Kerstins Bücherreich

„Der Bücherwurm liest sogar die Bücher, die er rezensiert.“ Gabriel Laub (1928-98)

 

Autor:

Elk von Lyck
Verlag: Selfpublishing
ISBN-10: 1533537968
Taschenbuch: 318 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Roman, der zum Nachdenken anregt …

Inhalt:

Der erfolgreiche Anwalt Achim Oster leidet an Schlafproblemen. Als er mal wieder frühmorgens auf einem Berliner Trödelmarkt unterwegs ist, erwirbt er eine Reihe von alten Fotos aus den Zwanziger Jahren. Darunter das Porträt einer Frau, die ihn unglaublich fasziniert und der er bereits in seinen Träumen begegnet zu sein scheint. Auf Anraten seiner Lebensgefährtin sucht er einen Psychotherapeuten auf, um seinen Schlafstörungen auf den Grund zu gehen. Während einer Hypnose wird er in sein früheres Leben als Max Lehnfeldt zurückversetzt, wo er als Maler in Paris tätig war. Dort begegnet ihm auch die Frau auf dem Foto wieder. Trotz der Gefahr, sich zu verlieren, setzt Achim alles daran, seine frühere Existenz restlos aufzuklären.

Meine Meinung:

Bei „Hundert Jahre Liebe“ von Elk von Lyck handelt es sich um eine Neuauflage des bereits 2010 erschienenen Romans „Die Frau am Fenster“. Es handelt sich hier um ein Werk der ruhigeren Töne, das man nicht mal eben schnell wegliest. Im Gegenteil, wer sich richtig Zeit dafür nimmt, wird viele leise Zwischentöne erkennen, die den Roman zu etwas Besonderem machen. Gerade wer sich ein wenig mit Philosophie auseinandergesetzt hat, wird hier bestimmt neue Anregungen finden.

Achims großen Wunsch der Aufarbeitung seiner Vergangenheit als Max Lehnfeldt kann ich sehr gut nachvollziehen. Schließlich muss das Gefühl, ständig ein fehlendes Puzzleteil vor Augen zu haben, kein angenehmes sein. Der Autor entführt den Leser ins aufregende Paris der Zwanziger Jahre, wunderschöne Orte Ostpreußens zwischen den Weltkriegen, die es heute so leider nicht mehr gibt, bis hin nach England und Schottland. Dabei werden vor allem Kunstliebhaber (Malerei, Architektur) und geschichtlich Interessierte voll auf ihre Kosten kommen. Mir persönlich waren die Beschreibungen, vor allem in der Mitte des Buches, manchmal ein wenig zu detailverliebt und ausschweifend. Das bremste den an sich schon recht flüssigen Schreibstil dann doch ein wenig aus.

Die Liebesgeschichte von Fiona und Max bleibt für meinen Geschmack auch ein wenig zu sehr an der Oberfläche. Bis kurz vor Schluss war ich mir nicht mal sicher, ob Max in Fiona nur das perfekte Modell sieht oder wirklich tiefer gehende Gefühle für sie hegt.

Das dramatische Ende von Max und wie sich der Kreis für Achim schlussendlich schließt, fand ich dagegen wieder sehr gelungen. Auf jeden Fall verfügt der Autor über großes Wissen bzw. hat sehr intensiv und bestimmt auch, zumindest im Fall von Ostpreußen, vor Ort recherchiert. Allein das verdient großen Respekt.

Wer intelligente Lektüre sucht, die zum Nachdenken animiert und dabei noch viel interessantes Wissen über Kultur und Geschichte bereithält, wird an „Hundert Jahre Liebe“ sicher Vergnügen finden.

Ich danke dem Autor für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin hat am Sonntag, Juli 24th, 2016 | Geschrieben unter: Historisch,Literatur allg.,Lyck, von Elk | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

 

Autor:

Sabine Landgraeber
Verlag: Selfpublishing
ASIN: B01I0GDW2I
E-Book: 248 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Endlich wieder Hawaii

Inhalt:

Völlig unerwartet erbt Lynn von ihrem Onkel Arthur, den sie kaum kannte, ein Haus auf Hawaii. Für sie eine super Möglichkeit, nach der Trennung von ihrem Freund der Tristesse ihres Lebens zu entkommen und einen Neustart zu wagen. Allerdings ist das Erbe an Bedingungen geknüpft und so muss sich Lynn mit dem derzeitigen Bewohner, dem gut aussehenden Cody, auseinandersetzen. Dieser leitet auf der Insel ein Surfcamp für obdachlose Jugendliche und hat noch das eine oder andere Geheimnis in petto. Als das Surfcamp systematisch sabotiert wird, müssen Lynn und Cody auf Biegen und Brechen zusammenhalten und sich gleichzeitig ihren Gefühlen stellen.

Meine Meinung:

Wie schön, Sabine Landgraeber entführt ihre Leser wieder auf ihre Lieblingsinsel Hawaii. Ich muss zugeben, so langsam hat sie es geschafft, dass meine Sehnsucht nach diesem Traumziel ebenfalls immer größer wird. Vielleicht klappt es ja doch eines schönen Tages …

Von Luisa und Anja, den Protagonisten der bereits erschienenen Hawaii-Trilogie der Autorin, erfährt man diesmal nichts, allerdings ist es ein großes Vergnügen, einige der dort bereits beschriebenen Schauplätze erneut aufzusuchen. Natürlich kann der Roman aber völlig unabhängig davon gelesen werden. Bereits das wunderschöne Cover verbreitet Urlaubsfeeling und passt somit perfekt in die Jahreszeit.

Beide Hauptfiguren waren mir sofort sehr sympathisch. Sie sind voller Lebensmut und kämpfen für das, was ihnen am Herzen liegt. Als Nebenfigur sticht besonders der liebenswerte Mr. Barnes hervor. Es gibt zudem einige Nebenhandlungen, die geradezu nach einer Fortsetzung schreiben. Von daher hoffe ich, dass die Autorin ihre Leser hier nicht lange zappeln lässt.

Zwar klingt das Ganze wie eine locker-leichte Urlaubslektüre, aber es gibt auch einiges an Tiefgang, da der äußere Schein manchmal einfach trügt. Wie immer gelingt es Sabine Landgraeber Geschichtliches über Hawaii ebenso in die Story zu integrieren wie wunderbar romantische Momente und eine Prise Spannung.

Fazit: „Verliebt in Hawaii“ ist angenehm leicht zu lesende Unterhaltung mit Tiefgang, die jede Menge Urlaubsfeeling, aber auch Romantik und Humor nicht vermissen lässt.

Kerstin hat am Sonntag, Juli 17th, 2016 | Geschrieben unter: Frauen,Landgraeber, Sabine,Liebesroman | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

 

Autor:

Rose Snow
Verlag: Selfpublishing
ASIN: B01I6PJO3E
E-Book: 180 Seiten
Persönliche
Wertung:
Serienzuge-hörigkeit: Sieben Sommersünden – Band 3 (Zorn)

 

Was schiefgehen kann, geht schief …

Inhalt:

Maya hat sich eingebildet, ihre Hochzeit auf Zakynthos stattfinden zu lassen, dem Ort, an dem ihr ihr Liebster Holger einen Antrag gemacht hat. Doch damit nicht genug, die Anreise soll in Form einer Kreuzfahrt erfolgen. Mit dabei Teenietochter Katja sowie ihr bester Freund Gérard und Freundin Rachel, die so gar keinen Bock auf das Unternehmen hat und ihre Racheagentur nur äußerst ungern sich selbst überlässt. Doch sie macht gute Miene zum bösen Spiel und bemüht sich, eine gute Freundin zu sein.

Allerdings scheint das Universum etwas gegen die Verbindung zu haben, denn was schiefgehen kann, geht auch schief. Die Ringe gehen ebenso verloren, wie das Brautkleid von der Fluggesellschaft verschlampt wird. Der Hochzeitsplaner ist unglücklich verliebt und hat gar keinen Nerv mehr für die Hochzeit und schlussendlich fällt auch noch der Pfarrer aus. Ein Sturm zieht im wahrsten Sinne des Wortes über dem Brautpaar auf, sodass sogar die Landung auf Zakynthos gefährdet ist. Wird Rachel über sich hinauswachsen und statt des Racheengels mal den Hochzeitsengel spielen? Und was war noch gleich mit ihren Gefühlen gegenüber Gérard?

Meine Meinung:

Das Autorenduo Rose Snow kehrt mit dem inzwischen 3. Band der „Sieben Sommersünden“-Reihe zum Thema Zorn an die Anfänge ihrer gemeinsamen Schreibprojekte, nämlich der „Süße Rache“-Reihe, zurück. So gibt es für alle, die von dieser ebenso begeistert waren, ein Wiedersehen mit Maya und Holger sowie Rachel und Frauenschwarm Gérard. Aber auch, wer die Bücher nicht kennt, kann sich getrost auf dieses wunderbar humorvolle Sommerleseabenteuer einlassen.

Ich jedenfalls habe erst beim Lesen gemerkt, wie sehr ich diese Protagonisten vermisst habe. Besonders Gérard, der nicht nur umwerfend aussieht, sondern auch das Herz am richtigen Fleck hat und mich mit seinem Humor stets umhaut. Neben dem für mich immer wieder interessanten Setting eines Kreuzfahrtschiffes (leider konnte ich so was noch nicht erleben) haben es Rose Snow geschafft, mich und das wird bestimmt auch vielen anderen Lesern so gehen, in die Zeit kurz vor meiner Hochzeit zu katapultieren.

Maya mag zuweilen zickig rüberkommen, aber wenn so viele Katastrophen bezüglich der Hochzeit bei mir zusammengekommen wären, hätte man mich wahrscheinlich einweisen lassen können. Von daher kann ich sie nur zu gut verstehen. Und schließlich gibt es ja auch noch einen anderen Grund für ihre Launen.

Herrlich, wie Rachel gegen den Entzug ihrer Technik kämpft, auch da war ich voll bei ihr, kann man sich doch ein Leben ohne selbige manchmal schon schwer vorstellen, auch wenn es ab und an nötig ist. Ebenso ihre widersprüchlichen Gefühle gegenüber Gérard.

Rose Snow haben es wieder wunderbar verstanden, ihre so liebenswerten Figuren erneut zum Leben zu erwecken und sie mit viel Humor alle Widrigkeiten meistern zu lassen. Da bleibt auch in Sachen Romantik kein Wunsch offen.

Das Bonuskapitel zu Lena macht neugierig und ich werde mir als Nächstes wohl doch mal die ersten beiden Bände schnappen, die bereits auf mich warten und dann den Rest der Reihe aktuell verfolgen. Ein wundervolles Projekt mit wundervollen Autorinnen (den einen Autor nicht zu vergessen), was den Lesesommer definitiv bereichert.

Kerstin hat am Montag, Juli 11th, 2016 | Geschrieben unter: Frauen,Humor,Liebesroman,Snow, Rose | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

 

Autor:

Michael Theißen
Verlag: Bastei Entertainment
ASIN: B01CNZ9N98
E-Book: 232 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Gut konstruiertes Familiendrama mit Krimielementen

Inhalt:

Katja Helmke verliert auf tragische Weise ihren erst 16jährigen Sohn Leon bei einem Autounfall. Nicht der erste Schicksalsschlag, der ihre Familie trifft, denn vor einem halben Jahr ist ihre Schwester Nicole spurlos verschwunden. Noch tief in ihrem Leid gefangen, erhält sie einen Anruf von einem Notar. Ihr Sohn hat ihr eine mysteriöse Kiste hinterlassen. Darin das Armband, welches ihre Schwester stets getragen hat. Tags darauf wird der Anwalt ermordet. Katja versucht all die Rätsel zu entwirren, doch es werden nur immer mehr. Lebt Nicole noch? Was hat ihr offenbar psychisch kranker Schwager mit ihrem Verschwinden zu tun, warum wird Katjas Mann brutal zusammengeschlagen und war Leons Tod am Ende gar kein Unfall?

Meine Meinung:

„Leons Erbe“ ist Roman Nummer 18 in der Reihe „Hochspannung“ von Bastei Entertainment und das Thriller-Debüt von Michael Theißen. Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt. Es beginnt mit dem Tod von Leon und seit dem Besuch von Katja beim Notar jagt ein Rätsel das nächste. In kurzen, prägnanten Sätzen begleitet der Leser die Ich-Erzählerin bei der Aufdeckung von immer mehr Geheimnissen, die ihren Glauben an ihre Familie zutiefst erschüttern. Die nicht allzu langen Kapitel enden oft mit einem gemeinen Cliffhanger, der zum sofortigen Weiterlesen animiert. Viele bemängeln das ja, aber ich muss zugeben, ich bin ein Fan davon.

Die Geschichte nimmt immer wieder unerwartete Wendungen, sodass der Leser sehr lange, eigentlich fast bis zum Schluss, im Unklaren bleibt, wie alles zusammenhängt. Die Auflösung ist stimmig, wenn auch am Ende alles ein wenig schnell geht. Mich hat dieser Psychothriller definitiv gut unterhalten und ich kann ihn daher Fans des Genres guten Gewissens weiterempfehlen.

Kerstin hat am Donnerstag, Juli 7th, 2016 | Geschrieben unter: Theißen, Michael,Thriller/Krimi | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

 

Autor:

Stephanie Linnhe
Verlag: List Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 354861275X
Taschenbuch: 432 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Einmal Urlaub in Cornwall machen

Inhalt:

Die junge Juna Flemming hat sich in den Kopf gesetzt, endlich nach Cornwall zu reisen. Gar nicht so einfach. Als ihre Reisebegleitung wegfällt, bleibt ihr nur eine Busreise, da sie sich nicht zutraut, selbst zu fahren. Wie schon befürchtet, ist sie mit Abstand die Jüngste in einem Bus voller Rentner. Doch das Rosamunde-Pilcher-Land entschädigt sie für vieles und auch ihre Mitreisenden haben so einiges an Überraschungen auf Lager. Zumindest gibt es einen sexy Reisebegleiter, doch bietet der mehr als heiße Luft? Ihre charmante Sitznachbarin Käthe schließt sie auf jeden Fall schnell ins Herz und nach einem eher holprigen Start auch deren Enkel Mads, der per Telefon plötzlich ständig an ihrer Seite zu sein scheint.

Meine Meinung:

Ein wirklich sehr unterhaltsames England-Abenteuer bietet Stephanie Linnhe mit ihrem Roman „Cornwall mit Käthe“ hier dem Leser. Durch den lockeren, humorvollen Schreibstil fliegen die Seiten nur so dahin, gegen Ende wird es sogar richtig gefährlich und damit spannend.

Auch wenn man selbst wahrscheinlich noch nicht das Vergnügen hatte, an so einer Reise teilzunehmen, kann man sich durch die bildhafte Beschreibung der Figuren unheimlich gut in die Protagonistin Juna einfühlen. Diese ist unheimlich sympathisch und hat mich mit ihrem Zwang zu Listen und einer geordneten Welt ein klein wenig an mich erinnert. Man merkt auf jeden Fall, dass sie das Herz auf dem rechten Fleck hat und hinter Fassaden schaut. Zudem ist sie auch selbstironisch und nimmt sich nicht gar so ernst. Käthe ist natürlich der Knaller, so eine Omi würde sich wohl jeder wünschen.

Eine große Hauptrolle spielt im Roman natürlich das Reiseziel England und im Speziellen Cornwall. So hat dann auch die Beschreibung von Stonehenge und vor allem auch St. Ives eine unheimliche Faszination und löst spontanes Reisefieber aus. Ich zumindest hätte große Lust, die Schauplätze mit eigenen Augen zu sehen, wenn auch vielleicht der Rentnerreisebus nicht die erste Wahl wäre.

Natürlich bleibt auch die Liebe nicht ganz außen vor. Die zaghafte Annäherung per Telefon zwischen Juna und Mads ist sehr süß und der Epilog belohnt den Leser mit einem wunderbar romantischen Ende.

Ich möchte daher jedem reiselustigen England-Liebhaber das Buch sehr ans Herz legen, aber auch wer nur ein wenig humorvolle Unterhaltung während des Urlaubs sucht, ist hier keinesfalls fehl am Platz.

Ich danke dem List-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin hat am Dienstag, Juli 5th, 2016 | Geschrieben unter: Abenteuer,Humor,Liebesroman,Linnhe, Stephanie | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

 

Autor:

M. L. Busch
Verlag: Selfpublishing
ASIN: B01HS8F0EW
E-Book: 198 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Ein Frosch zum Verlieben

Inhalt:

Ally hat das Single-Dasein satt. Da ein Traummann nicht in greifbarer Nähe ist, will sie sich mit einem Haustier trösten. Was Kuschliges zum Schmusen. Doch es kommt anders, denn Frosch Archibald nimmt ihr die Entscheidung im Zoogeschäft ab und findet quasi sie statt umgekehrt. Doch damit nicht genug. Er soll ein Zauberfrosch sein, der die Liebe bringt. Totaler Quatsch, findet Ally. Als sich jedoch plötzlich ihr neuer und äußerst heißer Kollege Max für sie interessiert, beginnt sie zu zweifeln. Allerdings findet ihre Freundin heraus, dass er einen Nebenjob als Stripper haben soll, und das ist ein eindeutiges No-go. Doch kann sie ihre aufkommenden Gefühle abstellen und darüber hinwegsehen?

Meine Meinung:

Bücher mit kuschligen Haustieren als Unterstützer bei der Liebessuche gibt es ja zahlreich. Da fand ich die Idee mit dem kleinen grünen Frosch, der so eine hinreißende Mimik hat, schon mal erfrischend anders. M. L. Busch legt hier mit dem Auftakt ihrer Archibald-Reihe (in der hoffentlich noch viele Teile folgen werden) eine humorvolle Liebesgeschichte vor, die den Leser auf lockere Art und Weise aufs Beste unterhält.

Ally ist eine herrlich unperfekte Protagonistin, die gern mal von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt. Dabei jedoch so sympathisch und realitätsnah, dass man sie sich als beste Freundin wünscht und ihr ihr Liebesglück von Herzen gönnt. Natürlich ist Max ein Traumtyp, wie ihn sich jede Frau ersehnt. Sein Geheimnis müsst ihr natürlich selbst ergründen. Und Archie? Nun, der ist einfach nur cool und hat mich einige Male wirklich zum Lachen gebracht. Ich bin gespannt, wen er noch alles unter die Haube bringen wird.

Wohltuend fand ich es auch, dass der zugegebenermaßen nicht sehr umfangreiche Roman ganz ohne detaillierte Sexszenen auskommt und dennoch eine wunderbare Romantik verströmt, die ans Herz geht.

Wer eine nette, humorvolle Liebesgeschichte mit liebenswerten Hauptfiguren und einem überraschenden Ende zu schätzen weiß, wird mit Archies erstem Abenteuer bestens unterhalten.

Kerstin hat am Sonntag, Juli 3rd, 2016 | Geschrieben unter: Busch, M. L.,Frauen,Liebesroman | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

 

Autor:

Kay Noa
Verlag: Selfpublishing
ASIN: B00J6GU1LW
E-Book: 328 Seiten
Persönliche
Wertung:
Serienzuge-hörigkeit: Band 1 der
”Vampire Guide”-Reihe

 

Witziger Einstieg in etwas andere Vampirserie

Inhalt:

Neu-Single Lexa tourt durch Münchens Clubs und lässt sich auf ein Abenteuer mit dem charismatischen Baghira ein. Eine Nacht mit Folgen, denn plötzlich nimmt sie beunruhigende Veränderungen an sich wahr. Tags darauf findet sie den sogenannten „Vampire Guide“ in ihrem Briefkasten und muss alsbald der Wahrheit ins Auge sehen. Sie wurde vampirifiziert. Leider ist sie die Einzige, die Baghira, der sich inzwischen als kaltblütiger Mörder entpuppt, identifizieren kann. Ihr eröffnet sich eine Schattenwelt mit Werwölfen, Elfen und Zombies, die alle real unter uns existieren. Es gilt, das Geheimnis vor dem Rest der Menschheit zu wahren und Baghira schnellstmöglich unschädlich zu machen, was sich als gefährlicher denn erwartet herausstellt.

 

Meine Meinung:

Nach der Twilight-Welle und der damit einhergehenden Marktüberschwemmung mit Vampirromanen habe ich vom Genre erst mal eine Weile Abstand gebraucht. Inzwischen kam aber die Lust, es wieder mal mit einem Vampirroman zu versuchen. Dabei bin ich auf die „Vampire Guides“-Reihe von Kay Noa gestoßen und habe natürlich mit dem ersten Band begonnen, der bereits im Sommer 2014 erschienen ist.

Mit Twilight hat das Buch ganz klar nichts zu tun. Es ist weder eine Teenie-Lovestory noch gibt es weichgespülte Vampire, die glitzern. Überhaupt spielt die Liebe, zumindest in diesem Band, eher eine Nebenrolle. Es überwiegen hier ganz klar der Humor und die Spannung, was ich sehr wohltuend fand. Das ganze paranormale Genre wird sogar ein wenig auf die Schippe genommen, was für wirklich lustige Momente sorgt.

Neu-Vampir Lexa findet sich für mein Dafürhalten ein bisschen schnell und problemlos mit ihrem neuen Zustand ab, aber das mag ihrem taffen Charakter zuzuschreiben zu sein. So richtig ins Herz geschlossen habe ich sie bisher noch nicht, aber das kann ja noch kommen. Sehr sympathisch dagegen waren mir ihre Freundin sowie die Werwölfe. Toll fand ich die berufliche Integrierung der verschiedenen Schattenwesen, insbesondere der Zombies. Da könnte man heutzutage, mehr noch als vor zwei Jahren bei Erscheinen des Buches, wirklich denken, schon einigen von ihnen begegnet zu sein.

Durch sehr individuelle Ortsbeschreibungen wird einiges an Lokalkolorit vermittelt und die Jagd nach Baghira gestaltet sich äußerst spannend. Der insgesamt sehr flüssige und wirklich amüsant zu lesende Schreibstil erhält leider einen kleinen Dämpfer durch die extrem hohe Fehlerquote. Ob es die Zeichensetzung bei der wörtlichen Rede ist, die ständig wechselnde Form der Höflichkeitsrede oder auch krude Wortschöpfungen und einfache Vertippser. Die Anzahl ist einfach zu hoch für ein korrigiertes Buch.

Das schmälert natürlich insgesamt das Lesevergnügen nur wenig und so bietet „Vom falschen Mann gebissen“ einen erfrischend anderen Blickwinkel in die Welt der Vampire und weiß sich gewiss mit den Folgebänden noch zu steigern.

Ich danke der Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Kerstin hat am Montag, Juni 27th, 2016 | Geschrieben unter: Fantasy/Paranormal,Noa, Kay | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

 

Autor:

Rose Snow
Verlag: Selfpublishing
ASIN: B01H4P2W72
E-Book: 245 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Wer ist wirklich für dich da …

Inhalt:

Tom ist verzweifelt. Hin- und hergerissen zwischen seiner Bar und dem an Alzheimer erkrankten Großvater Florian, dem er die bestmögliche Pflege angedeihen lassen möchte, reibt er sich völlig auf. Seine Eltern sind keine Hilfe, und so sucht er verzweifelt nach einer geeigneten Pflegekraft. Doch Florian arbeitet gegen ihn und vertreibt mit teilweise fiesen Tricks jede helfende Hand. Bis Ani in das Leben der beiden tritt. Sie hat selbst ihr Päckchen zu tragen, aber lässt sich so leicht nicht unterkriegen. Ist sie die Rettung für die beiden?

Meine Meinung:

Das Autorenduo Rose Snow, bisher bekannt für spritzige Chick-Lit- und Fantasy-Literatur, legt hier mal ein ganz anderes Buch vor – ein Herzensprojekt sozusagen. Denn sie schlagen ernstere Töne an, nehmen den Leser mit auf eine Reise, die jeder von uns selbst eines Tages erleben könnte. Zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf der furchtbaren Krankheit Alzheimer. Es gelingt ihnen dabei jedoch stets, eine gewisse Leichtigkeit beizubehalten, statt Niedergeschlagenheit und Traurigkeit im Gegenteil Hoffnung zu verbreiten. Hoffnung und den Glauben an die eigene Stärke.

Die drei Hauptfiguren erscheinen erst mal komplett problembeladen. Tom, der den Balanceakt zwischen Existenzsicherung und Pflege des kranken Großvaters hinbekommen möchte, Ani, die von der großen Liebe aufs Tiefste enttäuscht wurde, vor dem Nichts steht und auch familiär keinen Rückhalt hat. Und dann ist da natürlich noch Florian, der extrem störrische, aber dennoch liebenswerte Alzheimerkranke. Die Krankheit ist noch im Anfangsstadium, die guten Tage überwiegen, sodass eine traurige Stimmung gar nicht erst aufkommt. Im Gegenteil, mit viel Fantasie widersetzt sich Florian dem Lauf des Schicksals und vergrault jede Pflegerin sehr kreativ. Dabei geht er echt an Grenzen und auch wenn es lustig ist, hat mir Ani einige Male richtig leidgetan.

Die Figuren sind so realitätsnah beschrieben, ihre Schicksale gehen ans Herz, man kann einfach nicht anders, als mit ihnen mitzufiebern, ihnen ein glückliches Ende zu wünschen. Durch die wechselnde Perspektive zwischen Tom und Ani ist der Leser auch hautnah dabei, wird von den Gefühlen und Gedanken der Protagonisten mitgerissen. Es gibt humorvolle Szenen und zutiefst ans Herz gehende. Das Ende ist hinreißend romantisch und ließ zumindest mich einen ganz tiefen Seufzer ausstoßen.

Ich kann Rose Snow nur zu diesem Buch beglückwünschen, das die verschiedensten Saiten meines Leserherzes anklingen ließ und mich bestimmt auch noch lange Zeit verfolgen wird. Wer eine berührende, aus dem Leben gegriffene Lektüre sucht, die Hoffnung macht, ist mit diesem Buch bestens bedient.

Kerstin hat am Sonntag, Juni 19th, 2016 | Geschrieben unter: Humor,Liebesroman,Snow, Rose | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

 

Autor:

Sandra Henke
Verlag: Heyne Verlag
ISBN-10: 3453545761
Taschenbuch: 285 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Zwei Schwestern am Ziel ihrer erotischen Träume?

Zum Inhalt:

Die Schwestern Muriel und Alica leben zurückgezogen in einer verfallenen Holzhütte im Wald. Der Immobilienmakler Tatum versucht mit allen Mitteln, das Grundstück in die Finger zu bekommen, um sich endlich von seinem despotischen Vater loszusagen und sein eigenes Unternehmen zum Erfolg zu führen. Doch Muriel und Alice hüten ein tragisches Geheimnis, was einen Verkauf unmöglich macht.

Tatum spielt in die Hände, als er die geheime Leidenschaft von Alica entdeckt, sich sexuell zu unterwerfen. Ihm als Dominus fällt es nicht schwer zu erreichen, dass sie ihm komplett verfällt. Womit er nicht gerechnet hat, ist, dass er bald schon selbst nicht mehr von ihr lassen kann. Auch im Leben der spröden Muriel gibt es plötzlich einen Mann, der sie nach allen Regeln der Kunst verführt. Doch sind seine Absichten wirklich ehrlich …

Meine Meinung:

„Mit starker Hand“ ist einmal mehr ein Highlight von Sandra Henke im Genre Erotik-Roman. Was mir sehr gefällt, ist, dass sie es immer schafft, ihre wirklich heißen Love-Storys mit einem packenden Plot zu ummanteln. So geht es neben dem Sex auch um Familiendramen, Machtansprüche, Geldgier und Gefühle.

Zwar kann man als Leser sehr schnell ahnen, was es mit Lesters Aktionen auf sich hat und auch worin das Geheimnis der Schwestern besteht, das schmälert aber nicht die Spannung und das Vergnügen, die Entwicklung zu verfolgen.

Ein bisschen negativ stößt es mich schon auf, dass wohl momentan noch immer kaum ein Erotikroman ohne BDSM auskommt, weshalb ich dem Genre auch bereits etwas untreu geworden bin, jedoch war es in diesem Fall für mich okay, da es nicht gar zu sehr ins Extreme geht und als Gegenpart ja immer noch Muriel da ist, die es zarter mag. Die Erotik ist dann auch wie von der Autorin gewohnt außerordentlich heiß und fantasievoll, jedoch immer noch niveauvoll und niemals vulgär.

Sehr schön beschrieben, wie Tate sein eigentliches Ziel aus den Augen verliert und trotz seiner Härte immer mehr zu Wachs in den Händen von Alica wird. Gegen die wahre Liebe ist eben keiner gefeit.

Mich hat der Roman mal wieder in eine andere, sinnliche Welt entführt und für aufregende Lesestunden gesorgt. Fans des Genres gebe ich daher eine uneingeschränkte Empfehlung.

Ich danke dem Heyne Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kerstin hat am Sonntag, Juni 12th, 2016 | Geschrieben unter: Erotik,Henke, Sandra | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

 

Autor:

Allison Maruska
Verlag: Selfpublishing
ASIN: B01EH7M072
E-Book: 266 Seiten
Persönliche
Wertung:

 

 

Rätselhaftes Erbe

Inhalt:

Vier völlig unterschiedliche Menschen erhalten den Anruf eines Historikers. In ihrem bzw. dem Besitz eines Mitglieds ihrer Familie soll sich der Schlüssel zu einem geheimnisvollen Safe befinden, der kürzlich entdeckt wurde. Dieser wurde ihnen von einem Vorfahren überlassen, der seinerzeit spurlos verschwand. Die Öffnung des Safes soll dokumentiert werden und dazu fliegen die vier nach Virginia. Was sich in dem Safe befindet, ist so ungeheuerlich, dass ihr Leben fortan eine dramatische Wendung nimmt, und es muss davor geschützt werden, in falsche Hände zu geraten.

Meine Meinung:

Da ich früher sehr gern Romane von Dan Brown gelesen habe, war ich gerne bereit, mich mal wieder auf ein Abenteuer mit einem ähnlichen Plot einzulassen. Die Hauptfiguren sind extrem unterschiedlich, was sehr gut dargestellt wurde, finden aber dann irgendwie doch mehr Gemeinsamkeiten, als anfangs zu vermuten war. Durch den Wechsel zwischen den Perspektivpersonen, der im Übrigen klar abgegrenzt wurde, was auch nicht immer selbstverständlich ist, konnte man sich gut in die jeweilige Figur hineinversetzen.

Ohne zu viel verraten zu wollen, fand ich die Idee mit der Nebenwirkung der bewussten Fundsache sehr genial, da sie ja quasi ein gewisses Gleichgewicht wiederherstellt.

Leider konnte ich die Handlungsweise von Sharon in den meisten Teilen nur ansatzweise nachvollziehen. Auch das Ende, das die Beziehung zwischen Michelle und Damien nimmt, kann einen Leser nicht wirklich befriedigen und hat mich ein bisschen traurig gestimmt.

Allerdings bietet das Ende auch großes Potenzial für eine Fortsetzung, da die brisante Entdeckung in den falschen Händen tatsächlich in einer Katastrophe enden könnte. Daher sei es den Vor- wie Nachfahren gewünscht, hier Einfluss nehmen zu können, und ich wäre schon interessiert zu lesen, wie es weitergeht. Von Original her kann ich den Schreibstil nicht beurteilen, aber der Übersetzer – Kay-Viktor Stegemann – hat hier definitiv sehr gute Arbeit geleistet, denn das Buch lässt sich flüssig lesen und nimmt einen schon gefangen.

Fans von Mystery-Thrillern würde ich „Die vierte Nachfahrin“ unbesehen empfehlen, aber auch anderen könnte der Ausflug in ein neues Genre Spaß machen.

Ich danke der Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Kerstin hat am Sonntag, Juni 5th, 2016 | Geschrieben unter: Abenteuer,Historisch,Maruska, Allison,Thriller/Krimi | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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