Kerstins Bücherreich

„Der Bücherwurm liest sogar die Bücher, die er rezensiert.“ Gabriel Laub (1928-98)

Archives: Mai 2018

 

Autor:

Michael E. Vieten
Verlag: Abacus Verlag
ASIN: B07B7R9GW3
E-Book: 296 Seiten
Persönliche
Wertung:
,5

 

 

Der Mensch ist des Menschen Wolf

Inhalt:

Im Wolfsgehege eines Tierparks im Hunsrück werden menschliche Überreste gefunden. Ein willkommener Anlass für die Gegner der Einrichtung, die eine Schließung aufgrund finanzieller Interessen befürworten, die Angst der Menschen in der näheren Umgebung zu schüren. Christine Bernard beginnt zu ermitteln und schnell kristallisieren sich mehrere mögliche Spuren heraus. Wer steckt wirklich hinter dem feigen Mord? Die Kommissarin gibt alles und gerät dabei erneut mehr als einmal selbst in Lebensgefahr.

Meine Meinung:

Inzwischen hat Michael E. Vieten den 4. Band um Christine Bernard vorgelegt. Die vorherigen Fälle werden teilweise kurz angeschnitten, es ist aber nicht nötig, diese vorab gelesen zu haben.

Mit der Einbeziehung des Wolfes in seinen Kriminalfall nimmt sich der Autor erneut eines aktuellen Themas an, denn die zunehmende Wiederansiedlung des Wolfes in Deutschland ruft sowohl Gegner als auch Befürworter dieses großartigen Tieres auf den Plan, womit ausgedrückt sein sollte, auf welcher Seite ich mich sehe.

Es ist deutlich zu spüren, dass der Autor auf Kritik reagiert. Die hohe Attraktivität der Kommissarin ist diesmal gar kein Thema, auch die Namensbezeichnungen sind angenehmer zu lesen. Christine ist weit weniger starrsinnig, hat also auch eine Entwicklung durchgemacht und die allzu häufigen spontanen Perspektivwechsel wurden ebenfalls reduziert.

Der Leser bekommt interessante Hintergrundinfos zum Wolf an sich und die vielfältigen Spuren ermöglichen ein Miträtseln bis zum Schluss. Das Ende ist auch nicht wirklich vorhersehbar, wenn auch gut nachvollziehbar. Durch gute polizeiliche Ermittlungsarbeit erschließt sich Schritt für Schritt die Lösung. Dennoch wird es nie langweilig und an einigen Stellen, wenn sich Christine doch mal wieder allein dem Gegner stellt, sogar so richtig spannend.

Das Einfließen ihres Privatlebens im genau richtigen Umfang macht die Kommissarin noch sympathischer und menschlicher.

Alles in allem ein wirklich gut recherchierter und aufbereiteter Kriminalfall, der auch Leser mit empfindlicherem Gemüt überzeugen sollte. Es bleibt auf jeden Fall spannend bei Christine Bernard und ich werde ihre Tätigkeit als Kommissarin bestimmt weiterverfolgen.

Ich danke dem Autor bzw. dem Abacus Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin at Sonntag, Mai 20th, 2018 | Filed under: Thriller/Krimi,Vieten, Michael E. | RSS 2.0 | TB | No Comments

 

Autor:

Rose Snow
Verlag: Selfpublishing
ISBN-10: 1980665850
TB: 337 Seiten
Persönliche
Wertung:
,5

 

 

Modernes Märchen über die Suche nach der wahren Liebe

Inhalt:

Im britischen Königshaus gibt der Zweitgeborene, Prinz Henry, gern den Partyprinz und forciert Schlagzeilen geradezu. Die Liebe ist für ihn nur ein Spiel, bis er eines Tages den Schauspielerinnen Haley und Maxine begegnet. Beide haben von Beginn an eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf ihn.

Seit Jahrhunderten soll ein Fluch über der Königsfamilie liegen und nur ein Kuss der wahren Liebe in einer bestimmten Vollmondnacht ist in der Lage, ihn zu brechen. Prinz Henry glaubt natürlich nicht daran, doch die Zufälle häufen sich und schlussendlich muss er eine Entscheidung treffen.

Meine Meinung:

Mit „Der Prinz und die Schauspielerin“ legt das Autorenduo Rose Snow einen märchenhaften Roman vor, der für sich allein steht und nichts mit ihren anderen Reihen zu tun hat.

Parallelen zum tatsächlichen britischen Königshaus sind unverkennbar und sicher beabsichtigt. Aber auch an die Serie „The Royals“ fühlte ich mich oft erinnert und hatte an diesen Doppeldeutigkeiten besonders viel Spaß.

Die Perspektive wechselt zwischen Henry, dem Prinzen und Haley sowie Maxine. Da jeder seine eigene Sicht auf gewisse Situationen schildert, kommt es schon mal zu Überschneidungen, aber das fand ich besonders interessant und nicht etwa störend. Sympathisch waren die Damen irgendwie beide, da wäre auch mir eine Entscheidung schwergefallen. Aber in diesem Fall muss man wohl einfach sein Herz sprechen lassen.

Genial gelöst auch die Einschübe der „echten“ und der „unechten“ Liebe. Hier konnte der Leser wunderbar miträtseln, wer nun wer ist. Auch ich habe meine Meinung mehrmals über den Haufen geworfen. An einer Stelle, meine ich, wird zu viel verraten, aber da auch durch die gespielten Märchen auf einer Geburtstagsfeier (tolle Idee übrigens, wäre ich sofort dabei) ständig die Haarfarben der Damen wechseln, hatte ich zum Ende hin auch wieder keinen Plan. Die Auflösung ist wunderschön und alle finden ihr Happy End. Wer nun welchen Traumprinzen bekommt, müsst ihr schon selbst lesen.

Ein wirklich schöner Ausflug in die Welt der Märchen, voller Romantik und großer Gefühle, auf den Rose Snow mich wieder einmal mitgenommen haben.

Ich danke den Autorinnen für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares, was meine Meinung aber nicht beeinflusst hat.

Kerstin at Dienstag, Mai 1st, 2018 | Filed under: Fantasy/Paranormal,Liebesroman,Snow, Rose | RSS 2.0 | TB | No Comments
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