Kerstins Bücherreich

„Der Bücherwurm liest sogar die Bücher, die er rezensiert.“ Gabriel Laub (1928-98)

Rezension: “Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt”

 

Autor:

Kristina Günak
Verlag: Lyx
ASIN: B01N904MUF
E-Book: 288 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Bestseller schreiben, ist nicht alles

Zum Inhalt:

Der kleine Verlag, in dem Bea Weidemann arbeitet, steckt in der Krise. Einzige Chance, ihn zu retten, ist der Gewinn eines renommierten Literaturpreises durch Tim Bergmann, dem mit seinem Roman ein Volltreffer gelungen ist. Dumm nur, dass der einzige Bestsellerautor des Verlags so gar nicht medienkompatibel ist. Er trägt sein Herz auf der Zunge und scheut auch vor Skandalen im Fernsehen nicht zurück, was ihn bei den Lesern zum begehrten Rebellen macht. Bea wird verdonnert, ihn auf einer Lesereise zu begleiten, um weitere Werbung für sein Buch zu machen.

Die fleißige Arbeitsbiene Bea und der chaotische Tim scheinen so gar nichts gemeinsam zu haben und so sind heftige Auseinandersetzungen vorprogrammiert. Je länger sie jedoch aufeinander angewiesen sind, umso deutlicher wird, dass sie so verschieden gar nicht sind. Und dass Tim ein äußerst attraktiver Mann ist, kann Bea schlussendlich auch nicht länger ignorieren …

Meine Meinung:

Schon sehr lange habe ich mich auf den neuen Roman von Kristina Günak gefreut, zumal er im Verlagsmilieu spielt und damit mein Lieblingsthema behandelt. Wie erwartet war es wieder ein Fest, der humorig-spritzigen Schreibweise der Autorin zu folgen.

Ich-Erzählerin Bea ist hochgradig organisiert, aufopfernd bis zur Selbstaufgabe, warmherzig und lässt sich dennoch nicht die Butter vom Brot nehmen. Wie eine Löwin kämpft sie für ihre Familie und ihren Verlag, auch wenn das heißt, sich mit einem Hornochsen wie Tim Bergmann abzugeben. Dieser bleibt anfangs etwas blass, da man aus seiner Perspektive leider nichts lesen kann, aber im Laufe der Lesereise taut er immer mehr auf und zeigt die guten Seiten seines Charakters.

Neben allem Humor spricht die Autorin mit der Vergangenheit der Protagonisten aber auch ein ernstes Thema an, ohne es überzudramatisieren. Es passt einfach sehr gut und macht die gegenseitige Anziehung der beiden glaubhaft. So begleitet der Leser das Paar dann auch gern zu ihrem großen Ziel, kann sehr oft ein Schmunzeln nicht unterdrücken und schwelgt am Ende in Glücksgefühlen. Zumindest ging es mir so und ich kann jedem nur empfehlen, mal etwas von Kristina Günak bzw. Kristina Steffan zu lesen, weil ihre Bücher es immer wieder schaffen, meinen Tag ein klein wenig sonniger werden zu lassen.

This entry was posted on Dienstag, 23. Mai 2017 and is filed under "Frauen, Günak, Kristina, Humor, Liebesroman". You can follow any responses to this entry with RSS 2.0. You can leave a response here, or send a trackback from your own site.

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