Kerstins Bücherreich

„Der Bücherwurm liest sogar die Bücher, die er rezensiert.“ Gabriel Laub (1928-98)

Category: Henke, Sandra

 

Autor:

Sandra Henke
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 154549519X
Taschenbuch: 216 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Herzchenkonfetti trifft es perfekt

Inhalt:

Trotz eines schlimmen Schicksalsschlages hat Lilly den Mut und die Freude am Leben nicht ganz verloren. Geholfen haben ihr dabei die Romane ihrer Lieblingsschriftstellerin. Als ihre Schwester sich zufällig verplappert und ihr verrät, dass hinter dem Pseudonym der Autorin ein Mann steckt, der auch noch ganz in der Nähe wohnt, hat Lilly nur noch ein Ziel. Sie muss Benjamin Moon finden. Denn wenn jemand ihr Herz so sehr berühren kann, muss er auch ein großartiger Mensch sein. Doch statt des Autors trifft sie nur auf den mürrischen Gärtner Jack, der kein gutes Haar an Benjamin lässt. Dennoch fühlt sie sich von ihm angezogen und geht einen Deal mit ihm ein. Verliert sie dabei ihr Herz und kann sie darüber den Schriftsteller vergessen?

Meine Meinung:

Welcher leidenschaftliche Leser hat noch nicht davon geträumt, einmal dem Autor der Zeilen zu begegnen, die ihn immer aufs Neue berühren und in andere Welten entführen? Mir zumindest geht es so und daher kann ich mich in Lilly auch unheimlich gut hineinversetzen. Nicht unbedingt durch ihr knallbuntes Wesen, was sie besonders macht. Aber ihre Herzenswärme, ihr Mut und der positive Blick in die Zukunft haben mich stark berührt.

Mit „Herzchenkonfetti“ startet die seit Jahren erfolgreich etablierte Autorin Sandra Henke im Selfpublishing eine Reihe von Wohlfühlgeschichten, die den Leser seinen Alltag vergessen lassen sollen. Dabei gibt es weder eine „Rote Ohren-Garantie“ noch atemlose Thriller-Spannung. Vielmehr geht es um die ganz großen Gefühle, wundervoll romantische Plätze und ein zum Seufzen schönes Happy End. Gewürzt ist das Ganze aber dennoch mit jeder Menge Drama, Missverständnissen und Zweifeln, bei denen das Lesen zu einer Achterbahnfahrt wird.

Meist aus der Sicht von Lilly erzählt, erhält man aber auch Einblick in das gar nicht so berauschende Leben von Benjamin Moon. Jack wirkt anfangs unnahbar, schleicht sich aber mit jeder Seite mehr ins Herz von Lilly und natürlich auch den Lesern. Die beiden sind so bezaubernde Protagonisten, dass man sie eigentlich gern noch viel länger hätte begleiten wollen.

Bei mir hat die Autorin auf jeden Fall ihr Ziel erreicht. Ich wurde regelrecht in das Buch gezogen, konnte alles um mich herum vergessen und am Ende recht schwer wieder loslassen. Genau so muss eine Liebesgeschichte sein. Absolute Empfehlung für alle Leseratten und Romantiker, die den Glauben an die große Liebe noch nicht verloren haben.

Kerstin at Sonntag, Mai 7th, 2017 | Filed under: Frauen,Henke, Sandra,Liebesroman | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Sandra Henke
Verlag: Heyne Verlag
ISBN-10: 3453545761
Taschenbuch: 285 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Zwei Schwestern am Ziel ihrer erotischen Träume?

Zum Inhalt:

Die Schwestern Muriel und Alica leben zurückgezogen in einer verfallenen Holzhütte im Wald. Der Immobilienmakler Tatum versucht mit allen Mitteln, das Grundstück in die Finger zu bekommen, um sich endlich von seinem despotischen Vater loszusagen und sein eigenes Unternehmen zum Erfolg zu führen. Doch Muriel und Alice hüten ein tragisches Geheimnis, was einen Verkauf unmöglich macht.

Tatum spielt in die Hände, als er die geheime Leidenschaft von Alica entdeckt, sich sexuell zu unterwerfen. Ihm als Dominus fällt es nicht schwer zu erreichen, dass sie ihm komplett verfällt. Womit er nicht gerechnet hat, ist, dass er bald schon selbst nicht mehr von ihr lassen kann. Auch im Leben der spröden Muriel gibt es plötzlich einen Mann, der sie nach allen Regeln der Kunst verführt. Doch sind seine Absichten wirklich ehrlich …

Meine Meinung:

„Mit starker Hand“ ist einmal mehr ein Highlight von Sandra Henke im Genre Erotik-Roman. Was mir sehr gefällt, ist, dass sie es immer schafft, ihre wirklich heißen Love-Storys mit einem packenden Plot zu ummanteln. So geht es neben dem Sex auch um Familiendramen, Machtansprüche, Geldgier und Gefühle.

Zwar kann man als Leser sehr schnell ahnen, was es mit Lesters Aktionen auf sich hat und auch worin das Geheimnis der Schwestern besteht, das schmälert aber nicht die Spannung und das Vergnügen, die Entwicklung zu verfolgen.

Ein bisschen negativ stößt es mich schon auf, dass wohl momentan noch immer kaum ein Erotikroman ohne BDSM auskommt, weshalb ich dem Genre auch bereits etwas untreu geworden bin, jedoch war es in diesem Fall für mich okay, da es nicht gar zu sehr ins Extreme geht und als Gegenpart ja immer noch Muriel da ist, die es zarter mag. Die Erotik ist dann auch wie von der Autorin gewohnt außerordentlich heiß und fantasievoll, jedoch immer noch niveauvoll und niemals vulgär.

Sehr schön beschrieben, wie Tate sein eigentliches Ziel aus den Augen verliert und trotz seiner Härte immer mehr zu Wachs in den Händen von Alica wird. Gegen die wahre Liebe ist eben keiner gefeit.

Mich hat der Roman mal wieder in eine andere, sinnliche Welt entführt und für aufregende Lesestunden gesorgt. Fans des Genres gebe ich daher eine uneingeschränkte Empfehlung.

Ich danke dem Heyne Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin at Sonntag, Juni 12th, 2016 | Filed under: Erotik,Henke, Sandra | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Sandra Henke
Verlag: dotbooks
ASIN:

B00KRFY1QC

E-Book: ca. 100 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Herzschmerz in Adelskreisen

Inhalt:

Laras beste Freundin Franka ist eine verarmte Gräfin, immer auf der Suche nach dem Traumprinz. Mit dem charmanten Fürsten Filippo di Promona scheint dieser nun gefunden, auch wenn Lara bei ihrer eher flatterhaften Freundin nicht so recht daran glauben möchte. Sie selbst kann mit Prunk und Protz so gar nicht umgehen, hält lieber an der inzwischen gar nicht mehr so aufregenden Beziehung zur ihrem Freund Timo fest. Doch als sie Filippo zum ersten Mal begegnet, ist alles anders. Die Gefühle spielen verrückt, aber da ist auch das Versprechen, dass nie ein Mann zwischen die Freundinnen kommen darf.

Meine Meinung:

Die im Bereich der erotischen Liebesromane, und inzwischen unter dem Pseudonym Laura Wulff auch bei Krimis, sehr erfolgreiche Autorin Sandra Henke hat sich entschlossen, die „Fürstenromane“ aus ihrer Anfangszeit bei dotbooks im E-Book-Format neu auflegen zu lassen.

Dass der Roman schon einige Jahre auf dem Buckel hat, merkt man ihm schon an, oder es ist der besondere Aufbau eines Heftromans, mit dem ich wenig Erfahrung habe, und auch nicht weiß, ob es heute noch so gehandhabt wird. Da ich es inzwischen einige Jahre gewohnt bin, mit klaren Perspektiven zu lesen, hat mich das wilde Hin- und Herspringen in den Köpfen der Protagonisten ein wenig irritiert, aber man stellt sich schnell darauf ein.

Natürlich ist auch klar, dass im Rahmen eines Heftromans eine tiefere Charakterdarstellung und Vielschichtigkeit auf der Strecke bleiben. Die Geschichte wirkt auch arg konstruiert und bietet so kaum Überraschungen.

Nichtsdestotrotz liest sie sich flüssig, tritt die Liebe ihren Siegeszug an. Die gute Portion Kitsch, die hier geboten wird, ist für den einen oder anderen vielleicht genau die richtige Dosis, um dem tristen Alltag zu entfliehen und sich in die Welt der Reichen und Schönen zu träumen.

Kerstin at Sonntag, Juli 13th, 2014 | Filed under: Henke, Sandra,Liebesroman | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Sandra Henke
Verlag: Heyne
ISBN-10:

3453545419

Taschenbuch 239 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

Schule der sanften Unterwerfung

Inhalt:

In jeder Hinsicht unbefriedigt fühlt sich Naomi mit ihrem Lebensgefährten Cheng, der ausschließlich am Erfolg seiner Firma interessiert zu sein scheint. Um über ihre Beziehung nachzudenken, nimmt sie sich eine Auszeit und besucht das Weingut ihres Onkels William Brookstone im Napa Valley. Das Gästehaus, welches sie sonst immer bewohnt, ist allerdings belegt durch den charismatischen Autor Sam. Naomi entdeckt, dass dieser offensichtlich vorhat, ein Enthüllungsbuch über die Sexeskapaden ihrer traditionsreichen Winzerfamilie zu schreiben. Um dies zu verhindern, lässt sie sich auf einen Deal mit ihm ein. Für jedes zu löschende Kapitel muss Naomi sich in einer Session komplett unterwerfen und Sam als ihren Gebieter anerkennen. Sie bricht zu ungeahnten Ufern der Lust auf, aber ihre Familie verbirgt noch ein weiteres Geheimnis vor ihr, mit dem sie nicht gerechnet hat.

Meine Meinung:

Als großer Fan der Alpha-Reihe der Autorin Sandra Henke konnte es nicht ausbleiben, dass ich mir auch ihre anderen Bücher früher oder später ansehen werde. „Der Gebieter“ war nun der erste ihrer bei Heyne veröffentlichten Romane für mich.

Einmal mehr ist es ihr vorzüglich gelungen, das Setting nahezu greifbar zu machen. Man fühlt sich als Leser mitten in die Weinberge vom Napa Valley hineinversetzt, spürt das Kitzeln der Sonnenstrahlen auf der Haut und würde selbst gern als Beobachter durch die dortige Natur streifen. Naomi blüht förmlich auf, als sie endlich ihre geheimen Sehnsüchte ausleben kann und Sam ist ein anbetungswürdiger Dominus, der sich seiner Verantwortung voll bewusst ist und nie zu weit geht.

Geschuldet der geringen Seitenzahl nehmen allerdings die erotischen Szenen ein wenig Überhand und es entsteht der Eindruck, dass in der Familie tatsächlich jeder irgendwie seiner Lust völlig ungehemmt nachgeht. Wenn sich Naomi nicht gerade selbst in einer Session befindet, begegnet sie auf jedem ihrer Streifzüge einem Paar oder sogar Trio, dass gerade bei der Sache ist. Dennoch hat die Autorin um die Sexszenen eine glaubhafte Geschichte gewoben und sorgt durch das Aufdecken eines Familiengeheimnisses zum Ende sogar für Überraschung.

Die erotischen Treffen selbst sind detailreich beschrieben, ohne jedoch je vulgär zu werden. Da Naomi in Sachen SM noch völliger Neuling ist, wird sie sanft in die Spielart eingeführt, weswegen das Buch auch für Leser gut geeignet ist, die damit noch keine Erfahrung haben. Wer in dieser Materie schon etwas tiefer drinsteckt, wird vielleicht nicht die gewünschte Befriedigung erfahren. Auch spielt durch die beginnende Liebe der beiden Protagonisten die Romantik eine immer größere Rolle, weswegen sich das Buch eher für Frauen mit einem gefühlvollen Herz eignet.

„Der Gebieter“ ist eine äußerst anregende Einführung in die Welt der sanften Unterwerfung und Dominanz, die ich gern weiterempfehle.

Kerstin at Donnerstag, Juli 5th, 2012 | Filed under: Erotik,Henke, Sandra | RSS 2.0 | TB | No Comments
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