt, was für ein aufregender Sommer vor ihr liegt …

Meine Meinung:

„Ewig dein“ ist mein erstes Jugendbuch von Janet Clark und der Auftakt einer spannenden Dilogie mit Mystery-Elementen. Dass es mit der Geschichte weitergeht, empfinde ich auch als unbedingt notwendig, denn zu viele Fragen bleiben am Ende offen.

Ich-Erzählerin Josie berichtet rückblickend über die Ereignisse des Sommers und spricht dabei den Leser öfter mal direkt an. Das ist anfangs etwas eigenartig, aber man gewöhnt sich schnell daran. Josie ist ein nettes Mädchen, das sich viel für die Familie und ihre Freunde einsetzt. Sie war mir direkt sympathisch. Der geheimnisvolle Ray hat natürlich ebenfalls seine Stärken. Auch wenn seine Gefühlslage nicht ganz so präsent ist, taugt er dennoch als Liebesromanheld. Die Nebenfiguren wie Freunde, Bruder sowie Vater von Josie sind gut charakterisiert und entwickeln sich während der Geschichte weiter.

Als altes Pferdemädchen hat mich natürlich auch das Setting – der Roman spielt die meiste Zeit auf der Pferderanch – begeistert. Wer jetzt aber eine seichte Liebesgeschichte mit Pferden erwartet, liegt falsch. Durch die Einbeziehung der im angrenzenden Reservat lebenden Yowama (ein Indianerstamm, auch Greenies genannt) bringt die Autorin jede Menge Geheimnisvolles, sprich Mythen und Legenden ins Spiel, was dem Roman eine große Spannung und Sogwirkung verleiht. Dazu trägt auch der flüssige und sehr angenehm zu lesende Schreibstil bei.

Das Einzige, was mich ein wenig gestört hat, ist der Beginn der Liebesgeschichte. Gerade zu Anfang haben Josie und Ray nicht wirklich viel miteinander zu tun und bumm sind die großen, unsterblichen Gefühle da. Woher diese kommen, bleibt im Dunkeln. Da es eines der Hauptthemen ist, gibt es hierfür leider einen Punkt Abzug.

Auf Josies Dilemma näher einzugehen, würde zu viel verraten, nur so viel, sie hat wirklich keine leichte Entscheidung zu treffen. Was den Thrill-Teil anbelangt, so legt die Autorin verschiedene Spuren und bietet auch überraschende Wendungen. Dennoch bleibt, wie schon gesagt, so einiges offen und ich bin wirklich sehr gespannt, worauf das Ganze noch hinauslaufen und wie die Zukunft von Josie und Ray aussehen wird. Daher hoffe ich auch, dass Band 2 nicht zu lange auf sich warten lässt.

Ich danke dem cbj-Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplares.

Kerstin at Montag, Mai 15th, 2017 | Filed under: Abenteuer,All Age/Jugend,Clark, Janet,Fantasy/Paranormal,Thriller/Krimi | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Alex Winter
Verlag: bookshouse
ASIN: B06XDBYG1H
E-Book: 436 Seiten
Persönliche
Wertung:
,5
Serienzuge-hörigkeit: 7. Fall für Detective Daryl Simmons

 

Daryl Simmons – back im Outback

Inhalt:

Farmertochter Sally Storer ist kopflos vor den Problemen auf ihrer Heimatfarm geflohen – sie wird für das spurlose Verschwinden ihres Ehemannes Jesse verantwortlich gemacht – und hat sogar Suizidgedanken. Am Ufer des Warburton River findet sie einen schwer verletzten Mann, der ohne ihre sofortige Hilfe wohl kaum überlebt hätte. Es stellt sich heraus, dass der Mann unter einer totalen Amnesie leidet, was seine Herkunft und Vergangenheit betrifft. John Rivers, wie Sally ihn nennt, überredet sie, auf die Farm zurückzukehren und sich den Problemen zu stellen. Inzwischen ist auch noch ihr Vater verschwunden, dessen Leiche bald darauf gefunden wird. In John erwacht das Ermittlergen, doch schnell wird er selbst verdächtigt und gerät zwischen die Fronten von Sallys und Jesses Familie sowie den dort ansässigen Paakantyi-Aborigines, die ihre eigenen Gründe für Geheimnisse haben.

Meine Meinung:

Welch wunderbare Neuigkeit – war mein erster Gedanke, als ich las, dass es einen 7. Band der Daryl Simmons-Reihe geben wird, war das doch am Ende von Band 6 nicht unbedingt zu erwarten. Zwar könnte man das Buch auch unabhängig der Vorgänger-Bände lesen, aber zumindest Teil 6 zu kennen, wäre schon sinnvoll. Denn Daryl Simmons erlangt im Verlaufe dieses Bandes sein Gedächtnis nicht zurück und Neuleser erfahren daher nur das, woran sich John Rivers erinnert. Generell ist jedoch die ganze Serie so lesenswert, dass man ruhig von vorn beginnen sollte.

Der Detective ist diesmal aufgrund seiner Amnesie natürlich nicht gezielt zur Lösung eines kniffligen Falles ausgesandt, landet aber genau in einem solchen, indem er Sally zu ihrer Farm begleitet. Hier tun sich mal wieder eine Reihe von Verdächtigen auf, die es gilt, genau unter die Lupe zu nehmen. Das tut John (Daryl) in gewohnter Klasse und kommt schon bald dem tatsächlichen Täter sowie seinen Beweggründen auf die Spur. Der angenehme Erzählstil des Autors fesselt wie immer und durch geschickte Wendungen bleibt es auch durchgehend spannend.

Einmal mehr lässt es sich Alex Winter nicht nehmen, seine durch zahlreiche Australien-Aufenthalte erlangten Kenntnisse über Flora und Fauna dem Leser näherzubringen. So gern ich das mag, in diesem Buch ist es mir streckenweise ein bisschen zu detailverliebt gewesen, dass wirklich jede Pflanze den passenden australischen Kontext bekommt und nicht auch einfach mal ein Baum ein Baum sein konnte. Auch die unzähligen Wasserlöcher und wichtigen Stationen auf den Farmen waren in ihrer Vielfältigkeit teilweise etwas verwirrend. Sehr schön integriert dagegen war mit den Paakantyi ein weiterer Aborigine-Stamm, der mit interessanten Nebenfiguren aufwartet und die Besonderheiten der Eingeborenen einmal mehr aufs Tapet bringt.

So fühlte ich mich auch mit Daryl Simmons‘ 7. Fall sehr gut unterhalten und freute mich, dass sogar ein klein wenig Romantik aufkam. Da Daryl bereits vor seinem Gedächtnisverlust sein Herz ein klein wenig verschenkt hatte, bin ich gespannt, wie der Autor dies im Folgeband lösen wird, denn zumindest einen mit dem Schauplatz Tasmanien wird es noch geben.

Ich danke dem Autor bzw. dem bookshouse Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin at Mittwoch, Mai 3rd, 2017 | Filed under: Thriller/Krimi,Winter, Alex | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Martin Krist
Verlag: Edel Elements
ASIN: B01NC12D50
E-Book: 473 Seiten
Persönliche
Wertung:
,5

 

 

Komplexes Krimipuzzle mit Suchtfaktor

Inhalt:

Familienidylle im Grunewald. Dann wird Valentinas Ehemann brutal ermordet. Laut Polizei soll sich der wohlhabende Unternehmer mit den falschen Leuten eingelassen haben. Sind jetzt auch sie und ihre beiden kleinen Kinder in Gefahr? Valentina begibt sich auf eine gefährliche Spurensuche.

David Gross, Ex-Polizist und Problemlöser. Er wird beauftragt, in einem ungeklärten Brandfall sowie bezüglich des Verschwindens eines jungen Wissenschaftlers zu ermitteln. Dabei tritt er schon bald den falschen Leuten auf die Füße. Außerdem beschäftigt ihn zunehmend die Sorge um seine verschwundene Frau und den kranken Sohn. Keine guten Voraussetzungen für einen Ermittlungserfolg.

Meine Meinung:

Eines sind Thriller von Martin Krist ganz sicher nicht – leichte Kost. Einmal mehr lässt der Autor in „Brandstifter“ seinen besonderen Ermittler David Gross von der Leine. Dieser ist eine sehr facettenreiche Figur. Anders als ein Polizist im Dienste des Staates umgeht er schon gern mal das Gesetz und folgt seinen eigenen Plänen und Ansichten. Neben seinen Ermittlungen spielt auch sein Privatleben eine Rolle, das ihn oft ablenkt. Hier bleibt vieles offen, was auf weitere spannende Thriller hoffen lässt.

Wer den Autor bereits kennt, weiß, dass er seine Leser nicht schont. Weder was Brutalität und Realitätsnähe noch die Komplexität seines Stoffes angeht. Es gibt drei Handlungsebenen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Jedoch kristallisiert sich nach und nach heraus, dass dem ganz und gar nicht so ist. Alles hängt zusammen, aber erst ganz zum Ende hin lösen sich die losen Fäden und ergeben ein zufriedenstellendes Ganzes. Neben den zahlreichen Figuren, die aus mehreren Handlungsebenen resultieren, stellte eine weitere Schwierigkeit dar, dass diese auch noch auf unterschiedlichen Zeitebenen und nicht synchron ablaufen. Hier ist erhöhte Aufmerksamkeit ein Muss. Gerade durch die kurzen Kapitel, die ich sehr gern mag, und schnellen Wechsel verliert man da leicht mal den Faden bzw. übersieht Details.

Hier befand ich mich mal wieder im Zwiespalt. Einerseits treiben die schnellen Wechsel mit teilweise bösen Cliffhangern das Tempo enorm in die Höhe, sodass man durch das Buch fliegen möchte, andererseits kann man sich genau das nicht leisten, wenn man alles verstehen will. Wie kaum ein anderer Thrillerautor vermag es Martin Krist, den Leser zum Miträtseln zu animieren. Dennoch fehlt es nicht an Überraschungsmomenten. Das Buch endet – auch das ist nicht neu bei Martin Krist – relativ abrupt und es braucht eine Zeit, sich das ganze Geschehen noch mal vor Augen zu führen.

Das E-Book hat ein paar kleine (wahrscheinlich) Formatierungsfehler, sodass Sätze verstellt sind, aber das schränkt das Lesevergnügen nur geringfügig ein. Es werden sehr häufig bereits gesprochene Sätze aus vorherigen Kapiteln in Gedanken wiederholt. Dieses Stilmittel finde ich zwar gut, um die Intensität zu erhöhen, es kam mir dennoch ein paarmal zu oft zum Einsatz.

Das soll es aber auch schon an Kritik gewesen sein. „Brandstifter“ ist für den anspruchsvollen Thrillerleser wieder eine echte Perle und sollte nicht lange im Buchregal verbleiben.

Kerstin at Sonntag, März 26th, 2017 | Filed under: Krist, Martin,Thriller/Krimi | RSS 2.0 | TB | No Comments
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