Kerstins Bücherreich

„Der Bücherwurm liest sogar die Bücher, die er rezensiert.“ Gabriel Laub (1928-98)

Rezension: “Die Unterweisung”

 

Autor:

Sandra Henke
Verlag: Heyne
ISBN-10: 3453545923
Taschenbuch: 289 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Das Lustschloss des Grafen

Zum Inhalt:

Scotia soll das Familienunternehmen, die edle Pralinenmanufaktur „Lush Chocolates“, eines Tages übernehmen, nachdem ihr Bruder sich zurückgezogen hat, um seine eigenen Träume zu verwirklichen. Sie setzt all ihre Kraft und Energie dafür ein, hat quasi kein Leben neben der Arbeit und unterdrückt ihre heimlichen Wünsche. Die treten deutlich zu Tage, als sie auf Aidan trifft, den dominanten Inhaber des verruchten Lustschlosses „Taboo“. Ihre Neugier ist zu groß und so folgt sie seiner Einladung in den Club, selbstverständlich maskiert. Sie lässt sich zur Lustsklavin ausbilden und geht völlig darin auf. Doch schon bald merkt sie, dass da noch ganz andere Gefühle im Spiel sind. Wird sie zu ihrer Neigung stehen können und alle Bedenken hinsichtlich ihrer adeligen Herkunft und den Ruf der Firma betreffend über Bord werfen können?

Meine Meinung:

Ein weiteres Mal hat es Sandra Henke geschafft, mich mit einem heißen BDSM-Roman zu begeistern. Ich lese das Genre eigentlich nur in ganz kleinen Dosen, um nicht zu sagen fast ausschließlich aus der Feder der Autorin. Denn hier weiß ich vorher, dass ich keine lustlose Aneinanderreihung von Pornoszenen bekomme, sondern eine tolle Geschichte, die so viel mehr beinhaltet.

Es geht nicht nur darum, seine sexuellen Vorlieben auszuleben, sondern überhaupt zu sich zu stehen, den Mut zu finden, für sich zu und seine Liebe zu kämpfen. Ein bisschen Familiendrama, Intrige, Eifersucht, ganz viel Gefühl und Herz. Scotia war mir sofort sympathisch und ihr Tanz auf dem Drahtseil, hin- und hergerissen zwischen Verpflichtung und Leidenschaft, wurde von der Autorin unheimlich gut umgesetzt. Über Aidan als Dominus braucht man kaum Worte zu verlieren. Ein Traummann schlechthin, der es zwar liebt, seine dominante Seite auszuleben, dabei aber nie die Bedürfnisse seiner Partnerin ignoriert. Aber auch Rock, Scotias Bruder, mochte ich sehr gern.

Die erotischen Szenen im Club sind teilweise sehr explizit und feuern das Vorstellungsvermögen enorm an. Für mich persönlich wäre ein Eindringen in die Welt des BDSM unvorstellbar, nichtsdestotrotz macht es riesigen Spaß, dank Sandra Henke quasi mal durchs Schlüsselloch in sie einzutauchen. Ich muss auch sagen, man lernt doch tatsächlich immer wieder noch dazu, was so alles möglich ist.

Das Buch ist keine Minute langweilig, man fiebert zu jeder Zeit mit den Protagonisten mit und schlägt den Roman nach ihrem verdienten Happy End mit einem seligen Lächeln zu. Für Fans des Genres einfach unverzichtbar.

Ich danke dem Heyne Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

This entry was posted on Sonntag, 21. Januar 2018 and is filed under "Erotik, Henke, Sandra, Liebesroman". You can follow any responses to this entry with RSS 2.0. You can leave a response here, or send a trackback from your own site.

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