Kerstins Bücherreich

„Der Bücherwurm liest sogar die Bücher, die er rezensiert.“ Gabriel Laub (1928-98)

Rezension: “Verwischte Spuren”

 

Autor:

Alex Winter
Verlag: bookshouse
ASIN: B06XDBYG1H
E-Book: 436 Seiten
Persönliche
Wertung:
,5
Serienzuge-hörigkeit: 7. Fall für Detective Daryl Simmons

 

Daryl Simmons – back im Outback

Inhalt:

Farmertochter Sally Storer ist kopflos vor den Problemen auf ihrer Heimatfarm geflohen – sie wird für das spurlose Verschwinden ihres Ehemannes Jesse verantwortlich gemacht – und hat sogar Suizidgedanken. Am Ufer des Warburton River findet sie einen schwer verletzten Mann, der ohne ihre sofortige Hilfe wohl kaum überlebt hätte. Es stellt sich heraus, dass der Mann unter einer totalen Amnesie leidet, was seine Herkunft und Vergangenheit betrifft. John Rivers, wie Sally ihn nennt, überredet sie, auf die Farm zurückzukehren und sich den Problemen zu stellen. Inzwischen ist auch noch ihr Vater verschwunden, dessen Leiche bald darauf gefunden wird. In John erwacht das Ermittlergen, doch schnell wird er selbst verdächtigt und gerät zwischen die Fronten von Sallys und Jesses Familie sowie den dort ansässigen Paakantyi-Aborigines, die ihre eigenen Gründe für Geheimnisse haben.

Meine Meinung:

Welch wunderbare Neuigkeit – war mein erster Gedanke, als ich las, dass es einen 7. Band der Daryl Simmons-Reihe geben wird, war das doch am Ende von Band 6 nicht unbedingt zu erwarten. Zwar könnte man das Buch auch unabhängig der Vorgänger-Bände lesen, aber zumindest Teil 6 zu kennen, wäre schon sinnvoll. Denn Daryl Simmons erlangt im Verlaufe dieses Bandes sein Gedächtnis nicht zurück und Neuleser erfahren daher nur das, woran sich John Rivers erinnert. Generell ist jedoch die ganze Serie so lesenswert, dass man ruhig von vorn beginnen sollte.

Der Detective ist diesmal aufgrund seiner Amnesie natürlich nicht gezielt zur Lösung eines kniffligen Falles ausgesandt, landet aber genau in einem solchen, indem er Sally zu ihrer Farm begleitet. Hier tun sich mal wieder eine Reihe von Verdächtigen auf, die es gilt, genau unter die Lupe zu nehmen. Das tut John (Daryl) in gewohnter Klasse und kommt schon bald dem tatsächlichen Täter sowie seinen Beweggründen auf die Spur. Der angenehme Erzählstil des Autors fesselt wie immer und durch geschickte Wendungen bleibt es auch durchgehend spannend.

Einmal mehr lässt es sich Alex Winter nicht nehmen, seine durch zahlreiche Australien-Aufenthalte erlangten Kenntnisse über Flora und Fauna dem Leser näherzubringen. So gern ich das mag, in diesem Buch ist es mir streckenweise ein bisschen zu detailverliebt gewesen, dass wirklich jede Pflanze den passenden australischen Kontext bekommt und nicht auch einfach mal ein Baum ein Baum sein konnte. Auch die unzähligen Wasserlöcher und wichtigen Stationen auf den Farmen waren in ihrer Vielfältigkeit teilweise etwas verwirrend. Sehr schön integriert dagegen war mit den Paakantyi ein weiterer Aborigine-Stamm, der mit interessanten Nebenfiguren aufwartet und die Besonderheiten der Eingeborenen einmal mehr aufs Tapet bringt.

So fühlte ich mich auch mit Daryl Simmons‘ 7. Fall sehr gut unterhalten und freute mich, dass sogar ein klein wenig Romantik aufkam. Da Daryl bereits vor seinem Gedächtnisverlust sein Herz ein klein wenig verschenkt hatte, bin ich gespannt, wie der Autor dies im Folgeband lösen wird, denn zumindest einen mit dem Schauplatz Tasmanien wird es noch geben.

Ich danke dem Autor bzw. dem bookshouse Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

This entry was posted on Mittwoch, 3. Mai 2017 and is filed under "Thriller/Krimi, Winter, Alex". You can follow any responses to this entry with RSS 2.0. You can leave a response here, or send a trackback from your own site.

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