Kerstins Bücherreich

„Der Bücherwurm liest sogar die Bücher, die er rezensiert.“ Gabriel Laub (1928-98)

Category: Fantasy/Paranormal

 

Autor:

J. K. Rowling, John Tiffany & Jack Thorne
Verlag: Carlsen
ISBN-10: 3551559007
Gebundene Ausgabe 333 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

Kein Roman, aber dennoch lesenswert

Inhalt:

Auch nach neunzehn Jahren ist das Leben für Harry Potter nicht viel leichter geworden. Er kämpft nach wie vor mit seiner Vergangenheit und die größten Probleme hat er mit seinem mittleren Sohn Albus, der sich so gar nicht in die Rolle eines „Potter“ einfinden kann und in Hogwarts nur einen wahren Freund findet – ausgerechnet Draco Malfoys Sohn Scorpius.

Albus ist von der fixen Idee besessen, wenigstens eines der Opfer, die beim Kampf gegen Voldemort sterben mussten, zu retten. Mittels Zeitumkehrer reisen er und Scorpius in die Vergangenheit, richten dabei ein einziges Chaos an und verursachen eine Zukunft, die so keiner will. Nur mit äußerster Finesse gelingt es erneut, dem Dunklen Lord ein Schnippchen zu schlagen.

Meine Meinung:

Ich muss zugeben, ich bin ein großer Harry Potter-Fan und freute mich schon lange auf die deutsche Ausgabe dieses Buches, ohne mir groß über die Aufmachung Gedanken zu machen. Ein kleiner Schock war es dann schon, lediglich Dialoge, Regieanweisungen und Set-Erklärungen vorzufinden. Okay, mein Fehler, man hätte sich natürlich genau erkundigen können, aber Harry Potter wird halt blind gekauft. Es hätte mich auch nicht abgehalten.

Zugegeben, das Lesen in dieser Script-Form ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber da ich ohnehin dialoglastige Texte mehr mag als langschweifige Beschreibungen ging das nach einer gewissen Zeit absolut reibungslos.

Das Buch setzt genau dort ein, wo Band 7 aufhörte. Ich konnte die Gefühle von Albus sehr gut nachempfinden. Der Sohn eines Harry Potter zu sein, ist sicher nicht so einfach. Klar, man kann sich nun darüber aufregen, wie die geliebten Figuren sich entwickelt haben, aber das Leben geht nun mal seltsame Wege. Keiner kann heute sagen, wie er in neunzehn Jahren ist, von daher nahm ich den Autoren die Charakterzeichnungen der bekannten Darsteller nicht übel. Ich war einfach nur froh, wieder mitten im Potter-Universum zu sein.

Durch die Reisen in die Vergangenheit begegnet der Leser so vielen schmerzlich vermissten Figuren, teilweise bereits verstorbenen, dass es einfach wie eine Heimkehr war. Auch die jeweils durch den Eingriff von Albus und Scorpius geänderten Realitäten fand ich sehr spannend.

Überhaupt hat es an Spannung für mich nicht gefehlt. Im Gegenteil, das Buch schaffte es, mich in kürzester Zeit wieder so zu fesseln, wie es früher der Fall war. Natürlich geht durch die Script-Form einiges an Atmosphäre verloren, man sollte sich eben stets vor Augen halten, dass es hier um ein Theaterstück geht und als dieses kann ich mir die Geschichte sehr gut vorstellen. Im Übrigen auch als Film, den es hoffentlich geben wird.

Mag es einige Logiklöcher und Unwahrscheinlichkeiten geben, aber welche Zeitreisegeschichte hat die nicht? Mich hat das Buch auf jeden Fall gut unterhalten, mir liebgewonnene Figuren wieder nahe gebracht und ein klein wenig Humor war auch dabei. Alles in allem ist dies nun vielleicht kein absoluter Volltreffer, aber für Harry Potter-Fans auf jeden Fall doch lesenswert und eine schöne Ergänzung zum bisher Bekannten.

Kerstin at Freitag, September 30th, 2016 | Filed under: All Age/Jugend,Fantasy/Paranormal,J. K. Rowling | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Kay Noa
Verlag: Selfpublishing
ASIN: B00J6GU1LW
E-Book: 328 Seiten
Persönliche
Wertung:
Serienzuge-hörigkeit: Band 1 der
”Vampire Guide”-Reihe

 

Witziger Einstieg in etwas andere Vampirserie

Inhalt:

Neu-Single Lexa tourt durch Münchens Clubs und lässt sich auf ein Abenteuer mit dem charismatischen Baghira ein. Eine Nacht mit Folgen, denn plötzlich nimmt sie beunruhigende Veränderungen an sich wahr. Tags darauf findet sie den sogenannten „Vampire Guide“ in ihrem Briefkasten und muss alsbald der Wahrheit ins Auge sehen. Sie wurde vampirifiziert. Leider ist sie die Einzige, die Baghira, der sich inzwischen als kaltblütiger Mörder entpuppt, identifizieren kann. Ihr eröffnet sich eine Schattenwelt mit Werwölfen, Elfen und Zombies, die alle real unter uns existieren. Es gilt, das Geheimnis vor dem Rest der Menschheit zu wahren und Baghira schnellstmöglich unschädlich zu machen, was sich als gefährlicher denn erwartet herausstellt.

 

Meine Meinung:

Nach der Twilight-Welle und der damit einhergehenden Marktüberschwemmung mit Vampirromanen habe ich vom Genre erst mal eine Weile Abstand gebraucht. Inzwischen kam aber die Lust, es wieder mal mit einem Vampirroman zu versuchen. Dabei bin ich auf die „Vampire Guides“-Reihe von Kay Noa gestoßen und habe natürlich mit dem ersten Band begonnen, der bereits im Sommer 2014 erschienen ist.

Mit Twilight hat das Buch ganz klar nichts zu tun. Es ist weder eine Teenie-Lovestory noch gibt es weichgespülte Vampire, die glitzern. Überhaupt spielt die Liebe, zumindest in diesem Band, eher eine Nebenrolle. Es überwiegen hier ganz klar der Humor und die Spannung, was ich sehr wohltuend fand. Das ganze paranormale Genre wird sogar ein wenig auf die Schippe genommen, was für wirklich lustige Momente sorgt.

Neu-Vampir Lexa findet sich für mein Dafürhalten ein bisschen schnell und problemlos mit ihrem neuen Zustand ab, aber das mag ihrem taffen Charakter zuzuschreiben zu sein. So richtig ins Herz geschlossen habe ich sie bisher noch nicht, aber das kann ja noch kommen. Sehr sympathisch dagegen waren mir ihre Freundin sowie die Werwölfe. Toll fand ich die berufliche Integrierung der verschiedenen Schattenwesen, insbesondere der Zombies. Da könnte man heutzutage, mehr noch als vor zwei Jahren bei Erscheinen des Buches, wirklich denken, schon einigen von ihnen begegnet zu sein.

Durch sehr individuelle Ortsbeschreibungen wird einiges an Lokalkolorit vermittelt und die Jagd nach Baghira gestaltet sich äußerst spannend. Der insgesamt sehr flüssige und wirklich amüsant zu lesende Schreibstil erhält leider einen kleinen Dämpfer durch die extrem hohe Fehlerquote. Ob es die Zeichensetzung bei der wörtlichen Rede ist, die ständig wechselnde Form der Höflichkeitsrede oder auch krude Wortschöpfungen und einfache Vertippser. Die Anzahl ist einfach zu hoch für ein korrigiertes Buch.

Das schmälert natürlich insgesamt das Lesevergnügen nur wenig und so bietet „Vom falschen Mann gebissen“ einen erfrischend anderen Blickwinkel in die Welt der Vampire und weiß sich gewiss mit den Folgebänden noch zu steigern.

Ich danke der Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Kerstin at Montag, Juni 27th, 2016 | Filed under: Fantasy/Paranormal,Noa, Kay | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Laura Newman
Verlag: Selfpublishing
ISBN-10: 3739212543
Taschenbuch 332 Seiten
Persönliche
Wertung:
,5

 

 

Ein Sommer voller Überraschungen

Inhalt:

Wahrscheinlich zum letzten Mal vor ihrem Collegeantritt verbringt Emily die Ferien im Haus ihrer Großmutter in der Kleingartensiedlung Devlins Hope. Sie hat vor, viel zu lesen und einfach nur die Seele baumeln zu lassen. Einen Strich durch die Rechnung macht ihr jedoch Jonah, der Enkelsohn ihrer Nachbarn von nebenan. Der gut aussehende Typ steckt voller Geheimnisse, die Emily unbedingt ergründen will. Es ergibt sich, dass sie fast ihre gesamte Freizeit miteinander verbringen und sich dabei immer näher kommen. Als Emily hinter Jonahs Geheimnis kommt, macht sie das komplett fassungslos.

Meine Meinung:

Ich habe von Laura Newman bisher nur den ersten Teil der Nachtsonne-Trilogie gelesen, aber die Vorankündigung zu „Jonah“ seit Längerem verfolgt. Da in diesem Roman besonders viel Herzblut der Autorin steckt, was man über diverse YouTube-Videos erfahren konnte, wollte ich es unbedingt lesen.

Besonders das Setting hat mich sofort begeistert, denn diese ländliche Idylle entspricht genau meinen Vorstellungen von einem traumhaften Leseurlaub. Die Beschreibungen waren dabei so plastisch, dass man Laura, die sich selbst oft zum Schreiben an einen ähnlichen Ort zurückzieht, förmlich vor sich sehen konnte.

Beginnt das Ganze noch recht harmlos als nette Liebesgeschichte, nimmt es dann plötzlich eine unerwartete Wendung, die mich etwas zwiegespalten zurückgelassen hat. Denn ein wirklich zufriedenstellendes Happy End war ab diesem Zeitpunkt für mich nicht mehr möglich. Nichtsdestotrotz baut sich ab dieser Stelle eine Spannung auf, die den Leser atemlos mitfiebern lässt. Ohne zu spoilern, kann ich natürlich auf Jonahs Geheimnis nicht näher eingehen, aber es hat es echt in sich.

So gibt es im Buch, während aus Sympathie so langsam Freundschaft und eine zart erblühende Liebe wird, viele romantische Momente, aber ebenso auch schmerzvolle Szenen, die unheimlich ans Herz gehen. Sowohl Jonah als auch Emily sind sehr sympathische Charaktere, denen man ihr Glück wirklich von Herzen gönnen möchte.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und geht einher mit einer gewissen Sogwirkung, der man sich schlecht entziehen kann, ohne auch die letzte Silbe gelesen zu haben. Das bittersüße Ende ist passend und auch nicht anders möglich gewesen, ließ mich jedoch ein wenig traurig zurück.

Insgesamt ein wirklich schönes Leseerlebnis, das ich jüngeren wie älteren, vorrangig weiblichen, Lesern nur empfehlen kann.

Kerstin at Donnerstag, Januar 14th, 2016 | Filed under: All Age/Jugend,Fantasy/Paranormal,Newman, Laura | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Stefan Steinmetz
Verlag: Selfpublishing
ISBN-10: 1517277221
Taschenbuch: 248 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Ein etwas anderer Vampirroman

Inhalt:

Der 12jährige Bastian hat es nicht leicht. Vom häufig betrunkenen Vater wird er schikaniert, während die Mutter nur zuschaut. Auch gegen ältere Schulkameraden, die es immer auf die Kleinen abgesehen haben, hilft meist nur die Flucht. So begibt er sich oft aufs Dach des Hochhauses, in dem er lebt und lässt Papierschwalben in den Abendwind segeln. Eines Abends trifft er dort auf die bezaubernd schöne Helga, die mit dem Gedanken spielt, sich umzubringen. Er kann sie ablenken und sie werden Freunde. Jedoch darf er Helga nur am Abend treffen und sie ist meist barfuß unterwegs. Welches Geheimnis verbirgt seine Freundin vor ihm und hat es mit den immer häufiger vorkommenden Morden in der näheren Umgebung zu tun?

Meine Meinung:

Stefan Steinmetz hat hier einen wirklich etwas anderen Vampirroman geschrieben. Dass es einer ist, verrät erst der Klappentext, denn weder Titel noch Cover weisen darauf hin. Obwohl man sich bei dem abgebildeten Hochhaus ganz gut das Setting vorstellen kann, finde ich ansonsten die Gestaltung doch recht nüchtern.

Schön, dass der Roman in heimischen Gefilden spielt, was auch mit einer großen Portion Lokalkolorit deutlich wird. Dies allerdings auch bis hin zu einigen regionaltypischen Ausdrücken, die ich erst mal nachschlagen musste.

Die Protagonisten sind erst zwölf, sodass auch das große Thema Liebe und Sexualität, ohne die sonst kaum ein Vampirroman auskommt, ausgespart wird. Es geht hier um eine wirklich innige und liebenswerte Freundschaft, gegenseitige Unterstützung und die schmerzliche, dramatische Geschichte eines kleinen Mädchens, das unendliches Leid durchmachen musste.

Das Buch ist zu keiner Zeit langweilig und besonders die Verbindung zur Nazi-Zeit fand ich sehr gelungen. In diesem Zusammenhang, aber auch bei den aktuellen Morden gibt es einige schwer verdauliche Stellen, aber das gehört zu einem guten Vampirroman. Weniger gefallen haben mir allerdings die allzu häufigen Wiederholungen. Da kommt man sich als Leser irgendwann doch ein wenig für dumm verkauft vor. Ein gutes Lektorat hätte hier sicher nicht geschadet. Ebenso sind mir die häufige Fäkalsprache sowie die kruden Wortschöpfungen in Verbindung mit dem Hausmeister sauer aufgestoßen. Es sollte sicher witzig rüberkommen, aber mir war dies definitiv zu viel.

Helga und Bastian sind liebenswerte Charaktere, die der Leser einfach mögen muss. Man gönnt ihnen von Herzen ihr Happy End, wenn es auch in der Ausprägung schon ein wenig konstruiert wirkt, wenn sich alle Träume so haargenau erfüllen.

Insgesamt bietet der Roman eine abwechslungsreiche Vampirgeschichte mit interessantem Hintergrund, die durchaus gut zu unterhalten weiß, wenn man über ein paar kleinere Mängel, die schließlich auch Geschmackssache sind, hinwegsieht.

Ich danke Stefan Steinmetz für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Kerstin at Montag, Januar 11th, 2016 | Filed under: All Age/Jugend,Fantasy/Paranormal,Steinmetz, Stefan | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Markus Tillmanns
Verlag: Selfpublishing
ASIN: B0143GWWIO
Ebook: 218 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Vielversprechender Auftakt einer Superhelden-Reihe

Inhalt:

Nick ist ein schüchterner Teenager, der seine Nase am liebsten in Comichefte steckt. Durch seine schmächtige Statur und die extreme Unsportlichkeit gilt er als spinnerter Nerd und wird von seinen Mitschülern permanent gedisst. Erst im neuen Mitschüler Bruce findet er einen Gleichgesinnten. In dessen Garten stürzt zufälligerweise ein Komet und Nick verspeist aus Versehen einen Teil davon. Über Nacht verändert sich sein Leben. Nick wird zum Superheld, der sich auch umgehend gegen einen Superschurken zur Wehr setzen muss. Ein Traum hat sich erfüllt, doch leider gibt es auch ungeahnte Nebenwirkungen, oder wie ist der unbändige Durst nach Blut zu erklären?

Meine Meinung:

Ich muss zugeben, das Lesen dieses Kurzromans war eine Art Experiment für mich, da ich mich immer mal wieder gern mit etwas Neuem befasse. Eigentlich mache ich ja um alles, was mit Superhelden zu tun hat (Batman, Spiderman, Superman) einen großen Bogen, von den X-Men vielleicht mal abgesehen, was aber auch an Wolverine liegen könnte.

Doch Markus Tillmanns gelingt mit „Geburt eines Helden“ ein vielversprechender Auftakt. Er bleibt dabei dem Schema treu, dass ein unscheinbarer Nerd plötzlich zum Superhelden mutiert. Man ist flugs durch und gerade als es so richtig interessant wird, ist das Buch zu Ende, was ich ein wenig schade fand. Aber für Nachschub wurde ja bereits gesorgt.

Die Sympathien fliegen Nick von der ersten Seite an zu, natürlich vor allem, weil man mit einem Mobbing-Opfer von Haus aus Mitleid hat. So unsicher sich Nick nach außen gibt, so clever und abenteuerlustig ist unser Held in seinen Gedanken. Mit Bruce wird ihm ein Partner an die Seite gestellt, von dem man noch nicht viel erfährt.

Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig, er fängt die Sprache der Jugend gut ein und weiß auch mit einigen sehr humorvollen Sprüchen zu punkten. Für Fans des Superhelden-Genres, vor allem jüngeren Jahrgangs, ist das Buch definitiv zu empfehlen. Aber auch ältere Semester könnten durchaus ihren Spaß daran finden und wissen wollen, wie es mit dem „Basaltblitz“ weitergeht, denn die großen Abenteuer stehen ihm wohl noch bevor.

Kerstin at Donnerstag, November 26th, 2015 | Filed under: Abenteuer,All Age/Jugend,Fantasy/Paranormal,Tillmanns, Markus | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Rose Snow
Verlag: Self-Publishing
ASIN: B010YSEGHK
E-Book: ca. 224 Seiten
Persönliche
Wertung:
,5

 

 

Auftakt der Fantasy-Trilogie – ein wahrhaft sinnliches Erlebnis

Inhalt:

Nach ihrem Tod erwacht die junge Lee in einer ihr völlig fremden Welt, die in die acht Sinne Wut, Ekel, Trauer, Wachsamkeit, Freude, Erstaunen, Vertrauen und Angst unterteilt ist. Mit sieben weiteren Erweckten muss sie unmittelbar ein Turnier bestreiten, um dann ihrer zugewiesenen Bestimmung zu folgen. Im Gegensatz zu den anderen hat sie nur wenige „geschenkte“ Erinnerungen, sodass ihr die Integration anfangs schwerfällt. Durch einen Regelverstoß wird sie ausgerechnet mit dem Ekelträger Ben durch Magie verbunden, der ihr schon von Beginn an nur negativ aufgefallen ist, mal von seinem guten Aussehen abgesehen.

Sie geraten mitten in eine Verschwörung und müssen die Ermordung eines ihrer Miterweckten ansehen. Da sie einem skrupellosen Geheimbund zu nahe kommen, geraten sie selbst in Gefahr und sind fortan einem großen Geheimnis auf der Spur. Eigentlich ist nur Lee an der Aufklärung interessiert, da sie aber vorerst nicht von Ben loskommt, muss dieser sie gezwungenermaßen begleiten. Eine Reise durch die verschiedenen Sinnes-Länder beginnt. Bleibt zu hoffen, dass die so gegensätzlichen Sinnträger eine gemeinsame Basis finden.

Meine Meinung:

„Acht Sinne: Band 1 der Gefühle“ ist, wie der Name schon sagt, der erste Band einer Fantasy-Trilogie des Autorinnen-Duos Rose Snow. Da ich bereits von ihrer Rache-Reihe sehr begeistert war, wollte ich mir den Ausflug ins neue Genre nicht entgehen lassen, obwohl Fantasy bis auf wenige Ausnahmen eigentlich nicht zu meinen liebsten Genres gehört. Ich kann aber bereits sagen, dass ich keineswegs enttäuscht wurde.

Der Einstieg in diese Fantasy-Welt erfolgt abrupt und ohne jede Vorwarnung. Der Leser ist genau wie die Protagonistin Lee erst mal völlig überwältigt von all den neuen Eindrücken, denn neben den verschiedenen Sinnen gilt es außerdem noch die einzelnen Begabungen der Neuerweckten auseinanderzuhalten. Das ist nicht so ganz einfach und es braucht einige Zeit, bis man so richtig drin ist.

Da ausschließlich aus Lees Sicht erzählt wird, bleiben die Gedanken der anderen natürlich unbekannt, was vor allem in Hinsicht auf Ben sehr schade ist. Obwohl er seinem Sinn entsprechend ein richtiger Ekel-Typ sein kann, so hat er doch das gewisse Etwas, was auch Lee schon bald erkennen muss. Sie ist ein wenig hin- und hergerissen in ihren Gefühlen ihm gegenüber.

Unglaublich fantasievoll haben Rose Snow diese magische Welt aufgebaut, mit einem Detailreichtum, der mir echt große Achtung abverlangt. Sehr oft fühlte ich mich in der Faszination an die Harry Potter-Bücher erinnert, und das nur im positivsten Sinne. Dennoch ist alles ganz anders, einfach in diesem Maße noch nie gelesen, was natürlich auch daran liegen kann, dass ich generell sehr wenig Fantasy lese. Die Autorinnen beschreiben die verschiedenen Welten sehr bildhaft, sodass man auch die ungewöhnlichsten Dinge förmlich vor sich sehen kann.

Neben dem Setting ist es vor allem das Zusammenspiel zwischen Lee und Ben, womit das Buch punktet. Die Wortgefechte, die die beiden sich bieten, haben schon eine besondere Klasse. Mal muss man einfach mit den Augen rollen, mal möchte man lauthals loslachen. Ich bin gespannt, wie sich ihre Verbindung weiterentwickelt in den Folgebänden und ob es vielleicht auch noch andere Kandidaten gibt, die an Lee interessiert sind.

Was mir auch gefallen hätte, wäre eine Verknüpfung zur alten, also unserer Welt, gewesen. Aber dazu könnte es ja durchaus in den Folgebänden weitere Informationen geben, da doch vieles vorerst offen geblieben ist. Das Buch ist in 10 Kapitel unterteilt und enthält bereits eine Leseprobe zum 2. Band, sodass der vorhandene Cliffhanger ein wenig abgemildert wird.

Alles in allem ein wunderbar fantasievoller und interessanter Auftakt der Trilogie, der nach der Fortsetzung schreit, die zum Glück nicht lange auf sich warten lässt, da alle Teile noch diesen Sommer erhältlich sein werden.

Kerstin at Samstag, August 1st, 2015 | Filed under: All Age/Jugend,Fantasy/Paranormal,Snow, Rose | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Kristina Günak
Verlag: Selfpublishing
ASIN: B00WQ6ZZ92
E-Book: 169 Seiten
Persönliche
Wertung:
Reihenzuge-hörigkeit: Band 4 der Elionore Brevent-Reihe

 

Turbulent auch ohne Weltrettungsmission

Inhalt:

Kaum mal glücklich und sorglos, meint das Schicksal auch schon, Eli, der gewitzten Erdhexe, kein ruhiges Leben gönnen zu wollen. Denn die Forstbehörde kündigt ihren Mietvertrag und ein neues Haus muss her. Mit einem Gestaltwandler an ihrer Seite, der schon mal unverhofft als Jaguar in den Wald springt und eigenen magischen Ritualen, die bevorzugt nachts stattfinden, wären Nachbarn eher kontraproduktiv. Wider Erwarten wird ein passendes Objekt gefunden, doch in dem haust ein nicht sehr entgegenkommender Kobold und auch Elis Erdlinie ist nicht so ohne Weiteres bereit, ihren alten Platz aufzugeben. Ganz klar, dass Eli und all ihren Freunden nun aufregende Wochen bevorstehen.

Meine Meinung:

Wie? Keine Weltrettungsmission? Einfach nur der triste Alltag von Eli und Vincent, dem testosterongesteuerten Kater an ihrer Seite? Weit gefehlt, denn Normalität gibt es in Elis Leben nicht. Ja, endlich ist er da, der 4. Band der magischen Hexen-Serie rund um Elionore Brevent und ihre Freunde.

Zum Ende des dritten Bandes hat sich Eli ja strikt geweigert, noch mal fast im Alleingang die Welt retten zu müssen. Was also tun als einfallsreiche Autorin? Nun, dann schmeißt man ihr eben andere Steine in den Weg, in diesem Fall, man nimmt ihr einfach einen Teil ihrer Existenz. Eli muss sich auf die Suche nach einer neuen Bleibe machen, und erstmals wird ihr dabei bewusst, dass sie nicht mehr nur allein alle Entscheidungen treffen kann. Denn Vincent möchte als Partner an ihrer Seite wahrgenommen werden und vor allem auch handeln. Das führt natürlich zu einigen Reibereien.

Über den besonderen Humor von Kristina Günak habe ich mich glaube ich schon in diversen Rezensionen ausgelassen, sodass ich fürchte, mich zu wiederholen. In dem Bereich gibt es für mich einfach nichts Besseres momentan. Ich glaube, selbst bei einem Manuskript ohne Namen würde ich diesen unverwechselbaren Schreibstil herauslesen.

Dieser Band 4 ist aufgrund der fehlenden Weltrettungsmission ein wenig kürzer geraten, nichtsdestotrotz aber genauso turbulent wie die vorhergehenden Bände. Vor allem gibt es eine ganz große Portion Eli und Vincent, es wird sogar richtig romantisch. Hach. Aber auch die liebgewonnenen Nebenfiguren sind allesamt mit am Start und machen das Lesevergnügen so ein weiteres Mal rund.

Mit einem bitterbösen Cliffhanger, der auf eine wieder außergewöhnliche Bedrohung hinweist, endet das Buch. Aber die Autorin ist fair. Sie warnt nämlich ausdrücklich davor und wenn man so was nicht mag, kann man gut beim perfekten Happy End aufhören. Selbst schuld, wer nicht hören kann. Konnte ich natürlich nicht und muss jetzt wie alle anderen Nägel kauend auf die hoffentlich nicht so lange auf sich warten lassende Fortsetzung hoffen.

Kerstin at Dienstag, Mai 26th, 2015 | Filed under: Fantasy/Paranormal,Günak, Kristina,Humor,Liebesroman | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Laura Newman
Verlag: Selfpublishing
ASIN: B00JAMKDW4
E-Book: 255 Seiten
Persönliche
Wertung:
Serienzuge-hörigkeit: Band 1 der “Nachtsonne-Chroniken”

 

Vielversprechender Auftakt der Nachtsonne-Chroniken

Inhalt:

Mit circa fünftausend anderen Menschen lebt die 17jährige Nova in einem sogenannten HUB, knapp 200 Meter unter der Erde. Die Sonne ist zur Bedrohung für die Erde geworden, ein Leben auf der Erdoberfläche nicht mehr möglich. Ein zufällig aufgeschnapptes Gerücht ändert alles. Sollten sie nicht die letzten Überlebenden sein, gibt es weitere HUBs? Das Wissen wird zur Gefahr und es bleibt Nova und ihren Freunden Jacob, Nume und Marzellus nur die Flucht – hinaus ins Feuerland. Unvorstellbares erwartet sie und neben einer abenteuerlichen Zeit erwartet Nova auch Joaquim, der ihre Gefühle ordentlich durcheinanderbringt.

Meine Meinung:

Ich bin unheimlich froh, durch ein Hangout mit Annika Bühnemann die Autorin Laura Newman kennengelernt zu haben und damit auch ihre Bücher. Denn obwohl ich ein großer Fan von Dystopien bin, schon lange, bevor sie en masse auf den Markt kamen, war sie mir bisher kein Begriff. Im Ergebnis musste ich mir sofort den ersten Band der Nachtsonne-Chroniken besorgen und meine Erwartungen wurden noch übertroffen.

Die Ausgangssituation erinnerte mich ein wenig an „Silo“ von Hugh Howey, wobei ich dort bisher nur die ersten zwei E-Books des gesplitteten ersten Bandes gelesen habe. Unheimlich schnell fand ich mich jedoch in dieser ganz eigenen Geschichte wieder. Die Autorin gelingt es, ohne langes Larifari direkt Spannung aufzubauen, was ich stets sehr begrüße. Diese Spannung bleibt auch das gesamte Buch über auf hohem Niveau, zwischendurch lässt sie den Leser kaum zu Atem kommen aufgrund unerwarteter und schneller Wendungen.

Zwar wird aus Sicht von Nova erzählt, aber auch die Nebenfiguren bekommen durch ihre individuellen Hintergrundgeschichten Format. Ein paar wenige Ungereimtheiten entstanden für mich bei Gefühlen und Empfindungen von Nova, die sie so eigentlich nicht haben dürfte, wenn sie ihr ganzes bisheriges Leben abgeschottet unter der Erde leben musste. Dafür mochte ich die wirklich süße Liebesgeschichte. Da knistert es im wahrsten Sinne des Wortes und es bleibt trotzdem im Rahmen.

Mir gefiel, dass das Szenario mit der sterbenden Sonne durchaus seine Glaubwürdigkeit hat. Andere Sachen, die an X-Men erinnern, worauf ich aber hier vorerst nicht näher eingehen möchte, bedürfen noch einer Erklärung. Ja, es bleiben natürlich einige Fragen offen, aber es ist ja auch der Auftakt einer Trilogie und dies somit ganz normal. Undenkbar, für mich jedenfalls, nun nicht wissen zu wollen, wie es weitergeht.

Eine einfache, flüssige Sprache, die gut zu den Protagonisten passt, die überwiegend im Teenageralter sind, der glaubwürdige dystopische Weltenaufbau sowie die mitreißende Spannung, die einen nicht mehr loslässt, machen das Buch für mich zu einem absoluten Pageturner.

Kerstin at Dienstag, März 24th, 2015 | Filed under: Abenteuer,All Age/Jugend,Fantasy/Paranormal,Newman, Laura,Science Fiction | RSS 2.0 | TB | No Comments

Heute habe ich das Vergnügen, mal eine ganz junge Gastrezensentin auf meinem Blog zu begrüßen. Und zwar handelt es sich um die 13-jährige Cara Hower. Ich finde, für ihr Alter macht es diese kleine Leseratte schon richtig gut, oder?

 

Autor:

Andrea Klier
Verlag: bookshouse
ISBN-10: 9963724485
Taschenbuch 240 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Sturmwind – Die Tochter der Magierin

Inhalt:

Seit ihrer frühesten Kindheit wird Laura von mysteriösen Albträumen geplagt. Als sie 10 Jahre alt ist, erfährt sie, dass sie die Tochter einer Magierin ist. Doch bevor Laura Näheres dazu erfahren kann, verstirbt ihre Großmutter, ohne Laura in weitere Geheimnisse einzuweihen. Sie hinterlässt Laura eine Truhe, die sich jedoch nur mit einem Rätsel öffnen lässt. Aber wie kommt Laura hinter des Rätsels Lösung? Helfen sollen ihr dabei ihre beiden besten Freundinnen Lea und Lotta, die allerdings zwei ganz normale Mädchen sind. Gemeinsam machen sich die drei auf die Suche nach Hilfe, die sie bei der Hexe Luel-Tatalra-A-O finden. Sie unterrichtet Laura, Lea und Lotta in der Hexenkunst.

Als ob die drei mit dem Lernen und dem Rätsel zum Öffnen der Truhe nicht genug um die Ohren haben, müssen sie eine weitere Aufgabe lösen. Es geht um einen geheimnisvollen Zauberstab, der vor dem bösen Kallator beschützt werden muss. Zudem muss der Zauberstab an einem Hexenkongress dem rechtmäßigen Besitzer übergeben werden.

Ob die Mädchen den ihnen gestellten Aufgaben gewachsen sind und alle drei wirklich zu Hexen werden? Werden sie den rechtmäßigen Besitzer des Zauberstabes finden und ihn übergeben können? Können Laura und ihre Freundinnen das Geheimnis der Truhe lüften?

Meine Meinung:

Die Geschichte um Laura und ihre Freundinnen ist spannend und fesselnd geschrieben. Man taucht beim Lesen in eine Welt der Magie ein und die eigene Fantasie wird angeregt. Der Schreibstil der Autorin ist einfach gehalten, sodass es als Kinderbuch gut zu lesen und zu verstehen ist.

Ich denke, dass das Buch „Sturmwind – Die Tochter der Magierin“ für Kinder ab ca. 9 Jahren gut geeignet ist.

Kerstin at Dienstag, Januar 13th, 2015 | Filed under: All Age/Jugend,Fantasy/Paranormal,Klier, Andrea | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Kristina Günak
Verlag: Selfpublishing
ISBN-10:

3000477292

ASIN: B00PD14JZ8
Taschenbuch/
E-Book:
368 Seiten
Persönliche
Wertung:
Reihenzuge-
hörigkeit:
Band 1 – Elionore-Brevent-Reihe

 

Wunderbar spritziges Lesevergnügen im neuen Gewand

Inhalt:

Elionore Brevent ist in erster Linie Hexe, in zweiter ständig vom Schlafmangel verfolgte Immobilienmaklerin. In dieser Eigenschaft lernt sie den attraktiven Vampir Nicolas Deauville kennen. Obwohl sie dem Vampirvolk eher skeptisch gegenübersteht, findet sie dieses Exemplar doch ganz nett. Als in seinem Garten aber plötzlich Teile des Elfenvolkes ihr Unwesen treiben und dazu noch ein kreuzgefährlicher Werjaguar – Vincent mit Namen – des Nachts um ihr Haus schleicht, wird es selbst der katastrophenerprobten Eli ein wenig zu viel.

Schlussendlich stellt sich heraus, dass sie aufgrund einer weitläufigen Verwandtschaft mit den Elfen dazu auserkoren wurde – mittels Prophezeiung, ausgerechnet – einen magischen Orakelstein aus einer anderen Dimension zu beschaffen. Eine Verweigerung ist keine Option, denn die unberechenbaren Elfen fordern die Gefahr, dass die Menschheit von der magischen Gemeinde unter ihnen erfährt, durch immer riskantere Eingriffe in die Infrastruktur, geradezu heraus. Also wagt Eli begleitet von Nicolas und Vincent das Abenteuer, und schon bald wird klar, dass außer Verstand und Leben auch ihr Herz in Gefahr geraten ist.

Meine Meinung:

„Eine Hexe zum Verlieben“ ist der erste Band der bereits von 2011 bis 2013 im Ubooks Verlag erschienenen Elionore Brevent-Reihe, im neuen Gewand und komplett überarbeitet. Ebenfalls enthalten ist die bisher unveröffentlichte Bonusgeschichte „Ach du dicke Katze“. Eine Genre-Zuordnung fällt nicht leicht, weshalb sich die Autorin selbst ihre Gedanken gemacht und sich schließlich für „Magic Chick“ entschieden hat. Das trifft es meines Erachtens perfekt.

Die Erdhexe Eli ist ein äußerst liebenswerter Charakter, deren köstlicher Humor äußerst charmant zu unterhalten weiß. Besonders auch ihre Selbstironie bietet hohes Identifikationspotential mit der modernen Frau von heute. Trotz Verzicht auf ausführliche Liebesszenen liegt über den Begegnungen von Vincent und Eli permanent eine prickelnde Spannung. Doch auch gruselige Momente und lebensgefährliche Situationen in der anderen Dimension machen den Roman zu einem besonderen Leseerlebnis.

Wer Elis magische Welt voller Gefahren, attraktiver Gestaltwandler und weiteren verrückt anmutenden Geschöpfen noch nicht kennt, sollte dies schleunigst nachholen. Lasst euch von Eli ebenso sehr bezaubern, wie es ihr von der ersten Seite an bei mir gelungen ist.

Kerstin at Dienstag, November 18th, 2014 | Filed under: Fantasy/Paranormal,Frauen,Günak, Kristina,Humor,Liebesroman | RSS 2.0 | TB | No Comments
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